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Lebenszeichen aus dem Proberaum

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Kategorie ‘Frequently Asked Questions’



Broken Spirits: Frequently Asked Questions, FAQ.

Manchmal haben Blogleser Fragen zu den Themen Proberaum, Songwriting, CD-Produktion, Effekten, Instrumenten oder der Musik allgemein. Die meisten Themen rund um den Proberaum sind somit eher Laienverständlich erklärt und bleibt dementsprechend auch eher oberflächlich. Für Leute, die tiefer in die Materie einsteien wollen, gibt es aber Linktips.

Die Antworten zu allen Fragen rund um den Proberaum findet Ihr in dieser Kategorie.

Falls ihr selber Fragen habt, schreibt gerne eine Mail (die Mail – Adresse findet ihr unter “Kontakt”) – vielleicht wird ja ein neuer Blogeintrag aus Eurer Frage?





// Hörbeispiele verschiedener Plektren

Sonntag, September 6th, 2009

Axys “Rehaugenhundeblick” hat gewirkt – wobei das in diesem Fall einfach war: den Gedanken zu diesem Blogeintrag hatte ich schon, bevor die Frage in diesem Eintrag von Axy gestellt wurde. Mittlerweile kennt man ja seine Pappenheimer ;-)

Axy fragte:


Ich hätte echt nicht gedacht, dass es da so riesen Unterschiede [bei den Plektren] gibt… Kriegen wir das mal zu hören, ob sich das arg unterschiedlich anhört? *Rehaugenhundeblick aufsetz*

Je mehr ich darüber nachdachte, umso ausführlicher hätte das hier werden können. Letztenendes habe ich mich dazu entschieden, nur einige ausgewählte Beispiele zu verwenden:

plektern_uebersicht

(Klick vergrößert, der Bierdeckel dient als Größenvergleich ;-) )

Form und Material eines Plektrums:

Plektren (engl. Pick) können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Der gängigste Werkstoff ist Polyamid (auch als Nylon bekannt) – gefolgt von Metall (Titan, Aluminium, Messing oder Stahl). Darüberhinaus gibt es auch noch etwas “exotischere” Materialien wie Filz, Glas, Knochen, Holz oder Stein. Für letzteren verwendet man einen Halbedelstein, Achat ist recht gebräuchlich.

Einen weiteren wichtigen Einfluß hat die Form: auch hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und nicht wenige Gitarristen bearbeiten erst mal ein neues Plektrum. Häufig werden die Teile an der Spitze zurechtgefeilt. Von Mick Box (Uriah Heep) bekam ich nach einem Konzert dieses Plektrum und man kann erkennen, daß dies mit einer Feile “geschärft” wurde:

Zurechtgefeiltes Plektrum

Weitere beliebte Tricks, um den Klang eines Plektrums zu verändern:

  • das Plektrum über einen rauhen Teppichboden ziehen (Ehefrau und / oder Freundin hat evtl. was dagegen)
  • mit einem Feuerzeug anschmelzen (Vorsicht!!! Die Dinger brennen wie Zunder!)

Genauso kann es aber auch werkseitig grundlegende Unterschiede in der Form geben: zum Beispiel die Sharkform, die aussieht, wie eine gezahnte Haifischflosse (sowas habe ich nicht, deswegen leider auch kein Foto).

Die Stärke (Dicke) eines Plektrums

Mindestens ebenso wichtig ist die Stärke. Es gibt 0.60 mm, 0.73 mm, 0.88 mm, 1.00 mm, 1.14 mm, 1.38 mm, 2.00 mm oder 3.00 mm dicke Plektren.

Andere Bezeichnungen sind :

  • Extra Light (besonders dünn)
  • Light Medium (mittlere dünne Stärke)
  • Medium Heavy (mittlere Stärke)
  • Extra Heavy (besonders dick)

Für Anfänger sind eher dünne Plektren geeignet, da beim Anschlag weniger Kraft benötigt wird. Der Sound ist recht weich und eher für Rhythmusgitarre geeignet als für ein dynamisches Solo. Die Größe des Plektrums hat einen größeren Einfluß auf den Sound als dies bei harten Picks der Fall ist.

Ich belasse es jetzt bei dieser Kurzinfo, hier könnte man noch ewig viel schreiben. Dies haben aber schon andere getan: Musikerboard, Saitenweise u.a.

