Heute war mein erster (inoffizieller) Arbeitstag. Nach vier Wochen Proberaum war der richtig hart.
Die Hausordnung des Proberaumes verbietet es mir ja, vor 18 Uhr Musik zu machen. Wegen der arbeitenden Bevölkerung in den Büros über bzw. neben mir.
Was macht nun also der schlaue Musiker? Richtig: tagsüber schlafen und nachts wird Musik gemacht. Kein Wunder, daß mein Biorhythmus so richtig gründlich entgleist ist. Die Folge: meine Gesichtszüge heute morgen waren auch reichlich zerknittert und in edlen Grautönen, die die Ringe unter den Augen richtig schön zur geltung brachten. Natürlich konnte ich letzte Nacht nicht gleich schlafen. Nicht mal zwei Stunden bevor der Wecker klingelte, bin ich eingeschlafen. Für einen Kaffee heute morgen hatte ich auch keine Zeit. Dafür habe ich den Weg vom Bett zum Arbeitsplatz mal wieder in Rekordzeit geschafft.
Erschwerend kam noch dazu, daß ich heute den ganzen Tag eine Schulung hatte und der Dozent sehr langatmig seine Ausführungen unter das immer müder werdende Volk brachte.
Ich war zwar der erste, der wegen Schnarchen ausgelacht wurde, aber zum Glück nicht der letzte. Am Nachmittag nach einem deftigen Essen schnarchte es im 45 Minuten Takt von irgendwoher gefolgt von einem unterdrückten Gekicher aller halbwegs wachen Anwesenden….
Morgen an meinem ersten offiziellen Arbeitstag geht das grad nochmal so weiter. Zum Glück kennen mich meine Arbeitskollegen ja schon ein paar Monate, andernfalls hätte ich heute wohl einen richtig schlechten ersten Eindruck hinterlassen.
Kategorie ‘Griff ins Klo’
Auch im Proberaum geht einmal etwas schief oder läuft nichts so, wie es ursprünglich geplant war.
// Jetlag
Dienstag, Januar 31st, 2012// Ups, wie peinlich…
Mittwoch, Januar 25th, 2012Sowas dürfte in einem ordentlichen Proberaum nun eigentlich nicht passieren:

Zu meiner Ehrenrettung muß ich aber hinzufügen. daß….
// Der letzte Satz
Mittwoch, Januar 18th, 2012Sowas stellt man natürlich – wie sollte es anders sein – erst dann fest, wenn es a) zu spät ist, da die Gitarre plötzlich und unerwartet einen kleinen unbedeutenden Defekt aufweist und b) der Musikladen meines Vertrauens schon seit über sechs Stunden geschlossen ist.

Und ebenfalls absolut zwingend notwendig ist es, daß mir ausgerechnet die 26er-Saite gerissen ist. Alle anderen hätte ich noch einzeln irgendwo rumfliegen gehabt. Murphy mal wieder, diese blöde Wutz!
Morgen heißt es also früh aufstehen, da der Musikladen bereits zu einer völlig musikerunfreundlichen Zeit schließt. Kann mich bitte jemand spätestens um 16:00 Uhr wecken? Danke.
// Auf Nimmerwiedersehen 2011
Samstag, Dezember 31st, 2011Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, fallen mir nur wenige erfreuliche Dinge ein. Eigentlich lassen diese sich an den Fingern von Mickey Maus abzählen.
Nun ist es glücklicherweise fast rum dieses blöde 2011 – und 2012 kann nur besser werden. Vielleicht habe ich ja nächstes Jahr wieder mehr Zeit und Energie für die Musik.
In diesem Sinne: macht Euch gut rüber ins neue Jahr und haut rein
… und ich geb mir jetzt die Kante und versuche den Scheiß der letzten 365 Tage zu vergessen.
// Zweckentfremdung ist auch eine Kunst
Mittwoch, November 16th, 2011Ein kreativer Geist findet auch für Alltagsgegenstände ganz neue Anwendungen: eine Tastatur als Plektrumhalter. Warum bin ich nicht schon früher auf diese einfache aber geniale Idee gekommen?
Der Wechsel zwischen Fingerpicking und Plektrumspielen läuft einiges reibungsloser als zuvor.
Weniger genial war aber die Idee, einen Bierkrug als Blumenvase zu verwenden. Ich alter Chaot werde ja nicht nur älter sondern besser. So habe ich es immerhin geschafft, die verwelkten Blumen aus der Vase rauszutun- das war bereits vor einigen Tagen (sic!!).
Trotzdem habe ich ein kleines Detail vergessen: den Rest Blumenwasser. Und nein: abgestandenes Wasser in einer Blumenvase einem Bierkrug eignet sich definitiv nicht zur Geschmacksaufwertung von Bier.
// Und wieder eine Musikerin dahingerafft
Samstag, Juli 23rd, 2011
Auch wenn es sich hart anhört: “Selber schuld” kann ich da nur zum Tod von Amy Winehouse sagen.
Leider passiert das noch viel öfter im Kleinen und von der Öffentlichkeit vollkommen unbemerkt.
Ich weiß nicht, wie viele Kollegen, die allesamt begnadete Musiker waren, ich schon abstürzen sah. Immer waren Drogen im Spiel. Ich habe keine Ahnung, wie die Jungs und Mädels darauf gekommen sind, daß man unter Drogeneinfluß besser Musik machen kann, als ohne das Zeugs.
Ich hatte das einmal im Selbstversuch ausprobiert und ich habe nie einen größeren Scheißdreck zusammengespielt als unter Drogeneinfluß. Für dieses Experiment braucht man nicht einmal hochwertiges Equipment.
Tatsache ist jedoch, daß von den ganzen Drogisten heute keiner mehr Musik macht. Die Clique, in der ich mich bevorzugt aufgehalten habe, wurde zwar von denen immer belächelt, aber diese Witze wurden nur einige wenige Jahre gerissen.
Die Zeit war unbarmherzig auf unserer Seite. Den körperlichen und seelischen Verfall konnte ich in zu vielen Fällen beobachten. Im Endstadium gipfelte das in der totalen Unfähigkeit dieser ehemals begnadeten Musiker, das jeweilige Instrument auch nur ansatzweise zu beherrschen oder den Text und/oder den jeweiligen Instrumentalpart zu behalten, geschweige denn einen vernünftigen Auftritt hinzubekommen.
Danach wurde es still um die Kollegen…
// Magische Anziehungskraft
Freitag, Juli 15th, 2011
Für manche Probleme besitze ich offenbar eine magische Anziehungskraft, und einer dieser Problemfälle fällt ganz eindeutig in die Kategorie “Rolltor”.
Ich möchte nicht wissen, wie oft ich im alten Proberaum auf dem Parkplatz stand und das Gelände nicht verlassen konnte, weil bei dem elektrischen Rolltor wieder einmal die Sicherung rausgeflogen ist.
Allerdings konnte ich mit der Situation damals relativ entspannt umgehen, denn es ging ja nur darum, das Gelände zu verlassen. Mit einer Kletteraktion war das Problem meist erledigt.
Anders ist das aber im neuen Proberaum. Hier gibt es kein elektrisches Rolltor an der Hofeinfahrt, bei dem die Sicherung rausfliegen könnte. Dafür gibt es aber an anderer strategisch wichtiger Stelle ein Rolltor mit einem Vorhängeschloß. Und das klemmt.
Und warum ist das jetzt unentspannter als im alten Proberaum?
Nun, hinter diesem Rolltor befindet sich die Toilette….
Ich kaufe mir jetzt für den Notfall einen Gülle-Eimer *narf*

