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Lebenszeichen aus dem Proberaum

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Kategorie ‘Off Topic’



Alles was in keine andere Kategorie paßt.





// Stockdingens…

Sonntag, Februar 5th, 2012

Von Anna wurde ich mit Fragen bombardiert:

 

  • Was heißt es für dich, mit dem größtmöglichen Vergnügen 50 Euro auszugeben?
    50 Euro gebe ich nicht aus – die werden für die Proberaummiete gesammelt, in der Hoffnung, daß am Ende des Monats genug 50 Euro Scheine beisammen sind, um den Laden zu bezahlen.

     
  • Die Stadt, in der du gerne mal für ein halbes Jahr leben würdest?
    Göteborg – sollte ich wieder mal machen.
  •  

  • Wenn es ginge, wer würdest du gerne mal für einen Tag sein?
    Mich würde es einmal interessieren, wie es sich mit einem total verkommenen Charakter so lebt. Die Person wäre also im Bundestag zu finden. Obere Knallcharge. Alternativ in einer Vorstandsetage eines Weltkonzerns oder einer Bank.
  •  

  • Stell Dir vor, Du darfst mit einer Zeitmaschine reisen! Wohin geht Deine Reise?
    London Ende der 60iger Jahre/ Anfang der 70iger. Einmal die frühen Pink Floyd live sehen.
  •  

  • Wenn du drei Wünsche frei hättest, welche wären es?
    Ich arbeite noch für meine Wünsche. Was einem einfach so in den Schoß fällt, weiß man nicht zu würdigen ;-)
  •  

  • Wenn dein Leben ein Buch wäre, welchen Titel hätte es und warum?
    Comedia Infantil. (auf Deutsch: Chronist der Winde). Wer es liest, versteht, warum ;-)
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  • Wovon bräuchte die Welt mehr und wovon weniger?
    Weniger: Leute, die mehr Wert auf Schein als auf Sein legen (Anzugträger). Mehr: Leute, die mehr Wert auf Sein legen und denen der Schein scheißegal ist (Nicht-Anzugbesitzer).
  •  

  • Wenn man einen Film über dein Leben drehen würde, welche Schauspielerin/Schauspieler sollte deine Rolle übernehmen?
    Puh…. ich bin nicht so bewandert in der Filmgeschichte. Ich bin mir nicht sicher, ob mich überhaupt jemand schauspielern könnte? :-P
  •  

  • Glaubst du, dass man durch Handlesen die Zukunft voraussagen kann?
    Nö. Aber durch in die Hände spucken kann man die Zukunft gestalten.
  •  

  • In welchem Alter hattest du die beste Zeit deines Lebens?
    Irgendwie war alles gut. Selbst 2011 hat mir wohl etwas gebracht – hoffe ich. Ich mag mein Leben – auch wenn es mal nicht ganz rund läuft.
  •  

  • Beschreibe in 3 Worten eine Person, die das exakte Gegenteil von dir verkörpert?
    Extrovertiert. Laut. Unkreativ.

 



// Ups, wie peinlich…

Mittwoch, Januar 25th, 2012

Sowas dürfte in einem ordentlichen Proberaum nun eigentlich nicht passieren:

Gitarre mit Spinnweben

Zu meiner Ehrenrettung muß ich aber hinzufügen. daß….

 

  • … die Spinnen hier im Proberaum sehr fleißig sind (das hatte ich bereits mehrmals erwähnt).
  • … meine anderen Gitarren wesentlich besser aussehen:

    Gitarre mit Spinnweben



// Du meine Güte

Montag, Januar 23rd, 2012

Mein neuer Arbeitsvertrag ist mir nun 100% sicher. Etwas schmunzeln mußte ich aber bei meiner Berufsbezeichnung. Die klingt nämlich beeindruckend pompös:

 

Quality Consultant Laboratory Analysis – Method Validation

 
Wenn ich nicht wüßte, was ich da jetzt eigentlich treiben soll, hätte ich mich selber beeindruckt ;-)

Falls mich jemand im Zuge von Smalltalk fragt, was ich eigentlich außer Musik und Fotografie mache, dann sage ich immer, daß ich als “Labofant” arbeite. Je nachdem, was für ein Projekt gerade in meinen Abzug flattert wahlweise auch “Bombenbastler”, “Drogenkoch” oder “Giftmischer”. Kann ich mir auch besser merken, als dieses Neusprech-Wortungetüm.

