… ist die häufigste Frage, weshalb sie hier auch zuerst beantwortet werden soll.
Im Laufe der Zeit haben sich bei mir enige Instrumente angesammelt, so daß ich relativ viele Sachen live einspielen kann.
Natürlich beherrsche ich nicht alle Instrumenten gleichermaßen gut (um die Wahrheit zu sagen, manche Instrumente beherrschen eher mich).
Deshalb habe ich einen recht hohen Verschleiß an Gastmusikern, die mir immer wieder mal aushelfen, wenn ich nicht weiterkomme.
Dies kann auf zweierlei Wegen ablaufen: entweder schreibe ich die entsprechende Line am Keyboard und gebe diese dem jeweiligen gastmusiker oder ich lasse freie Hand, wobei ich in diesem Fall oft mehr oder weniger klare Vorstellungen, wie das am Ende klingen soll.
Das Schlagzeug habe ich seinerzeit aufgrund chronischen Geldmangels aus allen möglichen Schrott-Teilen selber zusammengebaut. Fotos gibt es hier.
Inzwischen sieht diese Schießbude anders aus, hat mittlerweile eine Doppelfußmaschine und ist auch etwas ergonomischer aufgebaut. Das Grundkonzept blieb aber über die Jahre erhalten.
Die anderen Instrumente sind ganz normal von der Stange, wobei ich aber gerade in der Gitarrenecke öfters mal rumexperimentiere. Eine billige Bastelgitarre gehört mittlerweile zum Standardprogramm..
Aufgenommen wird über Minidisc, diese Aufnahme wird dann auf den Computer überspielt. Dieses Verfahren hat sich bewährt, da meine alten Gurken doch ab und an etwas zickig sind, bzw. meine Einstellungen an Soundkarte usw. recht fehleranfällig sind. Es kam oft vor, daß eine eigentlich gute Aufnahme verzerrt oder verrauscht auf festplatte ankam. Durch die Minidisc habe ich eine Sicherheitskopie.
Seit einigen Wochen habe ich auch die Möglichkeit, analog über eine alte Bandmaschine aufzunehmen. Hier sind aber noch einige technische Probleme zu lösen, ich habe mir irgendwie eine Brummschleife eingefangen.
An Software verwende ich ein Uralt-Programm (“Digital Orchestrator Pro” kurz DOP), das noch aus win 3.1 Zeiten stammt.
Logic oder Cubase sind mir ehrlich gesagt zu kompliziert, ich hatte da einige Gehversuche mit gestartet, aber bald festgestellt, daß diese Software für meine Zwecke viel zu umfangreich ist. Ich will in erster Linie Musik machen und keine Programmierorgien veranstalten.
DOP bietet eigentlich alle Funktionen die ich brauche (einzelne Spuren im im Stereobild verteilen, Lautstärke der einzelnen Spuren, MIDI, Timingfehler lassen sich ausbessern usw.), und kommt damit mit allen unnötigen Firlefanz aus.
Mein Hauptrechner braucht demnach auch nicht besonders viel Leistung: ein einfacher alter PentiumI mit 200 Mhz und 64 MB Arbeitsspeicher.
Dies könnte zwar etwas schneller sein, gerade der Mixdown von längeren Stücken gestaltet sich extrem zeitaufwendig.
Leider ist das für dies Software auch schon das höchste der Gefühle, auf schnelleren Computern (DOP läßt sich sogar auf XP-Rechnern problemlos installieren), gibt es dann beim Mixdown massive Timingprobleme. Abspielen und Aufnehmen geht aber problemlos…
Die verwendete Soundkarte ist eine alte Soundblaster AWE32. Damals war die richtig teuer (ca. 1500,-DM), heute gibt es diese bei ebay für einen Euro.
Ich finde, sie hat recht gute GM-Sounds, die eine brauchbare Grundlage für die Effektbearbeitung liefern. Fast alles wird dann nochmal durch ein Gitarreneffektgerät gejagt.
Im übrigen experimetiere ich hier viel rum, viele Sounds, die in meine Sachen vorkommen, begannen mit der Aufnahme eines alten Bleches, das dann durch diverse Effekte entsprechend verändert wurde.
So, das sollte diese Frage ausreichend beantworten