Viel Zeit habe ich gerade nicht für die Musik, aber an manchen Abenden läßt sich doch noch etwas Zeit freischaufeln. So kommt jetzt endlich auch der zweite Song für mein siebtes Album “Vie Noir” allmählich zu einem Abschluß.
Die Veröffentlichung von “Art:The Facts” liegt ja miitlerweile schon über zwei Jahre zurück und ohne den Wasserrohrbruch im Proberaum und den damit verbunden Proberaum-Umzug wäre ich wohl auch mit “Vie Noir” schon ein ganzes Ende weiter, wenn nicht sogar komplett fertig.
Derzeit sind über 10 Bauruinen in der Mache, alle in unterschiedlichen Stadien, einige wenige nur eine erste Skizze oder Ideensammlung, andere zumindest in der Struktur fertig aber noch nicht komplett durcharrangiert und einer komplett fertig.
Hier ist also Nummer zwei, von meiner Seite aus weitgehenst abgeschlossen und nun bereit für den Gastmusiker-Einsatz. Ich habe bis in dieses Stadium alles selber hinbekommen, manches lief aber ganz spontan anders als geplant. Mein Koordinationsproblem habe ich beispielsweise nicht lösen können (die Füße wollten nicht im gleichen Tempo wie die Hände) und so wurde aus der Orgel-Baß-Linie eben ein klassischer E-Baß.
Der Sound der Orgel war im ersten Take schlecht ausgepegelt und deshalb zerrt die Orgel etwas- im Nachhinein finde ich das sogar besser, als den klaren Orgel-Sound, den ich mir ursprünglich vorgestellt hatte. Durch die verzerrte Orgel klingt das jetzt alles etwas rotziger und nicht ganz so steril. Den zweiten Take der Orgel-Aufnahme habe ich also ziemlich schnell wieder gelöscht.
In diesem Stil ging es den ganzen Song über weiter – die Noten sind noch die gleichen, wie auf dem Papier aber das Arrangement und Klänge haben sich geringfügig geändert und durch einige “Fehler” ist das Ding während des Entstehungsprozesses sogar interessanter geworden.
Im Vergleich zu den vorherigen sechs Alben hat sich nicht viel geändert: ich spiele immer noch auf meinem Schlagzeug aus Schrott-Teilen, meine Percussions konnte ich um eine alte Bremsscheibe der Autobastler aus der Proberaum-Nachbarschaft erweitern, die Synthesizer sorgen für die eher melancholische Grundstimmung und zusätzlich bin ich an einen recht guten Synthesizer-Taiko-Klang (Wikipedia: Taiko) gekommen, die unvermeidliche Gitarre ist dabei (alles andere geht auch nicht), mein klappriges Equipment hat an entscheidenden Stellen rumgezickt und natürlich überwiegen wie gehabt die Moll-Akkorde.
Neu ist aber, daß ich mich das erste Mal an einer Art Reggae versucht habe bzw. ziemlich viel aus dieser Musikrichtung insbesondere in der Rhythmik-Ecke eingebaut habe.
Alles in allem also mal wieder eine knapp vierminütige Reise durch alle Stilistiken, Schrottplätze und Kontinente der Welt
Hier ist ein kleiner 45 Sekunden Ausschnitt – die Qualität ist noch nicht die allerbeste und an manchen Stellen sollte ich auch den Mix überarbeiten, die Drums könnten z.B. noch einen guten Tick leiser sein. Für einen ersten Vorgeschmack reicht es aber allemal:
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(CC: by-nc-nd)
Jetzt muß ich “nur” noch den Text schreiben und dann geht die Sängersuche los. Zwischenzeitlich überlegte ich mir zwar, eine Sängerin für diesen Song zu suchen, mittlerweile denke ich aber, daß das nicht so gut passen wird. Mal schauen…







