Ein kleines Problem im Proberaum ist die Müllentsorgung. Es ist jetzt nichts schwerwiegendes und nichts, was sich nicht leicht beheben lässt: Hier gibt es für mich keinen Restmülleimer.
Ich könnte mir so ein Ding von der städtischen Müllabfuhr natürlich auf das Gelände stellen lassen, aber 1) ist es zu meiner Wohnung nicht allzu weit, so daß ich den Müllsack zu Hause entsorgen kann und 2) fällt hier sowieso nicht viel Müll an. Die Beschäftigung der Müllabfuhr lohnt sich wegen ein paar Kronkorken, alten Gitarrensaiten und manchmal einer Brötchentüte nicht. Kuchen wird sowieso lange im Kühlschrank liegengelassen.
Heute war der Müllsack (nein, nicht die hier) also wieder einmal halbvoll und ich lief mit dem Müllsack nach Hause.
Unterwegs überholte mich eine Polizeistreife, bremste ab und – wie sollte es anders sein – verwickelte mich in ein eher unangenehmes Gespräch. Ich solle doch mal bitte erklären, was ich mit dem Müllsack vorhabe?
Nun, das war schnell erklärt und eigentlich dachte ich, daß das auch einigermaßen plausibel klingt. So ein Proberaum ohne Müllentsorgungsmöglichkeit scheint aber nicht in das Weltbild eines durchschnittlichen Polizeibeamten zu passen.
Mir wurde jedenfalls im gewohnt unfreundlichen Tonfall klar gemacht, daß man mir kein Wort glaube und illegale Müllentsorgung in der Stadt sei kein Kavaliersdelikt. Ich solle besser gleich gestehen und den Müll dahinbringen, wo ich ihn herhabe – letzteres kam natürlich überhaupt nicht in Frage und zu gestehen gab es auch nichts.
Fieberhaft suchte ich nach einer Erklärung, die zwar nicht den Tatsachen entspricht, aber dafür vielleicht besser in das Weltbild eines durchschnittlichen Polizeibeamten passt. Mir fiel auch sofort etwas ein:
“Ich gehe mit meinen Müllbeuteln vor der Entsorgung immer erstmal spazieren, damit die auch mal an die frische Luft kommen.”
Das… äh… war die falsche Antwort. Bei der Müllentsorgung verstehen manche Leute eben keinen Spaß. Absolut überhaupt keinen ![]()
Kategorie ‘In eigener Sache’
Bloginterna.
In dieser Kategorie geht es nicht um Musik.
// Manche Leute verstehen keinen Spaß
Samstag, September 24th, 2011// Man kanns ja mal versuchen….
Freitag, September 9th, 2011Der Schock saß heute morgen tief, als ich in den Briefkasten schaute: ein Brief der Bundesfinanzverwaltung. Von dem Verein hatte ich noch nie gehört, aber die Angestellten dort glaubten einen Grund zu haben, mit mir Übles anstellen zu können. Mir ist der erste Vollstreckungsbescheid meines Lebens ins Haus geflattert. Sowas ist ja immer gut für die Memoiren
Weniger schön war der Satzteil “(…) verbundene Vollstreckung (z.B. bewegliche Sachen, Arbeitseinkommen, Bankguthaben) (…)”
Bei einem armen Musiker fällt das Bankguthaben schon mal aus (da nicht vorhanden), und als Zeitarbeiter ist auch das Arbeitseinkommen nur centweise pfändbar (Muahaha – daran hat die ArbeiterVerräterpartei nicht gedacht, wa?!). Bleiben also nur die beweglichen Sachen, sprich mein Proberaum.

Wer mir meine Gitarre klauen will, stirbt. Das ist meine ganz persönliche Basta-Politik.
Derartig drastische Maßnahmen waren aber nicht nötig. Die ausführenden Organe unserer Volkszertreter haben mal wieder Inkompetenz bewiesen oder schlampig gearbeitet oder waren mit der Gesetzgebung überfordert (oder alles drei zusammen). Ein Telefonat später war das Problem aus der Welt geschafft. (Schade eigentlich… etwas Frustabbau hätte mir auch mal ganz gut getan
)
Kleine Bemerkung am Rande: Ist Euch eigentlich mal aufgefallen, wie potthässlich der Bundesaaspleitegeier stilisiert wurde? So einen geifernden Vogel habe ich selten gesehen.
Man sagt ja, daß sich Haustiere und Halter mit der Zeit immer ähnlicher sehen. Das gilt in der Tat auch (aber nicht nur) für unsere Quotenfrauen wie die Lügenuschi, Schwesterwelle, die Familienministerin, die kurz nach Amtsantritt kalbt, um zu lernen, wie man Windeln wechselt einem potentiellen (?) Ein-Euro-Jobber die Chance zu geben, das Windelnwechseln zu erlernen und nicht zuletzt unserem sprechenden Hosenanzug.
Mal ehrlich: Der Rabenvater Staat zeigt doch mit diesem Wappentier seine wahre Gift und Galle kotzende Fratze, oder?
// Der Ruhm kommt erst nach dem Tod
Mittwoch, August 17th, 2011Mehrere Kollegen stellten heute unabhängig von einander fest, daß ich das nächste halbe Jahr nicht überleben werde, wenn ich so weitermache, wie im letzten halben Jahr.
