Kategorie ‘Griff ins Klo’
Auch im Proberaum geht einmal etwas schief oder läuft nichts so, wie es ursprünglich geplant war.
Auch im Proberaum geht einmal etwas schief oder läuft nichts so, wie es ursprünglich geplant war.
Auch wenn es sich hart anhört: “Selber schuld” kann ich da nur zum Tod von Amy Winehouse sagen.
Leider passiert das noch viel öfter im Kleinen und von der Öffentlichkeit vollkommen unbemerkt.
Ich weiß nicht, wie viele Kollegen, die allesamt begnadete Musiker waren, ich schon abstürzen sah. Immer waren Drogen im Spiel. Ich habe keine Ahnung, wie die Jungs und Mädels darauf gekommen sind, daß man unter Drogeneinfluß besser Musik machen kann, als ohne das Zeugs.
Ich hatte das einmal im Selbstversuch ausprobiert und ich habe nie einen größeren Scheißdreck zusammengespielt als unter Drogeneinfluß. Für dieses Experiment braucht man nicht einmal hochwertiges Equipment.
Tatsache ist jedoch, daß von den ganzen Drogisten heute keiner mehr Musik macht. Die Clique, in der ich mich bevorzugt aufgehalten habe, wurde zwar von denen immer belächelt, aber diese Witze wurden nur einige wenige Jahre gerissen.
Die Zeit war unbarmherzig auf unserer Seite. Den körperlichen und seelischen Verfall konnte ich in zu vielen Fällen beobachten. Im Endstadium gipfelte das in der totalen Unfähigkeit dieser ehemals begnadeten Musiker, das jeweilige Instrument auch nur ansatzweise zu beherrschen oder den Text und/oder den jeweiligen Instrumentalpart zu behalten, geschweige denn einen vernünftigen Auftritt hinzubekommen.
Danach wurde es still um die Kollegen…
Für manche Probleme besitze ich offenbar eine magische Anziehungskraft, und einer dieser Problemfälle fällt ganz eindeutig in die Kategorie “Rolltor”.
Ich möchte nicht wissen, wie oft ich im alten Proberaum auf dem Parkplatz stand und das Gelände nicht verlassen konnte, weil bei dem elektrischen Rolltor wieder einmal die Sicherung rausgeflogen ist.
Allerdings konnte ich mit der Situation damals relativ entspannt umgehen, denn es ging ja nur darum, das Gelände zu verlassen. Mit einer Kletteraktion war das Problem meist erledigt.
Anders ist das aber im neuen Proberaum. Hier gibt es kein elektrisches Rolltor an der Hofeinfahrt, bei dem die Sicherung rausfliegen könnte. Dafür gibt es aber an anderer strategisch wichtiger Stelle ein Rolltor mit einem Vorhängeschloß. Und das klemmt.
Und warum ist das jetzt unentspannter als im alten Proberaum?
Nun, hinter diesem Rolltor befindet sich die Toilette….
Ich kaufe mir jetzt für den Notfall einen Gülle-Eimer *narf*
Suchbegriffe, die hier auf das Blog führen. Manchmal zurecht aber viel öfter doch knapp vorbei ![]()
So ein Schild habe ich – nutzt aber nur bedingt etwas. Ein Fenster sollte trotz dieses Verbotsschildes vorhanden sein.
Da bist Du bei mir richtig – hier gibt es immer was zu tun. Im Proberaum könnte langsam mal wirklich wieder staubgesaugt werden. Diesen Anfall von Arbeitswut könnte man hier also durchaus sinnvoll einsetzen.
Ganz einfach: üblicherweise bewegt man sich beim Gitarrespielen. Wenn das anders wäre, ist man Bassist. Sieht zwar so ähnlich aus – trotzdem hat das eine mit dem anderen nix zu tun ![]()
Sicher eine sehr praktische Sache. Auch für uns Musiker. Weniger wegen aufgebrachter Fans sondern vielmehr deshalb, weil sich Proberäume meistens in Gegenden befinden, in der die Polizei sowieso jeden für verdächtig hält. Vor allem Nachts. Trotzdem ist sowas eher bei James Bond zu finden, oder?
Ich auch. Und die ganzen Gesundheitsapostel haben eh alle einen Knall.
Wird sehr oft gesucht. Ich habe mir allerdings deren AGB durchgelesen und mich daraufhin gar nicht erst dort angemeldet.
Solche Fragen werden ja eigentlich erst gestellt, wenn man als Musiker einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Habe ich da was verpasst? ![]()
Die Frage ist schnell beantwortet: ich bevorzuge es, mit den Fingern zu spielen und wenn es mal gar nicht ohne Plektrum geht, verwende ich ein Metallplektrum, daß ich mir selber aus einer britischen 10-Pence-Münze zurechtgefeilt habe.
Bist wohl Esoteriker, wa? ![]()
Wird auch sehr oft gesucht. Ja, habe ich. Ich würde da ja gerne mal die Geschichten hinter hören, wann das Ding eingesetzt werden sollte.
Das klingt alles sehr nach AC/DC. Diesbezügliche Fragen beantwortet sicher gerne Herr Banane. Als Gitarrero weiß er auch, wie man mit überdimensionaler Lautstärke musiziert und ist somit ein Fachmann! ![]()
Ein feuchter Traum für unsere Volkszertreter.
Einer Anekdote zufolge soll er diese Frage einmal mit “lange glänzende” beantwortet haben. Ich verwende die übrigens auch. ![]()
Wird ebenfalls recht häufig gesucht. Wahrscheinlich ist damit der Einschaltknopf gemeint, der hin und wieder ein paar Schaltkreise durcheinanderbringt. Dieses Keyboard über eine Steckdosenleiste einschalten, löst dieses Problem (die einfache Variante). Alternativ kann man auch noch auf dem Mainboard herumlöten. Habe ich aber letztenendes doch nicht ausprobiert.