Bleibt irgendwie nur noch die ärgerliche Feststellung, daß ich letztes Jahr ein paar Bewerbungen mehr hätte schreiben können: Einen “Consultant” hätte ich nie im Labor vermutet – eigentlich ist das doch ein Berater, oder?
Um ehrlich zu sein: diese Berufsbezeichnung höre ich in den weit über 15 Jahren Labofantendaseins in diesem Zusammenhang das erste Mal (das könnte aber auch damit zusammenhängen, daß ich mir bei keinem meiner (Ex-)Kollegen vorstellen kann, daß die sich freiwillig so nennen). Da wundert man sich über den angeblichen Fachkräftemangel… meine ganzen E-Mail-Abos bei den Jobbörsen liefen alle unter der Berufsbezeichnung, die ich irgendwann mal vor drölfzig Jahren nach meiner Ausbildung verpaßt bekam. Wieder was gelernt und die nächste Jobsuche wird eben dementsprechend angepaßt.

Wie dem auch sei: nicht nur die Berufsbezeichnung hat mich zum Lachen gebracht, auch der Rest des Arbeitsvertrages läßt mich über alle vier Backen grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Das ist auch dringend nötig: noch ein 2011 mit Zeitarbeit und anderen unnötigen Scheiß hätte ich nicht noch mal durchgehalten…

Ich freue mich gerade so richtig auf dieses Jahr.



// Der ultimative Blogkiller

Dienstag, Januar 10th, 2012

Der ultimative Blogkiller heißt Thunderbird. Dazu muß man noch nicht mal per E-Mail bloggen (wozu diese Funktion gut sein soll bzw. wozu man sie braucht, weiß ich immer noch nicht), sondern Thunderbird muß ganz einfach im Hintergrund laufen und das tun, was dieses Progrämmchen immer tut: E-Mails empfangen und dabei einen kleinen Balloontip einblenden sowie einen dezenten Klang abspielen, was mir signalisiert, daß eine Mail eingegangen ist.

Allerdings ist es damit noch nicht ganz getan: während Thunderbird also still und leise im Hintergrund läuft, sollte man sich auch mit einem neuen WordPress Plug In auseinandersetzen. Vorzugsweise eines, daß in der .htaccess rumfuhrwerkt und das ganze Blog etwas sicherer machen soll.
Dieses Plug In braucht auch noch eine weitere Eigenschaft: einen Button auf dem “Backup” steht, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Button befindet, auf dem “Ausführen” steht.

Der schlaue und erfahrenen Blogger (zu denen ich mich mittlerweile zählte) nutzt natürlich die Backup-Funktion, bevor in der htaccess rumgefummelt wird. Das ist ja schön, wenn das schon aus dem Adminbereich aus möglich ist…

Während dieser Blogbasteleien kann man auch gut Musik hören und im Proberaum kann man dies sogar recht laut. Deshalb hängt der Computer hier auch an der PA. Die macht am meisten Krach.

Allerdings entspricht die Spieldauer einer CD nicht unbedingt der Zeit, die man braucht, um sein Blog in Schuß zu halten und wenn ich in meine Arbeit vertieft bin, stehe ich bestenfalls auf um neuen Kaffee zu holen aber nicht, um eine CD zu wechseln. Die eingeschaltete PA geriet in Vergessenheit. Thunderbird auch.