Hörbeispiele verschiedener Plektren

Verwendet habe ich eine Strat von Vigier mit Humbucker-Tonabnehmer. Ausgewählt habe ich die Stegposition.
Für alle Beispiele habe ich einen ganz normalen A-Moll-Akkord gespielt: um meine Anschlagtechnik nicht zu verändern, habe ich ein sehr einfaches Riff bestehend aus zwei gedämpften Achteln und einer ausklingenden Viertel ohne Metronom gespielt. Ich denke, dieses Riff gibt eine Alltagssituation wider.
Die Gitarre wurde direkt ans Mischpult angeschlossen (also ohne Effekte, Verzerrung und andere Spielereien). Auf jegliche Nachbearbeitung (wie Rauschunterdrückung) habe ich verzichtet, da diese durch Unterdrückung von ausgewählten Frequenzen den Klangeindruck verändert hätte.
Die nachfolgenden Aufnahmen sind also der “Rohsound”.

Plektrum

Beschreibung

Klangbeispiel

weiches Polyamid-Plektrum Weiches Plastikplektrum, dreieckige Form, für das Foto gebogen, um die Elastizität zu zeigen ;-)

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filzplektrum Ein Plektrum aus Filz, abgerundete Spitze

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Plektrum, das den Sound einer Zwölfsaiter imitieren soll Ein spezielles Plektrum, mit dem man den Klang einer Zwölfsaitigen Gitarre imitieren können soll: Für Klangbeispiel1 wurde dieses Plektrum verwendet, Klangbeispiel2 ist eine Zwölfsaiter

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Steinplektrum aus Achat, welches ich leider verbummelt habe. Die Teile haben im Allgemeinen den Nachteil, daß sie leicht verschwinden. Hierfür bekam ich von einem NETTEN Bandkollegen auch einen Spitznamen: Broken “Wo-ist-mein-Plektrum” Spirits ;-)

derzeit leider nicht möglich

dünnes Metall-Plektrum Dünnes Metallplektrum mit spitzer Spitze. Man braucht schon etwas mehr Kraft, um dies zu verbiegen. (vgl. erstes Beispiel)

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kartoffelchip als Plektrum zweckentfremdet Kartoffelchip: das Plektrum zum Aufessen. Wenn man nicht zu fest anschlägt, geht das sogar recht (lange) gut. Während dem Schreiben an diesem Artikel entdeckt :mrgreen:

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MEIN Plektrum Mein persönlicher Favorit: die zurechtgefeilte Ten-Pence-Münze

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mittelhartes plektrum mittleres Plektrum mit runder Spitze

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hartes Plastik Plektrum Dickes Plastiplektrum mit spitzer Spitze

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dickes Metall- Plektrum Dickes Metallplektrum.

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Dieser Blogeintrag war auch für mich recht interessant: über das Plektrum, dieses kleine Teil, das ich doch beinahe täglich verwende, habe ich mir in den letzten zehn Jahren recht wenig Gedanken gemacht.

Ich denke, entscheidend sind aber trotz allem eher die Vorlieben: ich persönlich bevorzuge kleine Plektren aus Metall. Ich finde, die liegen einfach besser in der Hand und man kann sie während dem Spielen auch mal mit dem kleinen Finger festhalten und ohne Plektrum weiterspielen. Dies ist sowieso meine bevorzugte Spielweise ;-) .

Es war aber auch für mich recht interessant, das auszuprobieren und bewusst zu vergleichen. Ein neues Plektrum habe ich auch noch gefunden: den Kartoffelchip.

Danke Axy :-)



// Put your Broken Spirits away

Samstag, August 29th, 2009

Dies ist eine Anekdote aus vergangenen Zeiten, also aus meinen wilden Jahren – und diese Geschichte ist der Beginn von “Broken Spirits”….

In der Halle bin ich Erstmieter und damit mittlerweile ein Urgestein. Ich habe das Wachstum von Anfang an hautnah miterlebt und war immer hautnah dabei. Manchmal auch etwas zu nah, so wie in diesem Fall:

Zu Beginn gab es hier in der Halle knapp 20 Proberäume und jeder kannte jeden. Zentraler Treffpunkt war schon vor zehn Jahren der Getränkeautomat. Wir hatten sehr schnell herausgefunden, wie man ohne zu Bezahlen an die ersehnten Bierdosen kommt, was innerhalb von zwei Jahren zu einem diebstahlsicheren Getränkeautomaten führte :mrgreen:

An der Sitzecke, die sich direkt vor meinem Proberaum befand, war also DER Treffpunkt aller Mieter. Klar, daß ich immer mit von Partie war….

Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Treffen in ein reines Saufgelage ausarteten. Ich hatte daran einen nicht unerheblichen Anteil, da ich dank meiner Arbeit kostenlos günstig unvergällten Ethanol besorgen konnte. Dieser wurde dann regelmäßig an Freitag und Samstagabenden mit allem möglichen gemischt und fachgerecht entsorgt. So nannten wir das damals.

In der Musikerszene hat sich das auch rumgesprochen, daß man bei uns gut einen trinken kann und ein polnischer Schlagzeuger war auch recht eifrig dabei, immer wieder neue Leute anzuschleppen, die behaupteten, ein Instrument spielen zu können. Aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten war Englisch ziemlich schnell die einzige Möglichkeit, ein babylonisches Sprachgewirr zu vermeiden – wenn man hinreichend betrunken ist, spricht man schließlich jede Sprache.

Trotz dieser Zustände, die – obwohl sie nicht so klassisch waren – doch sehr an das alte Rom erinnerten, ging es immer recht gesittet zu *hust* Jedenfalls hat unser Vermieter nie etwas bemerkt (und wenn doch, hat er nie etwas gesagt).

Daß die Räumlichkeiten sauber bleiben, war trotzdem (oder gerade deshalb?) eigentlich immer mehr oder weniger selbstverständlich. Wir haben hier in $meiner_Stadt immer noch die ordentlichsten Proberäume: es gibt keine Graffiti an den Wänden, das Klo ist immer sauber und man kann in den allgemeinen Räumlichkeiten vom Boden essen (darf man aber nicht).

Es kam bei einem dieser Saufgelage Wochenendtreffen aber so, wie es früher oder später kommen mußte: einem Holländer wurde der Alkohlokonsum zuviel und er war nicht mehr in der Lage, das rettende Klo zu erreichen. Man muß zu seiner Ehrenrettung hinzufügen: er hat es wenigstens versucht. Allerdings war die Grobmotorik bereits so stark eingeschränkt, daß er über seine eigenen Füße fiel. Unmittelbar danach übergab er sich.

Nun, auch in unserem volltrunkenem Zustand war die eben erwähnte Sauberkeit der Räumlichkeiten nicht vergessen – und so fiel der Satz “Put your Broken Spirits away” – was so viel heißen sollte wie “Räum deine erbrochenen Spirituosen weg”.

Ein genialer Übersetzungsfehler… “Broken Spirits” blieb irgendwie in meinem alkoholdurchtränkten Hirnkasten hängen und einen Tag später fand ich in einer Buchhandlung einen Fotoband von Eberhard Grames mit gleichem Titel – daraus wurde dann der “Band”-Name – oder mein “Künstlername” (je nach Sichtweise) ;-)



// Audioeinstellungen

Freitag, August 28th, 2009

Hier stellte ich zwei kostenlose Programme vor, mit denen im nächsten Teil des Workshops aufgenommen werden soll. Zuvor sind aber noch einige Einstellungen nötig.
Dieser Workshop befasst sich mit den Grundlagen, ist also eher für Anfänger gedacht.

Zunächst müssen die Soundeinstellungen des Computers (der wie hier beschrieben aussehen sollte) richtig eingestellt werden. Es ist ganz praktisch, wenn man während der Aufnahme schon das (vorläufige) Ergebnis über Kopfhörer hört. Nichts ist ärgerlicher, als eine gut gesprochene Aufnahme wieder löschen zu müssen, da sie übersteuert oder völlig verrauscht ist.

Hierfür wählen wir über Start, Einstellungen, Systemsteuerungen Sounds und Audiogeräte aus.
Es empfiehlt sich, gleich im ersten Register “Lautstärke” das Häkchen bei “Lautstärkeregelung in der Taskleiste anzeigen” zu setzen.

Unter “Audio” öffnet sich durch einen Klick auf die Schaltfläche “Lautstärke…” der Audiomixer. (Wenn die Lautstärkeregelung in der Taskleiste angezeigt wird, kommt man über Doppelklick auf das Lautsprechersymbol sofort zum Audiomixer).

