broken spirits

Lebenszeichen aus dem Proberaum

Broken Spirits | Journey Broken Spirits | The silence Between Us Broken Spirits | Dark City Broken Spirits | Urban Jungle Broken Spirits | Sad Songs Of Happieness Broken Spirits | Art The Facts
Webplayer starten Broken Spirits | Twitter Broken Spirits | Facebook Broken Spirits | Formspring Broken Spirits | RSS-Feed

Kategorie ‘Equipment im Proberaum’


Broken Spirits: Fotografie, Proberaum-Equipment.

Fotos von Equipment im Proberaum. Bevorzugt habe ich hier eher ungewöhnliche Perspektiven, Detailaufnahmen von Instrumenten u.a. Häufig gibt es viele Hintergrundinfos zu der Technik, die in einem Proberaum oder semi-professionellen Tonstudio verwendet wird. Die meisten der Artikel sind mit dem Tag “Technik und Equipment” versehen.


 



 

// Preisfrage



broken-spirits: Aufnahmesession, Tonbandgerät

Nachdem ich nun die ganze Nacht mit Aufnehmen beschäftigt war, ist nun die große Frage: gehe ich heute überhaupt noch ins Bett oder lasse ich den Schlaf ausfallen?

Von Müdigkeit keine Spur – dafür war ich zu produktiv und die Glückshormone durchfluten immer noch jede noch so kleine Ader in meinem Körper.

Wenn da nur nicht das Alter wäre… ;-)

– live um 5:19 Uhr morgens aus dem Proberaum –





Im Proberaum notiert am 05.02.2011 um 5:21 am und in der Ablage , abgeheftet.
(c) by Broken Spirits



 

// Abmischecke



Broken Spirits: beim Mixdown eines Songs

Die letzte und aufwendigste Phase des Songwritings: der Mixdown oder das Abmischen.

Hier gilt es, aus mehreren aufgenommen Spuren jedes Instrumentes den besten Take herauszusuchen oder (was häufiger vorkommt) aus mehreren Takes einen zu erstellen. Diese Vorgehensweise ist übrigens schon seit einigen Jahrzehnten üblich: das Overdubbing gibt es schon seit den 60igern. Schon die frühen Queen erstellten ihre “Guitar-Walls” über mehrere Aufnahmen.
Jennifer Batten wird nachgesagt, daß sie sich für mehrere Tage einschloß, um ein mit dieser Studiotechnik erzeugtes Gitarrensolo live spielen zu können (sie hat es übrigens geschafft). Solche Beispiele gibt es also viele und für alle Instrumente.

Die Schwierigkeit beim Abmischen besteht in erster Linie darin, die einzelnen Spuren auseinanderzuhalten. Wenn man einige Übung hat, kann man schon anhand der graphischen Darstellung erkennen, was in einigen Sekunden in dem ausgewählten Take passieren wird. Das Auge wird also eine wichtige Unterstützung für das Ohr.

Weitere Schwierigkeiten tauchen auf, wenn man sich einen Song “rundhört” – das heißt nichts anderes, als das etwaige Spielfehler nicht mehr falsch klingen. Da es durchaus vorkommt, daß man einige Passagen gut 100mal hört, um z.B. irgendwelche Feinheiten an den Effekten zu ändern, gewöhnt man sich sehr schnell an diese Fehler.

Auf dem Foto oben gehe ich gerade die einzelnen Spuren durch und verschaffe mir einen ersten Überblick über meine Takes. Die nächsten Tage wird es diesen Anblick noch öfters geben ;-)

PS: Extra für diesen Blogeintrag habe ich mich für ein Foto mal auf die Leiter gestellt:

Tonstudio / Broken Spirits





Im Proberaum notiert am 03.02.2011 um 5:04 am und in der Ablage , , abgeheftet.
(c) by Broken Spirits



 

// Röhren für die Röhre



Röhrenverstärker - Gesangsanlage

Wir Musiker mögen Röhren. Damit ist nicht nur die scherzhafte Bezeichnung einer Sängerin (“Rockröhre”) gemeint, sondern auch die gute alte Röhrentechnologie aus Großvaters Zeiten.