Die Einstellungen u.a. an der htaccess waren also so, wie ich mir den Optimalzustand vorstellte. Vor dem Ausführen nur noch schnell das Backup ziehen.

Der Cursor ist in Position gebracht, ein Klick… und in genau dem Moment trudelt eine Mail ein. Thunderbird macht genau das, was es in solchen Fällen immer tut: ein Balloontipp erscheint auf dem Monitor und ein “Tätäräää” kündigt akkustisch den Mail-Eingang an. Die PA tut auch exakt das, wofür sie gebaut ist: sie verstärkt das “Tätärääää” auf ca. 120 dB.

Tja, und ich bin der einzige, der in diesem Sekundenbruchteil etwas völlig anderes tut, als ursprünglich geplant: Die Hand mit der Maus zuckt während dem Klicken zur Seite. Genau über den Button auf dem Ausführen steht.

Das war’s dann erstmal mit diesem Blog und seinen ehemals funktionierenden Einstellungen…



// Rangliste

Dienstag, Januar 3rd, 2012

Folgende Zahlen bekam ich zum Jahreswechsel im Zuge der Nebenkostenabrechnung zu sehen. Aufgelistet ist mein Stromverbrauch im Proberaum und der Stromverbrauch einiger Nachbarn über das gesamte vergangene Jahr:

  • 2000 kWh
  • 800 kWh
  • 90 kWh
  • 30 kWh
  • 20 kWh

Und nun ratet mal, welchen Platz ich belege :mrgreen:



// Ich hasse es, wenn ich recht habe

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

So ein Proberaum hat ja durchaus auch Vorteile, die so rein gar nichts mit der Musik zu tun haben: und zwar geht es heute um die Entwicklung des Strompreises. Im Proberaum habe ich Industriestrom, in meiner Wohnung den Strom für Privathaushalte mit nichtssagendem wohlklingenden Denglisch-Namen.

Ich habe also einen recht guten Vergleich über die Strompreisentwicklung über die letzten 12 Jahre.

Um es kurz zu fassen: gefühlt ging die Preisentwicklung stark auseinander. Der Stromverbrauch im Proberaum stieg mit jeder Neuanschaffung um ein paar Kilowattstunden – während in der Wohnung nur eines stieg: die monatlichen Abschläge während der Verbrauch gleichzeitig weniger wurde. Man muß ja sparen und wenn man einen großen Briefkasten hat, dann kann man die Butter und den Käse im Winter auch dort frischhalten, anstatt einen Kühlschrank zu nutzen ;-)

Im Endeffekt ist diese Entwicklung zwar schwer direkt zu vergleichen, da die Stromabrechnung im Proberaum nicht so transparent ist, wie es für eine verlässliche Aussage nötig wäre. Trotzdem: ich kann in etwa abschätzen, was ich verbrauche und sehe vor allem an meinem Kontoauszügen, wieviel ich bezahle bzw. wie hoch die Nachzahlung am Ende eines Jahres ist. Ich kann also zumindest recht gut Tendenzen feststellen.

Jetzt gibt es das auch schwarz auf weiß in diesem Artikel der Berliner Zeitung.

Nun bin ich zwar mit meinem kleinen Proberaum kein Großkunde, der regelmäßig mehr als zehn Gigawattstunden verbraucht und somit nicht von den Gebühren der Stromnetze befreit.

Trotzdem ist die Preisentwicklung für mich mehr als auffällig. Und das nicht erst seit die selbsternannten Energieexperten der Schwarz-Geld-Koalition das Energiepaket im Rahmen des Atomausstiegs verabschiedet haben. Diese ganze Mauschelei läuft m.E. schon viel länger und unabhängig von irgendwelchen Austiegen aus irgendwelchen anderen Ausstiegen.