In der Titelleiste sollte “Summe” oder “Wiedergabe” stehen. Ein Klick auf Optionen, Eigenschaften öffnet dieses Dialogfenster:

audioeinstellungen_optionen

Sowohl unter Aufnahme als auch unter Wiedergabe sollten unten in der Auswahlliste Mikrophon und ggf. Line-In eingeschaltet sein. Nach einem Klick auf OK, sieht der Mixer für die Wiedergabe so aus:

mixereinstellungen_wiedergabe

Summe und Mikrophon müssen eingeschaltet sein (also kein Haken bei “Ton aus”). Über Optionen, Eigenschaften wird jetzt im Feld “Lautstärke regeln für…” Aufnahme ausgewählt (sh. Screenshot “Audioeinstellungen Optionen”).

Für die Aufnahme sehen die Einstellungen so aus:

mixereinstellungen_aufnahme

Die Aufnahmequelle (in unserem Fall das Mikrophon) wird ausgewählt.

Ihr könnt jetzt über Start, Ausführen mit “sndrec32″ den windowsinternen Audiorecorder öffnen. Bei einer Probeaufnahme solltet Ihr Euch jetzt über Kopfhörer hören.



// My life according to Pink Floyd

Mittwoch, August 19th, 2009

Ich finde Stöckchen ja recht doof, aber das hier war einfach zu verlockend (und auch gar nicht so einfach) – dieses hier wird in diesem Blog wohl eine seltene Ausnahme bleiben. Wer mag, darf es mitnehmen…

Using only song names from ONE ARTIST, cleverly answer these questions. Pass it on to some people you like and include me. You can’t use the band I used. Try not to repeat a song title. It’s a lot harder than you think! Repost as “My Life According to (Band Name)”.

Pick an Artist:
Pink Floyd

Are you male or female?
Terminal Frost

Describe yourself:
Wish You Were Here

How do you feel right now?
On the Turning Away

Describe where you currently live:
Ummagumma

If you could go anywhere, where would you go?
Get your filthy Hands off my Desert

Your favorite form of transportation:
Bike

Your best friend is:
One of the Few

You and your friends are:
On The Run

What is the weather like?
Obscured By Clouds

Favorite time of day:
Fat Old Sun

If your life was a TV show, what would it be called?
A Momentary Lapse Of Reason

What is life to you?
Candy and a Currant Bun

Your relationship:
Chapter 24

Your fear:
The Final Cut

What is the best advice you have to give?
Careful with that Axe

Thought for the Day:
Welcome To the Machine

Where you would like to die?
Dramatic Theme

Your soul’s present condition:
The Great Gig in the Sky

Your motto:
A Saucerful Of Secrets

[via]

Pink Floyd sind meine großen, unerreichten Vorbilder und eine der ersten Rock (oder wie auch immer) – Bands, die ich gehört habe. Lange Zeit war (und bin es auch heute noch) ein Anhänger der klassischen Musik.
Ich mag die betörende Gitarre von David Gilmour und bewundere den beißenden – ja schon fast ätzenden – Zynismus in Roger Waters Texten, es ist mir nie gelungen dies zu übertreffen. Die Keyboardläufe von Rick Wright haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt, und Nick Mason am Schlagzeug verblüfft mich immer wieder. Über all dem steht Syd Barrett, ein genialer Songwriter, der viel zu früh in den Wahnsinn abdriftete.

Hier sind einige meiner absoluten Favoriten (alle würde den Rahmen eindeutig sprengen ;-) ):

Hey You (The Wall)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=lRcQZ2tnWeg&hl=de&fs=1&]

Not Now, John (Final Cut)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=CpL6EWpM6oo&hl=de&fs=1&]

High Hopes (The Division Bell)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=cMhkr-cgnHU&hl=de&fs=1&]

On The Run (Dark Side Of The Moon)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=vLQrzPZB58A&hl=de&fs=1&]

Set The Controlls For The Heart Of The Sun:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=v5_0iZQ-TuA&hl=de&fs=1&]

Careful With That Axe, Eugene

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=tMpGdG27K9o&hl=de&fs=1&]

Syd Barret – Golden Hair (The Madcap Laughs)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Vfvh8nn_JkM&hl=de&fs=1&]



// Zwischenmeldung

Samstag, Juli 25th, 2009

Ich lerne gerade mein Grafiktablett zu schätzen: es eignet sich hervorragend um Knackser mithilfe der Pencil – Funktion zu entfernen.



// Musikbearbeitungssoftware

Montag, Juli 13th, 2009

In meinen Statistiken erscheint als Suchbegriff mit schöner Regelmäßigkeit der Bergriff “Musikbearbeitungssoftware” – in allen möglichen Schreibvarianten.