Blöderweise bleibt mir nach der Hiobsbotschaft heute gerade nix anderes übrig. Ein Proberaum und Zeitabeit verträgt sich nicht. Ich verdiene sogar als Aushilfe im Blumenladen zwei Euro mehr in der Stunde, als in meinem erlernten Beruf – der eindeutig zu den besser bezahlten Berufen gehört. Es könnte also gut sein, daß meine Kollegen recht behalten.
Für Autogrammwünsche ist der richtige Zeitpunkt also genau jetzt. In einem halben Jahr sind die Autogrammkarten vielleicht wertvoll, da unter Sammlern begehrt
// Stuhlgang
Montag, August 15th, 2011Regelmäßiger Stuhlgang ist manchmal notwendig: Bei dem Wasserrohrbruch hat damals auch meine Sängerinnenbewerbungscouch das Zeitliche gesegnet und seitdem sah es im neuen Proberaum mit den Sitzgelegenheiten eher etwas besch…eiden aus.
Ich hatte zwar einen uralten Reserve-Schlagzeughocker, der aufgrund des Alters mittlerweile über die Wupper gesprungen ist. Und einen unbequemen Klappstuhl.
So richtig bequem war das also nie, um damit längere Zeit am Computer zu arbeiten. Gerade die Bequemlichkeit ist aber beim Abmischen wichtig. Jedenfalls ab einem gewissen Alter. Nicht selten habe ich am Morgen nach einem Abmischmarathon die Rückenschmerzen vor den alkoholbedingten Kopfschmerzen gespürt.
Damit ist es jetzt vorbei: um die Ecke war Sperrmüll und somit klassischer Proberaum-Einrichtungstag. Ein Proberaum, dessen Möbel nicht vom Sperrmüll kommen, hat die Bezeichnung “Proberaum” schließlich nicht verdient.
Dreimal mußte ich laufen, um die Stühle in den Proberaum zu tragen. Ein paar Updates aus dem alten Proberaum bekam ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls: ein paar ehemalige Nachbarn brauchten einem neuen Tisch.
So ein Stuhlgang kann eben manchmal auch eine gesellige Angelegenheit sein
// AdWords – Konto: Anzeige abgelehnt
Samstag, August 13th, 2011Manchmal glaube ich wirklich, mich knutscht en Elch.
Ganz in meiner Anfangszeit als Blogger (das war noch zu wordpress.com-Zeiten) kam ich irgendwie an ein kostenloses Startguthaben für AdWords.
In meinen Augen sprach nichts dagegen, dieses Startguthaben einfach mal zu verbraten. Werbung ist immer gut und so. Heute – nach weit über einem Jahr – kam von Google der Bescheid, daß diese Anzeigenkampagne abgelehnt wurde.
Zitat: “(…) Unsere AdWords-Spezialisten haben Ihre Anzeige überprüft. Es stellte sich heraus, dass Ihre Anzeige Nutzer auf eine Website weiterleitet, die urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Fernsehsendungen, Filme oder Musik enthält. (…)
Anzeigenstatus: Abgelehnt
Probleme mit der Anzeige: Copyright”
Diese sogenannten AdWords-Spezialisten haben offenbar nicht gemerkt, daß ich der Urheber der Musik, Fotos und einem Musikvideo hier bin?
Irgendwie erinnern mich diese AdWords-Spezialisten an die Anwälte der GEMA, die auch immer wieder mal versuchen, bei mir Geld einzutreiben, weil ich auf meinem Blog meine eigenen MP3′s veröffentliche. Bevor jemand fragt: nein, ich bin kein GEMA-Mitglied. Wenn es anders wäre, müßte ich tatsächlich GEMA-Gebühren abführen der GEMA Geld “leihen”.
Wenigstens habe ich diesen AdWord-Kram nicht ernsthaft verfolgt: für mich wäre das nur ein nettes Gimmick gewesen und hätte wahrscheinlich für dieses Blog auch nicht viel gebracht
// Ich bin ein Unikat
Montag, August 8th, 2011Bei Sascha gelesen, daß man ähnliche Blogs auf seiner
Fratzenbuch-Fanpage entdecken kann.
Da war ich natürlich neugierig und habe gleich im ausgeloggten Zustand meine Fanpage angeschaut. Und wie bei einer älteren Blogparade von Sascha stelle ich wieder fest, daß ich ein Unikat bin: es gibt keine ähnlichen Blogs wie das hier. Ob das nun gut ist oder schlecht, weiß ich auch nicht…
Aber immerhin kann ich hier mal mangels Verlinkungsmöglichkeiten auf ähnliche Blogs ganz ungeniert für meine Fratzenbuch-Fanpage und meinen Google-Plus-Dingens werben.
Wer für Google+ noch eine Einladung braucht: ich habe noch ein paar übrig.
Und jetzt trinke ich erstmal ein “ich-bin-in-der-Blog-o-sphäre-so-einsam-Bier”
// Closed
Freitag, Juli 22nd, 2011

Hinter dieser verschlossenen Türe befindet sich eine schöne Proberaumerweiterung. Derzeit ist mir dieser Traum allerdings verwehrt – trotzdem ist das eine schöne Selbstmotivation. Die Aussichten sind derzeit nämlich – egal, wie ich es drehe und wende – extremst düster…