Der Sound, der durch einen Röhrenverstärker erzeugt wird, ist nicht nur wärmer und “fetter”, sondern hat auch wesentlich mehr Klang-Gestaltungsmöglichkeiten als die moderne Transistortechnologie. So wird auch heute noch viel Geld in die Entwicklung neuer Röhren gesteckt – wenn auch fast ausschließlich für Musiker.

Dies gilt aber nicht nur für Gitarrenverstärker – auch wenn die Röhre dort am häufigsten verwendet wird.
Auch in Baßverstärken kommt die Röhre noch zum Einsatz und auch in Gesangsverstärkern.

Die Eigenschaften dieser Verstärker müssen natürlich den Einsatzmöglichkeiten angepaßt werden: die Gitarristen legen wert auf eine fette Röhrenverzerrung und bei den Baßverstärkern müssen die tiefen Frequenzen klar und knackig rüberkommen.

All das sind Eigenschaften, die von der Gesangsfraktion nicht benötigt werden oder wie im Beispiel der Verzerrung sogar kontraproduktiv sind. Gesangsanlagen sollen also den Gesang möglichst klar und naturgetreu widergeben. Ein Gitarrenverstärker läßt sich also nicht für den Gesang verwenden oder umgekehrt.

Zudem mögen wir Musiker alte Geräte, “Vintage” ist das Wort, das unsere Augen leuchten läßt.
Und manchmal wird auch “gemogelt” – wie zum Beispiel auf dem Foto oben, das einen Gesangsverstärker zeigt. Die Technik ist vergleichsweise neu (Baujahr 2002), die Optik ist jedoch ganz eindeutig im Retro-Design der 50iger Jahre.





Im Proberaum notiert am 02.02.2011 um 2:00 am und in der Ablage , , abgeheftet.
(c) by Broken Spirits



 

// Keyboard = Keyboard?



Broken-Spirits: Keyboardecke. Ein Masterkeyboard und ein Sampler

“Das ist der Keyboarder” – diesen Satz hört man oft von Konzertbesuchern, wenn sie in der Kneipe ihr Idol bei einem Bierchen erspähen. Aber was ist das, dieses “Keyboard”?

Für den Laien ist das erstmal ein elektronisches Instrument mit weißen und schwarzen Tasten. Mehr ist eigentlich auch nicht zu sehen. “Otto Normalverbraucher” kennt bestenfalls noch irgendwelche Keyboards vom Grabbeltisch beim Aldi. Auch hier wieder: schwarze und weiße Tasten.

Für den Musiker stellt sich diese Welt nicht ganz so schwarz-weiß dar: denn es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen.

Da wäre zum einen die Funktionsweise: es gibt voll programmiebare Keyboards mit Speichermedium (bei den neueren eine Festplatte und zusätzlich gibt es seit jeher einen Wechseldatenträger: entweder Diskette oder USB-Stick, je nach Alter). Das schimpft sich dann “Sampler”. Sieht aus wie ein Keyboard, kann aber deutlich mehr als das ALDI-Teil.

Dann gibt es die “Master-Keyboards”: Die Dinger sehen aus, wie ein ALDI-Teil, können deutlich weniger, als ein ALDI-Teil und sind manchmal ein vielfaches teurer. Neupreise ab 700,– € aufwärts sind durchaus realistisch.

Musiker sind nun generell nicht blöd, und deswegen gibt es für diese Investition auch einen triftigen Grund: die Klaviatur.
Diese Masterkeyboards gibt es auch für 35,– Euro im Musikfachgeschäft. Das sind dann so schlabbrige Plastikteile, die beim Aldi 20 Euro kosten. Der Unterschied? Im Musikfachgeschäft ist der Schrott 15 Euro teurer.

Der Preisunterschied von mehreren 100 Euros rechtfertigt sich also nur über die Klaviatur, die beim hochwertigen Masterkeyboard bleigewichtet ist, im besten Falle eine Hammermechanik hat und somit vom Spielgefühl einem Konzertflügel entspricht.
Damit hört der Gerätefuhrpark aber noch nicht auf: da dieses Masterkeyboard keinen Sound erzeugen kann, muß also noch ein Klangerzeuger her. Dies ist mittlerweile in der Regel ein Computer, aber auch 19″-Geräte (Synthesizer) werden noch verwendet.

Egal, ob virtuell oder ein 19″-Gerät: ohne Synthesizer läuft gar nix. So ein Masterkeyboard ist durchaus mit einer Computer-Tastatur vergleichbar: ohne Textverarbeitungsprogramm nutzt die beste Tastatur nichts. Ein Mastekeyboard ist genaugenommen nichts anderes als eine Tastatur – nur werden keine Buchstaben ausgegeben sondern Känge.

Unter diesen Vorraussetzungen kommt recht schnell ein großer Fuhrpark zusammen: sowohl die Software als auch die Hardware- Synthesizer haben ihre Vor- und Nachteile. Also gibt es beim gut sortierten Keyboarder beides. Meist sind noch mehrere Keyboards gleichzeitig im Einsatz.
Die Hardware-Synthesizer brauchen Platz, die Software-Synthesizer brauchen einen leistungsfähigen Computer, um den jeder Gamer einen Keyboarder beneiden wird.
Der Grund hierfür ist ein ganz einfacher: die Latenz-Zeit, also die Zeit, die es dauert um einen angschlagenen Ton zu hören. Der Weg kann nämlich ganz schön lang werden: Ton anschlagen, im Falle mehrer Keyboards geht das Signal durch ein Interface zum Computer, der sich den Sound per Software auf der Festplatte raussucht und an die Soundkarte ausgibt. All dies sollte möglichst sofort geschehen – denn nichts ist lästiger als einen gespielten Ton mit 3 Sekunden Zeitverzögerung zu hören.

In der Keyboard-Ecke steckt also jede Menge Technik. Auf dem Foto oben ist sowohl ein Masterkeyboard mit bleigewichteten Tasten zu sehen (das untere) als auch ein voll programierbarer Sampler (oben). Der Laptop verarbeitet die “Tastatureingaben” des Masterkeyboards und dient gleichzeitig als Steuereinheit für die Hardware-Synthesizer.

Wenn ich “Keyboard spiele” habe ich also sowohl den Sampler als auch das Masterkeyboard als auch die Laptop-Tastatur im Auge – das wird dann alles gleichzeitig bedient und nennt sich Musikerstreß ;-)

 





Im Proberaum notiert am 01.02.2011 um 2:52 pm und in der Ablage , abgeheftet.
(c) by Broken Spirits



 

// Der Poppschutz



Mikrophon mit Poppschutz

Den Poppschutz findet man eher in Tonstudios als auf Bühnen. Im Prinzip ist der Poppschutz nichts weiter als eine Art Gazefilter, der vor einem Mikrophon befestigt wird.

Mit diesem Teil die Popp- und Zischlaute wie “b”, “p”, “s”, “z”, “t”, “sch” und das weiche “ch” wie in “ich”, während der Aufnahme quasi “abgedämpft”. Der Tontechniker, der die Gesangsaufnahme bearbeitet hat durch den Einsatz dieses Hilfsmittels etwas weniger Arbeit.

Diese Dinger übersteigen in den Anfangstagen einer Band meist das Budget (bzw. werden zurecht als überflüssig betrachtet): andere Sachen, wie zum Beispiel ein Mischpult mit integrierter Aufnahmemöglichkeit sind ersteinmal wichtiger. Ohne Aufnahmemöglichkeit nutzt nämlich auch der beste Poppschutz nichts.

Trotzdem gibt es einige sehr einfache und preisgünstige Alternativen für die ersten Gehversuche im Proberaum: ihr kennt doch alle diese Fähnchen und Schirmchen, die im Sommer in den Eisdielen in den Eisbecher gesteckt werden?

Diese Schirmchen oder Fähnchen einfach mitnehmen, im Proberaum in das Mikrophon stecken und fertig. Sobald der Sänger dem Mikrophon zu nahe kommt, piekt ihm die Speiseeisdekoration in die Nase. Die Popp- und Zischlaute bleiben somit durch den größeren Abstand des Sängers zum Mikrophon in einem erträglichen Rahmen.

Der einzige Nachteil: der Sänger muß etwas lauter singen, da er nicht so nah wie während der Live-Probe ans Mic kann. Das kräftigt aber auch die Stimme…. ;-)





Im Proberaum notiert am 31.01.2011 um 3:46 pm und in der Ablage , abgeheftet.
(c) by Broken Spirits



 

// Kopfplatte



Gitarre: Die Kopfplatte einer 12-Saiter

Es gibt unter E-Gitarristen eigentlich nur eine handvoll Gitarren: die aus dem Hause “Fender” und die “Gibson”. Oft sind sie kopiert worden – weltweit, sowohl von Großkonzernen wie z.B. Ibanez oder dem Gitarrenbauer um die Ecke.

Pate standen fast immer drei E-Gitarren dieser zwei Gitarrenbauer: die “Paula” von Gibson und die “Tele” bzw. die “Strat” aus dem Hause Fender. Darüber hinaus gibt es mehr oder weniger erfolgreiche Sonderformen, die durchaus nicht selten einen Nachahmer gefunden haben.

Es gibt natürlich noch viele andere bekannte und sehr gute Gitarrenbauer, fast jeder hat aber wenigstens eine dieser drei Grundformen im Programm. Nur die Kopfplatte der einzelnen Hersteller unterscheidet sich immer optisch – der Korpus ist mit geringen, meist unauffälligen Abweichungen insbesondere beim Cut-Away (das sind die “Hörner”) der gleiche.

Jeder Gitarrist hat seine Vorlieben – ich bin zum Beispiel ein absoluter Stratocaster-Fan. Dieses Brett liegt gut in der Hand und paßt sich perfekt dem Körper an. Genau die richtigen Vorraussetzungen, um über das Griffbrett zu flitzen. (Die Gitarre im Blogdesign ist zum Beispiel eine Strat-Kopie und man erkennt deutlich die Aussparung für den Bierbauch – das ist zum Beispiel etwas, was die anderen Gitarrenmodelle nicht haben).

Welche die Gitarre die richtige ist, kann unter Gitarristen durchaus auch in einen Glaubenskrieg ausarten. Das ist vergleichbar mit der Frage, ob Linux oder Windows oder ein OS-dingens (dieses Mac-Zeuchs) das bessere Betriebssystem ist.

Oft wurden auch die einzelnen Gitarrengrundformen gemischt: zum Beispiel eine Stratocaster mit den Tonabnehmern der “Paula”. Aus dem Hause Fender gab es Mitte der 90iger auch mal eine Telecaster, in der die Elemente einer Stratocaster verarbeitet wurden.

Das Foto oben zeigt übrigens die Kopfplatte einer 12-Saiter (natürlich eine Strat-Kopie). Die Standard-Stimmung ist gar nicht so weltbewegend: Jedes Saitenpaar ist auf den gleichen Grundton gestimmt, wobei die ersten drei Saitenpaare oktaviert sind und die letzten drei Saitenpaare exakt gleich gestimmt sind. Im Musikerjargon sieht das dann so aus: E,e-A,a-D,d-g,g-h,h, e’,e’.
Den besten Klang erzielt man, indem man noch einen dezenten Chorus in den Effektweg einschleift.





Im Proberaum notiert am 31.01.2011 um 2:07 am und in der Ablage , abgeheftet.
(c) by Broken Spirits