Ich nehme dies mal zum Anlaß, hier einen kurzen Überblick über einige ausgewählte Softwares zu schreiben, die auch bei mir zum Einsatz kamen oder kommen. Zunächst werde ich mich auf kostenlose Software beschränken, bzw. Shareware. Damit ist dieser Artikel wohl am ehesten interessant für Leute, die “mal” etwas aufnehmen wollen – sei es ein Podcast, ein Hörspiel, usw. Zwei kostenlose Musikbearbeitungsprogramme werde ich heute vorstellen:

Klassiker ist natürlich Audacity.
Nach dem kostenlosen Download hat man eine sehr solide Software in den Händen, die (für den Anfang) fast keine Wünsche offenläßt:
An Effekten sind alle dabei, die mittlerweile zum Standard gehören: Hall, Echo, Flanger, Phaser, Wahwah, usw.
Zur Nachbearbeitung stehen Normalisieren, Equalizer, Rauschunterdrückung, Limiter und Compressoren zur Verfügung.
Fade In bzw. Fade Out fehlt auch nicht, obwohl diese Funktion sehr einfach gehalten ist: die Lautstärke wird linear angehoben bzw. abgesenkt. Mir persönlich klingt das immer etwas zu steril, deshalb bevorzuge ich Kurven.

Von solchen Spielereien wie TimeStretch oder Rückwärts abspielen, rede ich mal nicht: diese Funktionen sind recht schlecht, meist enthält das Endergebniss gerade bei größeren Abschnitten und / oder exzessiven Einsatz sehr viele Knackser (derart rechenintensive Operationen kann man aber auch kaum fehlerfrei von kostenloser Musikbearbeituungssoftware erwarten ;-) )
Da dies aber im “Hausgebrauch” selten verwendete Funktionen sind, kann man getrost darüber hinwegsehen.

Technische Daten (Version 1.2.6):

Betriebssystem: fast alle (Windows 98 – Vista, Mac OS X, Linux)
Systemvorraussetzungen: Minimum: 64 MB RAM, Prozessor: 300 MHz
Sonstiges: um MP3s exportieren zu können, muß ggf. der Lame Encoder (lame_enc.dll) zusätzlich heruntergeladen werden.

Ein guter Vertreter aus den Reihen der Shareware ist Goldwave.
Goldwave kommt mit allen gängigen Audiodateien klar, und bietet deutlich mehr Effekte als Audacity – vor allem auch wesentlich individueller einsetzbar und wird daher auch von mir immer wieder gerne verwendet – unter anderem weil die Rauschunterdrückung (Noisegate) sehr gut ist.

Allerdings muß man schon etwas Hintergrundwissen mitbringen. Es ist aber recht leicht, sich einzuarbeiten: einige Effekt-Presets stehen schon “werkseitig” zur Verfügung und laden zum Herumexperimentieren ein; eigene Effekteinstellungen lassen sich abspeichern.

Einziger geringer “Nachteil” an der zeitlich unbefristet nutzbaren Testversion ist die Beschränkung auf 150 Arbeitsschritte. Danach kann man noch alles abspeichern, das Programm schließen und die nächsten 150 Arbeitsschritte durchführen. Bei einem Preis von 45-50 US-$ läßt sich dieser Nachteil aber recht leicht beheben.
Bei meiner etwas älteren Version ist dies ganz witzig gemacht: jeder Arbeitsschritt “kostet” einen Cent, wenn in der Statusleiste 1.50 Dollar erreicht sind, wird man aufgefordert, die Datei abzuspeichern und das Programm zu schließen :-)

Technische Daten: (Version 5.5)

Betriebssystem: Win2000/XP/Vista
Systemvoraussetzungen: Minimum: 256 MB RAM, Prozessor: 700 MHz, DirectX 8.1

Diese zwei Softwares sollen für den Anfang reichen, ich werde das im Laufe der Zeit noch erweiteren. Sofern Interesse besteht, gehe ich auch gerne in die Tiefe (Arbeiten mit Effekten, den korrekten Aufnahmeeinstellungen, Hardware usw.) in Form eines kleinen, mehrteiligen Workshops.

Eine Erfahrung noch, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe: es ist völliger Blödsinn, immer die neueste Version zu installieren. Oft genug geht bei der Installation etwas an den Soundeinstellungen schief und die Zeit, die man mit der Rekonfiguartion braucht, steht (meist) in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, den die Neuerungen bringen. Ich habe mir hier einen identischen Compputer aufgebaut, auf dem ich Updates testen kann. So komme ich recht schnell etwaigen Problemen auf die Spur.

