Dieses Wochenende war außer Aufnehmen und Abmischen nicht viel los:
Zwei Schlagzeugspuren, eine Baßspur, drei Keyboardspuren und noch ein wenig Percussion. Die Gitarrenspur ist in Arbeit. Diesmal wird das etwas aufwendiger wegen einer von mir selten verwendeten Stimmung: die ganzen Akkorde kann ich jetzt natürlich nicht mehr greifen und kann mir völlig neue Patterns für das Solo zurechtbasteln.
Außerdem habe ich mich mal wieder etwas aus der HüpfHops-Ecke bedient (ich finde diese “Musik” ja grauenvoll – technisch laufen da aber einige interessante Sachen. Irgendetwas müsssen die ja können, wenn die Clowns in den zu großen Hosen schon kein Instrument spielen können )
Dieses Experiment führte wieder zu einigem Kabelsalat auf dem Boden und exzessiven Computereinsatz, aber es hat sich gelohnt: die Bassdrum hat nun durch Beimischen eines tieffrequenten Sinustones einiges an Wumms dazugewonnen.
Diese Idee ist zwar uralt und auch mir nicht ganz neu, war bei mir aber bisher mangels Gate “live” nicht umsetzbar. Leihweise hatte ich jetzt übers Wochenende eines da – und nun, das fetzt die Omi aus’m Sessel
Mal schauen, ob ich das als Standardsound verwenden kann – und ob ich irgendwie dauerhaft an so ein Gate komme….
Bis dahin wird das wohl eine reine Computerbastelei werden und ist somit dementsprechend zeitaufwendig.
In den letzten Wochen habe ich das IZDM-ZDMD-Projekt sträflichst vernachlässigt… ich hatte einfach zuviel um die Ohren.
Ein Thema ließ sich aber gut mit einer sowieso geplanten Urban Exploration verbinden – und zwar das von Sandy.
Während dieser Urban Exploration fand ich eine alte Drehbrücke, deren Mechnaik nun vor sich hinrostet. Einige Fotos hatte ich ja auch schon über Twitpic veröffentlicht, z.B. hier oder hier.
Dieses hier ist nun direkt aus dem ehemaligen Maschinenraum:
Die anderen Aufgaben sind nicht vergessen, ich hatte bisher einfach keine Zeit
Eine Stromversorgung von außerhalb des Proberaums?
Bei einem Kollegen, der hier mittlerweile ein – zwei Jahre dabei ist?!
Noch dazu einer, der hier wenig Scheiße baut und auch sonst einen zuverlässigen Eindruck macht?
Einer der wenigen die hier beruflich zugange sind?
Strom abgedreht?!
Das glaube ich nicht – und so schwante mir auch schon Schlimmes….
Ich hatte Recht:
Der Sicherungskasten ist neuerdings abgeschlossen – ich könnte kotzen.
Eine Sicherung kann im Proberaum immer rausfliegen… dieses Hobby läßt sich eben nur mit recht stromsaugenden Geräten ausüben. Auch ich stand hin und wieder mal kurzzeitig im Dunkeln, und das obwohl ich meist alleine bin und nicht benötigte Geräte abschalte bzw. gar nicht erst einschalte.
Bisher war das kein Problem: alles abgeschaltet, Sicherung wieder rein, Geräte nacheinander eingeschaltet – meist hatte ich am Abend vorher vergessen einen Verstärker auszuschalten und diesen dann über die Steckdosenleiste abgeschaltet…
Alles kein Problem.
Um was wollen wir wetten, daß die Sicherung für meinen Proberaum an einem Samstag abend rausfliegt und das erst am Montag morgen wieder behoben werden kann???
Ich hoffe das der Hausmeister einen Schlüssel für den Sicherungskasten hat…. *narf*
Notiz an mich selber:
1) Eine Checklist anfertigen. So eine mit Möglichkeit zum Abhaken der Dinge, die abgeschaltet werden müssen.
2) Konsequent dran halten.
3) Verlängerungskabel kaufen. Im Falle eines Falles kann ich mich dann extern mit Strom versorgen. Und dieser Fall kann im Morgengrauen nach einer langen Nacht durchaus schnell eintreten….
Percusionisten haben im Allgemeinen eine recht große Auswahl an Instrumenten und viele davon kommen aus recht fernen Ländern. Oft habe ich schon von Meeresschnecken gehört, die als Instrument verwendet werden, gehört hatte ich das bis heute noch nicht.
Hier ist mal dieses Instrument – angeblich kommt es aus Tibet (was mich ehrlich geagt etwas wundert – ich muß da noch mal nachfragen):
Verwendet wurde sie ursprünglich bei ritualen oder buddhistischen Zeremonien. Abgebildet ist ein Dämon, der als er von einem Krieger besiegt wurde, um sein Leben bettelte und von diesem Zeitpunkt an dem Krieger diente… so ungefähr war die grobe Geschichte dahinter. Einerseits war ich heute nicht ganz aufnahmefähig (letzte Nacht war lang, sehr lang sogar), zum anderen kennt sich die Freundin meines Percussionisten mit den Legenden Tibets besser aus, und die war heute nicht dabei.
Hier noch das Mundstück:
Und so hört sich das Teil an:
Ob ich es verwenden kann, weiß ich nocht, mehr als einen Ton kriegt man da offenbar nicht raus. Aber vielleicht kann ich es ja als Rohklang für meine Synthesizer verwenden…