Und wieder einmal haben die eingekauften Fachleute nichts bemerken wollen. Hätten die mal besser die Musiker, die je nach Proberaumlage mit schöner Regelmäßigkeit Industriestrom beziehen, gefragt. Diese Preisschere kann man nämlich gar nicht übersehen, wenn man beide Stromarten selber bezahlen muß.

Aber irgendwelche vermuteten Absprachen zwischen Stromerzeugen und Industrie fallen ja üblicherweise immer in das Reich der Verschwörungstheorien, oder?



// Ich hab’ da mal ‘ne Frage

Samstag, Dezember 10th, 2011

Ich treffe mich mit einer Bekannten an einem belebten Ort. Meine Bekannte sieht mich und nach der Begrüßung kommt sie etwas näher und flüstert:

Bekannte: Du, ich habe da mal eine Frage…

Ich: Schieß los!

B: (errötet und haucht mehr als daß sie flüstert) Nicht jetzt. Hier sind so viele Leute…

I: Nun, wie Du willst…

Ich sehe sie etwas verwundert an und zucke mit den Schultern. Sonst ist sie ja nicht gerade auf den Mund gefallen und die Gesichtsfarbe ist auch … eher ungewöhnlich.

Einige Zeit später sind die Menschenmassen etwas übersichtlicher geworden und wir können ungestört miteinander reden.

I: Also, wo drückt der Schuh?

B: Ja, also, mein Freund kam gestern Abend zu mir und zeigte mir seinen Computer auf dem Monitor war der Bundesgeier zu sehen und es stand groß “Polizei” auf dem Monitor und dann kam gaaanz viel Text, in dem stand, daß auf unserem Computer Kinderpornographie gefunden wurde und unser Computer wird erst nach Zahlung von 100 Euro wieder freigeschaltet… Was macht mein Freund, wenn ich nicht da bin?

ich gebe zu: ich habe nicht schnell genug geschaltet. Wenn ich das nochmal gefragt werden sollte, werde ich ganz laut und entsetzt “WAAS??!?!? K-I-N-D-E-R-P-O-R-N-O-G-R-A-P-H-I-E??? Auf DEINEM Computer???” rufen.

I: Och, das ist nur ein Virus…. Das Mist-Ding gibt es schon lange.

B: Ja, das haben die heute morgen bei der Polizei auch gesagt…

Bundespolizei-Virus

Den Bundespolizei-Virus entfernen:

Das Drecks-Ding läßt sich recht problemlos entfernen – eine Neuinstalllation des Betriebssystems ist nicht nötig:

  • Im abgesicherten Modus hochfahren (noch vor der Windows-Anmeldung F8 drücken)
  • die Registry aufrufen (Windows-Taste + R, dann “regedit” eingeben)
  • in das Verzeichnis HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Run gehen
  • dort nach “merkwürdigen” Schlüsseln suchen (die Werte ansehen) – im konkreten Fall hieß der Übeltäter mahmud.exe und befand sich in der Zeichenfolge “avupdate”.
  • die komplette Zeichenfolge löschen
  • über die Windowssuche die Datei mahmud.exe suchen und löschen, danach neu starten und freuen
  • den schiefstehenden Haussegen wieder herstellen (DAS könnte u.U. allerdings einiges schwerer werden, als den Virus zu entfernen :mrgreen: )
  • Bundespolizei-Virus

    Seit heute frage ich mich nämlich, wo dieser Virus bisher den größeren Schaden verursacht hat: auf den befallenen Computern oder in intakten Ehen? Wahrscheinlich wurde der Virus von Scheidungsanwälten in Auftrag gegeben. Die 100 Euro Strafe wären in diesem Falle nichts weiter als ein willkommenes Trinkgeld.

    Immerhin konnte ich glaubhaft versichern, daß der Freund meiner Bekannten keine Kinderpornographie im Internet anschaut.

    Und alleine die Frage, die mir mit roten Kopf gestellt wurde – ich gebe zu, das hat mir den Tag schon mehr als versüßt. :mrgreen: