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Lebenszeichen aus dem Proberaum

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Kategorie ‘(2009) Vie Noir’



Broken Spirits: Vie Noir.

In dieser Kategorie findet Ihr alles, was mit der Produktion, den Gastmusikern und Songwriting zu “Vie Noir” zu tun hat.
Die Einträge sind aus den Jahren 2010 und 2011.





// Ein kleiner Vorgeschmack auf “Vie Noir”

Sonntag, April 17th, 2011

Viel Zeit habe ich gerade nicht für die Musik, aber an manchen Abenden läßt sich doch noch etwas Zeit freischaufeln. So kommt jetzt endlich auch der zweite Song für mein siebtes Album “Vie Noir” allmählich zu einem Abschluß.

Die Veröffentlichung von “Art:The Facts” liegt ja miitlerweile schon über zwei Jahre zurück und ohne den Wasserrohrbruch im Proberaum und den damit verbunden Proberaum-Umzug wäre ich wohl auch mit “Vie Noir” schon ein ganzes Ende weiter, wenn nicht sogar komplett fertig.
Derzeit sind über 10 Bauruinen in der Mache, alle in unterschiedlichen Stadien, einige wenige nur eine erste Skizze oder Ideensammlung, andere zumindest in der Struktur fertig aber noch nicht komplett durcharrangiert und einer komplett fertig.

Hier ist also Nummer zwei, von meiner Seite aus weitgehenst abgeschlossen und nun bereit für den Gastmusiker-Einsatz. Ich habe bis in dieses Stadium alles selber hinbekommen, manches lief aber ganz spontan anders als geplant. Mein Koordinationsproblem habe ich beispielsweise nicht lösen können (die Füße wollten nicht im gleichen Tempo wie die Hände) und so wurde aus der Orgel-Baß-Linie eben ein klassischer E-Baß.

Der Sound der Orgel war im ersten Take schlecht ausgepegelt und deshalb zerrt die Orgel etwas- im Nachhinein finde ich das sogar besser, als den klaren Orgel-Sound, den ich mir ursprünglich vorgestellt hatte. Durch die verzerrte Orgel klingt das jetzt alles etwas rotziger und nicht ganz so steril. Den zweiten Take der Orgel-Aufnahme habe ich also ziemlich schnell wieder gelöscht.

In diesem Stil ging es den ganzen Song über weiter – die Noten sind noch die gleichen, wie auf dem Papier aber das Arrangement und Klänge haben sich geringfügig geändert und durch einige “Fehler” ist das Ding während des Entstehungsprozesses sogar interessanter geworden.

Im Vergleich zu den vorherigen sechs Alben hat sich nicht viel geändert: ich spiele immer noch auf meinem Schlagzeug aus Schrott-Teilen, meine Percussions konnte ich um eine alte Bremsscheibe der Autobastler aus der Proberaum-Nachbarschaft erweitern, die Synthesizer sorgen für die eher melancholische Grundstimmung und zusätzlich bin ich an einen recht guten Synthesizer-Taiko-Klang (Wikipedia: Taiko) gekommen, die unvermeidliche Gitarre ist dabei (alles andere geht auch nicht), mein klappriges Equipment hat an entscheidenden Stellen rumgezickt und natürlich überwiegen wie gehabt die Moll-Akkorde.

Neu ist aber, daß ich mich das erste Mal an einer Art Reggae versucht habe bzw. ziemlich viel aus dieser Musikrichtung insbesondere in der Rhythmik-Ecke eingebaut habe.

Alles in allem also mal wieder eine knapp vierminütige Reise durch alle Stilistiken, Schrottplätze und Kontinente der Welt ;-)

Hier ist ein kleiner 45 Sekunden Ausschnitt – die Qualität ist noch nicht die allerbeste und an manchen Stellen sollte ich auch den Mix überarbeiten, die Drums könnten z.B. noch einen guten Tick leiser sein. Für einen ersten Vorgeschmack reicht es aber allemal:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(CC: by-nc-nd)

Jetzt muß ich “nur” noch den Text schreiben und dann geht die Sängersuche los. Zwischenzeitlich überlegte ich mir zwar, eine Sängerin für diesen Song zu suchen, mittlerweile denke ich aber, daß das nicht so gut passen wird. Mal schauen…



// Einmal im Jahr wird aufgeräumt

Samstag, März 26th, 2011

Jedenfalls ein bischen. Im Proberaum muß es ja nicht wie geleckt aussehen, das ist ja schließlich in erster Linie ein Arbeitsraum.

Heute abend kann man aber vom Boden essen – darf man aber nicht. Wegen der Sauerei hinterher und so.

Deshalb habe ich mein wohlverdientes Feierabendbier auch draußen getrunken – das Wetter ist ja mittlerweile hervorragend für solche Aktionen geeignet. Nicht zu warm, das ist wichtig für das wohltemperierte Bier. Aber immerhin warm genug, daß einem nicht sofort die Füße abfrieren, wenn man länger barfuß draußen rumrenntoxidiert.

Feierabendbier

Eigentlich fehlt nur noch der Grill…. Diese Anschaffung sollte ich mir wirlich überlegen – auch wenn so ein Ding viel Platz wegnehmen würde in diesem bereits hoffnungslos überfüllten Proberaum.