Wer immer das ist: er düfte bei seinem Mitmenschen sehr beliebt sein. Da geht man doch gerne nach solchen Leuten aufs Klo ![]()
Dies war die erste Frage, die mir mein Vermieter stellte, als er mich anrief.
Sündenregister abgeklappert, und das war nach eigenem Empfinden leer. Reine Weste sozusagen.
Dementsprechend war meine wahrheitsgemäße Antwort auch ein klares und eindeutiges “Nein”.
Leider hat das nicht gestimmt.
Stein des Anstoßes war die Monatsmiete. Die ging nämlich warum auch immer nicht ein.
Warum dies der Fall ist, verstehe ich gerade nicht (mein Konto war gedeckt). Warum ich keine Benachrichtung der Bank bekommen habe (das ist bisher so üblich gewesen), weiß ich ebenfalls nicht. Fakt ist jedoch, daß mein Vermieter recht hat. Davon konnte ich mich mit einem Blick auf meinen extra für diesen Anlaß organisierten Kontoauszug überzeugen.
Unabhängig von dieser Vorgeschichte (aber auch gerade deswegen) ist das jedoch das allerletzte, was hätte passieren dürfen.
Fuck….
Nichts Böses ahnend betrat ich heute morgen den Proberaum. Auf der Klampfe rumklampfen und dabei eine Tasse extrastarken Kaffee mit Kakao-Zusatz trinken – so muß der letzte Tag der Woche eingeläutet werden.
Doch kaum betrat ich den Proberaum, prallte ich erstmal erschrocken zurück. Da drin riecht was. Und zwar übelst. Irgendso eine Mischung aus billigem Parfüm und billigem Raumspray.
Das geht natürlich überhaupt nicht und so machte ich mich gleich auf die Suche nach der Ursache dieses penetranten Gestankes.
Auf allen Vieren kroch ich durch den Proberaum in der Hoffnung, die Wurzel beim Übel zu packen.
Ich wurde auch bald fündig: der Mülleimer.
????
Kein Zweifel: der Mülleimer. Mein naturwissenschaftliches Interesse war erwacht.
Meine Eltern prophezeiten mir schon während meiner Schulzeit, daß ich irgendwann im Mülleimer wühlen werde. Ich bin nämlich faul. Das war ich schon immer; mit steigender Lebenserfahrung kann ich das nur besser verheimlichen (heutzutage ist Faulheit übrigens gleichbedeutend mit “Effizienz” – das ist ein sehr schönes Wort, das nur für mich erfunden wurde).
Und nun tat ich also genau das, was meine Eltern schon immer geahnt hatten: ich wühlte im Mülleimer. Ein blödes Gefühl. Es ist schon ganz schön doof, wenn die Eltern irgendwann allem Neusprech zum Trotz doch Recht behalten. Das kann man nur sehr schwer wegstecken.
Aber immerhin wurde ich fündig:

Wer bitteschön erfindet denn so einen Scheißdreck?! Und in welchem Zustand der geistigen Umnachtung befand ich mich, als ich diesen Schrott kaufte?
Interessant fand ich dann auch folgenden Warnhinweis auf der Verpackung:

Ich kann mir trotz aller Phantasie nicht vorstellen, daß es Leute gibt, die diesen Geruch so toll finden, daß sie gleich den Müllbeutel über ihre Matschbirne stülpen. Obwohl: man hört ja als von irgendwelchen dubiosen Sexpraktiken. Und wenn ich mich unter Menschen begebe, frage ich mich manchmal schon, was manche Leute wohl geraucht haben mögen. Es ist also trotz aller Vorbehalte gut möglich, daß es Leute gibt, die sich an diesem Aroma beömmeln können.
Meine Katzen würden jedenfalls ziemlich angewidert diese Müllbeutelrolle anfauchen, wenn sie daran schnuppern müßten. Und das will was heißen – schließlich lecken die sich nach dem Kacken selber am Arsch.
Wie dem auch sei: ich trete jetzt erstmal knapp 50 Meter Müllbeutel in die Tonne, lüfte den Proberaum durch und trinke meinen Kaffee draußen.
Autsch! Schön, wenn der Schmerz nachlässt.
Auf’ s Klo zu gehen ist hier recht abenteuerlich: Es gibt nämlich auf dem Weg zum stillen Örtchen kein Licht. Ich darf also über den Hof laufen, ein schweres Rolltor händig beiseite schieben und anschließend ein paar Meter durch eine stockdunkle Halle tappen und den Schlüssel im Dunkeln in das Schlüsselloch reinfummeln, bis ich mich endlich erleichtern kann. Eine Taschenlampe ist ohne Zweifel von Vorteil.
Blöd, wenn diese gerade kaputt ist.
Blöd ist es auch, wenn auf dem Weg zum Klo eine Europalette mit Gerümpel darauf rumsteht.
Noch blöder ist es, wenn diese Palette genau im Weg steht.
Richtig blöd ist es, wenn man barfuß unterwegs ist.
Ist hier unter der werten Leserschaft eine Fußfetischistin, die mir den schmerzenden großen Zeh gesundmassiert?
Und die Frage, die mich gerade am meisten beschäftigt: hat jemand mitgezählt, wie oft ich derartige Unfälle auf dem Weg zum Klo schon hatte? Ich erinnere mich an ähnliche Situationen im alten Proberaum.
Manche Dinge ändern sich eben nie.