Falls jetzt jemand ausprobieren möchte und die Audioeinstellungen funktionieren nicht so, wie sie sollen, noch ein kleiner Tip, der mir bis win2000 oft geholfen hat: einfach den Windowsinternen Audiorecorder starten (lacht nicht!) – wenn an den Einstellungen etwas verpfuscht ist, meckert der. Ein Klick auf “OK” behebt oft (leider nicht immer) das Problem. Schaden tut es nix, wenn man Glück hat, geht es, andernfalls darf man sowieso suchen… :-(
Sollten noch Fragen sein, nutzt gerne die Kommentarfunktion oder mailt mich an.

Über den zweithäufigsten Suchbegriff (“Selbstbefriedigung” bzw. “Selbstbefriedigung wie geht das”) werde ich mich hier nicht auslassen. Bei diesen Fragen hilft dem Verzweifelten bestimmt Dr. Sommer….



// Welche Instrumente spielst du?

Montag, Mai 18th, 2009

Dies ist auch so eine Frage, die mit schöner Regelmäßigkeit wiederkehrt.

Hierzu müßte man aber erstmal “spielen” definieren: Töne auf einem beliebigen Instrument zu erzeugen ist nämlich nicht schwer ;-)

So sieht es denn auch mit meinen Spielkünsten aus:

die Gitarre ist das Hauptinstrument, das klappt meistens auch ganz gut. Mein absolutes Lieblingsbrett ist eine Vigier “Excalibur” und wird somit auch am häufigsten eingesetzt.
Oft experimentiere ich mit verschiedenen Stimmungen: am interessantesten finde ich das “Saw Mill Variation G-Tuning”: D-G-D-G-Bb-D
Hört sich zugegebenermaßen “billig” an, aber diese Stimmung hat es in sich!

Den Bass behandle ich etwas stiefmütterlich, obwohl dies ein interessantes Instrument ist (trotzdem irgendiwe nur eine 4/6-Gitarre ;-) )

In fast jedem Song haue ich in die Tasten, allerdings komme ich selten über das Erzeugen von Flächen hinaus – das ist in den meisten Fällen auch ausreichend. Mittlerweile gelingen mir an guten Tagen aber auch etwas anspruchsvollere Linien.

Und wenn wir schon beim “Hauen” sind: da gibt es noch eine Ansammlung von Blechbüchsen, Kanistern, Metallrohren, Stoßdämpfern und vielem mehr, die ich der Einfachheit halber als “Schlagzeug” bezeichne ;-)
Spieltechnisch ist dies aber ein ganz anderes “Feeling”, da der Rebound bei den Metalldosen schlicht und ergreifend nicht vorhanden ist. Eine Session an dieser Schießbude wird dann oft eine schweißtreibende Angelegenheit und ist auf ein normales Schlagzeug nicht übertragbar: die Felle würden sowas keine 20 Sekunden aushalten…
Entsprechend hoch ist auch der Verschleiß, da sich die Dosen mit der Zeit plastisch verformen und sich somit auch der Klang ändert.

Als besonders klangvoll haben sich übrigens Magnesiumsulfatfässer der Firma SDS aus Peypin in Frankreich erwiesen.

Mein Sorgenkind ist derzeit mein Tenorsaxophon, ein wunderschönes Instrument, welches aber viel zu selten zum Einsatz kommt, da die Erneuerung der Klappen mein Budget sprengt: 300- 500 € sind durchaus realistisch.
Wahrscheinlich würde ich heute nicht mal mehr einen einzigen sauberen Ton herausbringen.

Die Klappen in Eigenregie zu erneuern traue ich mir nicht zu, nachdem ein befreundeter Saxophonist mir von seinem (ersten und letztem) Versuch berichtete: dieser endete damit, daß er mit dem “nackigen” Saxophon und einer Plastiktüte voller Einzelteile zu einem Saxophondealer seines Vertrauens ging und diesen bat, das Teil wieder zusammenzusetzen.
Da sämtliche Schrauben, Klappen und was-weiß-ich-alles unsortiert in der Tüte lagen, wurde dies zu einer geringfügig teureren Angelegenheit… :-P

Als nächstes steht auf der Wunschliste noch eine E-Geige….