Übrigens: Wie man diesen Polaroid-Effekt hinbekommt, erfahrt Ihr im aktuellen Moderskeppet-Tutorial. Auch wenn das Tutorial auf schwedisch ist: es ist alles auch für nicht-schwedisch-sprechende verstäbnlich “abgefilmt”. Wer mag, kann sich ja mal daran versuchen ;-)

Und jetzt gehts an den nächsten Song – der ist derzeit noch stark verbesserungswürdig. Mal schauen, wie das morgen früh aussieht :twisted:



// Das schreit nach einem Musikvideo

Sonntag, März 20th, 2011

Heute habe ich wieder die Ami-Kasernen gesucht und wieder nicht gefunden. Dies war aber nicht schlimm, denn diese Ecke, die ich im eben verlinkten Artikel bereits erwähnte, stand heute ebenfalls auf dem Programm.

Irgendwie eine ganz merkwürdige Landschaft. Vor einigen Jahren war dies wohl ein Manöverplatz und die Spuren sieht man noch heute.

Es ist jedenfalls gut zu wissen, daß man eine Location vor der Haustüre hat, die sich prinzipiell für Wüstenszenen eignet.
Und irgendwie juckt es mir seit vorhin in den Fingern, auch zu “Vie Noir” ein Musikvideo zu drehen.

Aus diesem Ort läßt sich jedenfalls etwas machen:

Baum

SonnenuntergangBaum

Baum



// Sowas freut die Musikerseele

Samstag, Februar 5th, 2011

Heute Nacht wurde es ja etwas länger – also eigentlich ist ja schon hellichter Tag. Und da standen plötzlich irgendwelche Nachbarn vor der Tür. Ich dachte ja erst, ich sei zu laut – hier bebt schließlich immer noch der Boden.

Aber ihnen hat’ s gefallen. Das wollten sie mir nur mal eben sagen.

Sowas ist doch schön :-)



// Preisfrage

Samstag, Februar 5th, 2011

broken-spirits: Aufnahmesession, Tonbandgerät

Nachdem ich nun die ganze Nacht mit Aufnehmen beschäftigt war, ist nun die große Frage: gehe ich heute überhaupt noch ins Bett oder lasse ich den Schlaf ausfallen?

Von Müdigkeit keine Spur – dafür war ich zu produktiv und die Glückshormone durchfluten immer noch jede noch so kleine Ader in meinem Körper.

Wenn da nur nicht das Alter wäre… ;-)

– live um 5:19 Uhr morgens aus dem Proberaum –



// Abmischecke

Donnerstag, Februar 3rd, 2011

Broken Spirits: beim Mixdown eines Songs

Die letzte und aufwendigste Phase des Songwritings: der Mixdown oder das Abmischen.

Hier gilt es, aus mehreren aufgenommen Spuren jedes Instrumentes den besten Take herauszusuchen oder (was häufiger vorkommt) aus mehreren Takes einen zu erstellen. Diese Vorgehensweise ist übrigens schon seit einigen Jahrzehnten üblich: das Overdubbing gibt es schon seit den 60igern. Schon die frühen Queen erstellten ihre “Guitar-Walls” über mehrere Aufnahmen.
Jennifer Batten wird nachgesagt, daß sie sich für mehrere Tage einschloß, um ein mit dieser Studiotechnik erzeugtes Gitarrensolo live spielen zu können (sie hat es übrigens geschafft). Solche Beispiele gibt es also viele und für alle Instrumente.

Die Schwierigkeit beim Abmischen besteht in erster Linie darin, die einzelnen Spuren auseinanderzuhalten. Wenn man einige Übung hat, kann man schon anhand der graphischen Darstellung erkennen, was in einigen Sekunden in dem ausgewählten Take passieren wird. Das Auge wird also eine wichtige Unterstützung für das Ohr.

Weitere Schwierigkeiten tauchen auf, wenn man sich einen Song “rundhört” – das heißt nichts anderes, als das etwaige Spielfehler nicht mehr falsch klingen. Da es durchaus vorkommt, daß man einige Passagen gut 100mal hört, um z.B. irgendwelche Feinheiten an den Effekten zu ändern, gewöhnt man sich sehr schnell an diese Fehler.

Auf dem Foto oben gehe ich gerade die einzelnen Spuren durch und verschaffe mir einen ersten Überblick über meine Takes. Die nächsten Tage wird es diesen Anblick noch öfters geben ;-)

PS: Extra für diesen Blogeintrag habe ich mich für ein Foto mal auf die Leiter gestellt:

Tonstudio / Broken Spirits



// Vie Noir, die Zweite

Samstag, Januar 22nd, 2011

Noch immer merke ich die Nachwehen des Wasserrohrbruchs: viele Songideen, die aus Zeiten des alten Proberaumes stammen, bekomme ich nicht mehr zusammen. Sei es hardwaretechnisch, sei es meine Ordnung (besser wäre wohl kreatives Chaos) auf den Festplatten oder seien es die Ideen selber, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten sind bzw. sich mittlerweile nur mühsam rekonstruieren lassen.

Der ein oder andere Song ist zwar fertig, aber es gibt einfach zuviele Bauruinen.

Egal – ich bin kreativ genug und kann problemlos (fast) von vorne anfangen. Ich glaube, ein Neuanfang führt schneller zum Ziel: meinem siebten Album.

Die vergangene Nacht war jedenfalls sehr produktiv und nun – im Morgengrauen – erntete ich den ein oder anderen erstaunten Blick meiner neuen Nachbarn. Da werden sie sich nun dran gewöhnen müssen: wenn die anfangen, am Samstag morgen zu arbeiten, fliegt hier immer noch die Kuh ;-)

Trotzdem ist für mich jetzt Zeit für die Heia…. ist ja schließlich schon halb neun :mrgreen: