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// Das schwarze Haus

Auf dem Rückweg vom Blogger- und Twitter-Treffen in Köln kam ich an einem schwarzen Haus vorbei, das so gar nicht in die spießbürgerliche Dorfgemeinde passte.

Die Fensterscheiben waren eingeschlagen und Efeu wucherte die Hauswände empor.

Ich hielt einen Passanten an, und fragte, wem das Haus gehöre. Ich vermutete eine interessante Urban Exploration in diesem Gemäuer.

Die Antwort war zunächst sehr frustrierend: In dem Ort weiß das keiner so genau. Seit zwanzig Jahren (oder noch länger) vermodere das Haus vor sich hin. Erbstreitigkeiten.

Irgendwann vor drei oder vier Jahren (auch das kann keiner so genau sagen) sei mal jemand dagewesen, der ein paar morsche Bäume gefällt habe.

Und im übrigen gelte: wo kein Richter, da kein Kläger.

Ich solle da ruhig reingehen und meine Fotos machen, wenn ich nichts besseres zu tun habe. Wenn ich das Gebäude damit endgültig zum Einsturz bringe, werde sich keiner beschweren. Ein Schandfleck sei das.

Ich verstehe gar nicht, warum:

Das Schwarze Haus Das Schwarze Haus

Das Schwarze Haus

Das Schwarze Haus | Fenster Das Schwarze Haus | Efeu

Das Schwarze Haus | Efeu

Das Schwarze Haus | Efeu Das Schwarze Haus | Stufen

Das Schwarze Haus | Geländer

Das Schwarze Haus | Treppenhaus

Das Schwarze Haus | Treppenhaus

// Steinbruch

Das war bisher die riskanteste Urban Exploration in einen verlassenen Steinbruch. Aufgrund meines negativen Übergewichts komme ich ja eigentlich überall hin, wo Normalgewichtiges schon ihre Probleme haben. Ich war für die eine Treppe trotzdem zu schwer und so rauschte ich zusammen mit dem Teil ein Stockwerk tiefer. (meiner Kamera ist zum Glück nix passiert…!)
 
Außerdem vermutete ich recht schnell, daß in dieser Location einiges an Asbest durch die Gegend schwirrt. Das muß ja für ein paar Fotos alles nicht sein – jetzt wird erstmal die passende Aursrüstung besorgt und dann geht es los zum zweiten Anlauf.
 
Man muß ja nicht immer nur in den verfallenen Gebäuden fotografieren, auch außerhalb gibt es einige interessante Motive – wenn ich dabei nicht ein Wildschwein gestört hätte…
Ich hatte keine Lust, herauszufinden, ob es nun auf mich zugerannt kommt, weil es mich freudig umarmen möchte und so habe ich mich dann mal besser auf einem Baum in Sicherheit gebracht. Knapp. Sehr knapp sogar. Aber wenigstens das hat geklappt.
 
Zum Schluß habe ich noch ganz nebenbei einen Geocache gefunden – ich ärgere mich ja eigentlich immer, wenn irgendwelche Leute ihren Müll da rumliegenlassen, wo ich fotografieren will. Diesmal habe ich den “Müll” dort liegenlassen. Den Geocache gibt es also noch ;-)
 
Ein paar Fotos gab es trotz dieser erschwerten Umstände:
 
Steinbruch
 
Steinbruch
 
Steinbruch
 
Steinbruch
 
Steinbruch
 
Steinbruch
 
Steinbruch

// Verschwundene Ruinen

Nicht mal ein Jahr ist es her, daß ich bei einem Waldspaziergang einige verfallene Ami-Kasernen entdeckt habe. Wer hier länger mitliest, hat bereits mitbekommen, daß ich ein Faible für diese Fotomotive hatte. Damals hatte ich allerdings keine Kamera dabei und heute habe ich mir für diese Fototour etwas Zeit genommen.

Eigentlich habe ich gerade Wichtigeres zu tun, denn ohne Arbeit finanziert sich der Proberaum ziemlich schlecht und das Arbeitsamt kann man immer noch in der Pfeife rauchen. Bisher haben diese Luftpumpen ausschließlich durch Untätigkeit geglänzt und haben es seit mittlerweile mehr als zwei Monaten nicht geschafft, das Arbeitslosengeld zu berechnen. Ich bin ja mal gespannt, was zuerst kommt: der nächste Job oder der Arbeitslosengeldbescheid. Derzeit tippe ich auf Ersteres – zumindest für die nächsten drei-vier Monate.

Irgendwie sehe ich keinen Sinn mehr darin, mich von einem prekären Job zum nächsten zu hangeln- ich sollte mir langsam eine echte Alternative suchen. Und dann soll mal noch einer von den Schwachmaten in Berlin den Fachkräftemangel beklagen. Die Computer-Inder hatten damals ja auch keine Böcke gehabt – zurecht.

Wie dem auch sei – heute im Wald rumrennen war jedenfalls mal eine angenehme Abwechslung zu Bewerbungen schreiben und mit meinem Fallmanager zu diskutieren – die Typen heißen auch nur so, weil sie ganze Existenzen zu Fall bringen. Da bin ich mir mittlerweile sicher.

Die Suche nach den alten Kasernen war aber leider ergebnislos – entweder gibt es die nicht mehr, oder ich habe an der falschen Stelle gesucht. Sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

Immerhin hat es für das ein oder andere Fotomotiv gereicht und eine neue Ecke, die sich für ausgedehnte Fototuren eignen könnte, habe ich auch gefunden. Jetzt muß ich die nur das nächste mal wiederfinden.

Danger

Turn 8

// Lost Places: Rechlin

Auf meinem Weg nach Schweden kam ich auch durch Rechlin (Mecklenburg). Dort verfallen seit dem Abzug der Russen im Jahre 1993 deren Kasernen.
In die meisten Gebäude ist es kein Problem, hineinzukommen und sowas nutze ich natürlich aus, um zu fotografieren:

Rechlin - Russenkaserne, Eingang

Rechlin - Russenkaserne, Tropfen

Rechlin - Russenkaserne, Tropfen

Rechlin - Russenkaserne, Gefängnistrakt

Rechlin - Russenkaserne, Herbst / Fenster

Rechlin - Russenkaserne, Koffer

[Weitere Lost Places]