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// Kreative sind die Melkkuh der Nation

[Artikel gelöscht nach nochmaligen Durchlesen und vor Veröffentlichung]
 
Hier hätte ein seitenlanger, handfester Rant anläßlich der neuen Google-Bildersuche stehen sollen. Ich hätte mich hier auch zu gerne über die Kostenlosmentalität im Internet ausgelassen.
 
Ich finde aber, ein gepflegtes Understatement geziemt sich eher. Und natürlich die Konsequenzen, die ich für beide Blogs daraus ziehe: Ich habe die Schnauze voll vom Internet, und ich werde meinen Teil dazu beitragen, daß das Internet etwas grauer wird.
 
Beide Blogs gehen natürlich weiter wie bisher. Nur eben anders. Nach einem Proberaumblog ohne Musik gibt es in Zukunft eben auch ein Fotoblog ohne Fotos.
 
Finde ich stilvoller, als Gott, die Welt und den virtuellen Pöbel sowie milliardenschwere “Global Player” zu verfluchen ;-)

// Der heimliche Sommerhit 2012 – Teil 2: Das sagen die Fans

Als ich gestern Abend nach der Arbeit in den Proberaum fuhr, begegnete mir der Esoteriker. Eine gute Gelegenheit, den mal zu fragen, wie das Projekt “Heimlicher Sommerhit 2012″ denn so läuft. Über eine erste Reaktion habe ich ja schon berichtet und daß der Esoteriker nicht ganz untätig war, war ab diesem Tag klar. Trotzdem hätte ich die ganze Zeit über schon gerne gewußt, wie oft mein Sommerhit nun tatsächlich lief. Mein Ex-Vermieter hat mir das damals nicht verraten. Ich saß also die ganze Zeit über quasi auf glühenden Kohlen. Eine negative Kritik hatte ich (und damit war das Primärziel erreicht), aber was sagt der Auftraggeber?
 
Leider hatte ich wohl einen schlechten Tag erwischt: der Ärmste war nämlich etwas wackelig auf den Beinen.
 
Er kam trotz seines etwas dearrangierten Zustandes erfreulicherweise gleich auf mich zu und von sich aus zur Sache:
 
E(soteriker): Ja, Hallo, wie gehts? Dein Song lief in den letzten acht Wochen in Endlosschleife!
I(ch): Das freut mich zu hören. Dann klappt ja unser schöner Plan.
 
E: Nja… bis jetzt schon…. aber…
I: ???
 
E: Es ist so: ich muß jetzt häufiger in meinen Räumen arbeiten und…
I: Oh weia! Der hat doch nicht die Musik laufen lassen, als er im Raum war?!:shock:
 
E: … ich ließ Deinen Sommerhit eben ‘ne Viertel Stunde laufen und jetzt ist mir schwindlig.
I: naja, hm… kann schon sein… Da sind einige Frequenzen dabei, die das Gleichgewichtsorgan bei entsprechender Lautstärke schon ein klein wenig durchschütteln.
 
E: Ein “klein wenig”?!?
I: Hm, je nach körperlicher Verfassung möglicherweise auch ein bißchen arg.
 
E: Das geht?
I: Joah, merkste doch gerade… Es soll auch eine Frequenz geben, die Herzinfarkte auslösen kann. Musik wirkt schon auf den ganzen Körper. Merkt man ja am deutlichsten am Zwerchfell.
 
E: (denkt kurz nach) Du, Deine Musik kannste dann doch als Droge verkaufen?
I: Hö?
 
E: Naja, schreib noch mehr so Sachen und wenn die Leute das hören, wird denen schwindlig, die fallen um und beömmeln sich an an diesen Klängen. Das ist doch wie ein Drogenrausch.
I: Ähm, Du, also ganz ehrlich, ich hab mich durch das Teil selber schon ziemlich durchgequält. Das ging auch nur mit ganz viel Alkohol. Ich muß das nicht nochmal wiederholen…
 
E: Quatsch! Stell Dich nicht so an! Was meinst Du, wo Dieter Bohlen heute wäre, wenn er so denken würde! Das gibt DER Verkaufsschlager!! Überleg mal: ne Droge, die keine gesundheitlichen Nebenwirkungen hat! Das ist do…
I: Moment! Und was ist mit Hörsturz und Ohrenkrebs?
 
E: Oh…
I: Siehste!
 
E: Trotzdem besser als die ganze chemische Scheiße, die sich die jungen Leute in der Disco nebenan jedes Wochenende reinpfeifen.
I: Auch wieder wahr.
 
E: (begeistert) Und überleg mal: damit kannste richtig fett Kohle verdienen.
 
 
Also, liebe Blogleser: den Song, um den es hier in diesem Gespräch ging, könnt ihr Euch hier anhören. Das einzige, was ihr tun müßt, um den gleichen Effekt wie der Esoteriker zu erleben, ist folgendes:
 

  • die Bässe soweit anheben, daß die Boxen gerade nicht zerren.
  • gleiches gilt für die Mitten
  • die Höhen etwas anheben

 
Rechtsanschlag des Lautstärkereglers versteht sich wohl von selbst, oder?
 
Und denkt daran: der erste Schuß ist immer umsonst :mrgreen:

// Der heimliche Sommerhit 2012

… ist von mir. Ja, Ihr habt richtig gelesen: Der heimliche Sommerhit 2012 ist von mir!
 
Und zwar wurde es Krachmurksis Donnersinfonie.
 
Gestern abend überreichte ich feierlich die CD dem Esoteriker, und bereits heute morgen um 6:30 lief sie das erste Mal über seine Anlage, welche eben um 21:41 Uhr per Zeituhr abgeschaltet wurde. Also insgesamt lief dieser Song 14 Stunden und 11 Minuten nonstop – das heißt, bei einer Länge von ca. 2,5 Minuten wurde dieser Song heute über 340 mal abgespielt. Bis 31. Juli wird er 10552 mal abgespielt worden sein :mrgreen:
 
Da hätte es sich sogar gelohnt, vorher GEMA-Mitglied zu werden: die Tantiemen wären zwar nicht besonders viel, aber für nen Kasten Bier hätte es vielleicht am Ende des Jahres gereicht. Der Song läuft ja nur so oft, um den Nachbarn nebenan das Nervenkostüm zu zerfleddern. Damit ist das aber auch eine öffentliche Aufführung und dafür wären GEMA-Gebühren fällig geworden.
 
Ich will Euch das Teil nicht vorenthalten (zumal ich schon mehrfach darum gebeten wurde) – aber ich muß doch gleichzeitig darauf hinweisen, daß das nicht ganz mein üblicher Stil ist: konzipiert wurde er ja vom Mix her so, daß der Schall gut durch Mauern zum Nachbargebäude durchgeht. Wenn man im selben Raum sitzt, ist der Sound demnach nicht so toll und große Mühe gegeben habe ich mir während der “Komposition” auch nicht. Erwartet also nichts dolles ;-)
 
Krachmurksis Donnersinonie.
 
Die Ohren sollten nicht wegfliegen, die “offizielle” Version habe ich geringfügig abgeschwächt.
 
PS: Achtung! Nebenwirkungen!
 

// Eine Musikentdeckungsmaschine

So beschreibt sich jedenfalls Mufin selber. Ganz unrecht haben sie damit auch nicht.

Jeder hochgeladene Song wird analysiert:

Jeder Track in dem Musikkatalog von mufin wurde genau analysiert und dessen musikalische Essenz gespeichert. Wenn Tracks einen ähnlichen Klang haben und zueinander empfohlen werden bedeutet das, dass sie eine ähnliche Essenz besitzen.

[Zitat aus den Mufin-FAQ]

Das bietet sich ja mit meinem selbsgebastelteten Schlagzeug geradezu an, das einmal zu testen. Also habe ich da einige Songs hochgeladen. Bis diese freigeschaltet werden, dauert das recht lange (ich hatte, als heute die E-Mail einging, schon fast vergessen, das ich mich dort als Künstler registriert hatte).

Nunja, der erste Klick war dann gleich auf “Vorschau ähnliche Tracks”.

Lunartics Part1 wurde immerhin als klassisch erkannt, und so wird da unter anderem eine gregorianische Coverversion von “Who Wants To Live Forever” von Queen vorgeschlagen (die nebenbei gar nicht mal schlecht ist).

Bei den anderen Sachen von mir sind die Vorschläge -hm, nunja. Ich würde mal sagen, an dieser Funktion muß noch etwas gearbeitet werden. Vielleicht verwirre ich die Analysefunktion mit meinem Schlagzeug – wer weiß. Warum ein französischer Chanson vorgeschlagen wir, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben…. :mrgreen:

Trotzdem: für Musiker ist es eine recht gute Gelegenheit, die eigene Musik etwas zu verbreiten, und Musikhörer finden leicht neue Bands und neue Stilrichtungen. Stöbern macht jedenfalls Spaß.

// Lange Nacht

LONG NIGHT PREVIEW

6,5 Stunden für 10 Stereospuren und eine knappe Minute Songlänge… für mich ein recht guter Schnitt. Aber langsam langt es auch, den ganzen Abend den gleichen Kram zu hören…

Morgen kommt wohl überraschend Besuch, deshalb gehts nun überraschend in die Heia.

// Vie Noir: Statusreport

Nichts, bzw. schlecht zu sehen hat ja auch gewisse Vorteile: nichts lenkt einem vom Musikmachen ab, und das kam heute abend dabei raus:

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Noch lange nicht der Weisheit letzter Schluß und die Rohfassung, wie sie heute abend entstanden ist – also komplett ohne Nachbearbeitung.
Vieles ist bis zum Endmix noch verbesserungswürdig. Auch das Arrangement wird sich an einigen Stellen auch noch entscheidend ändern.

Dies ist nun der sechste Song von Vie Noir als Bauruine. Bei den anderen fünf geht es stetig voran, es wird langsam Zeit die Gastmusiker einzuladen.

Für das Yoktomusic-Projekt ist der Text soweit fertig, eine Sängerin ist wohl im tiefsten Bayern gefunden – mal schauen, wie sie damit klarkommt. ;-)

// Neue MP3: Ad Acta

Der erste Song für Vie Noir wurde heute abend fertig.

Es ist immer schwierig, ein Ende zu finden: an manchen Stellen holpert das Arrangement oder eine Spur ist zu laut und so weiter.
Bevor ich mich in endloser Detailfrickelei verliere, habe ich heute einen radikalen Schlußstrich gezogen und dieses Instrumentalstück als fertig definiert:

Ad Acta.mp3