Designspielereien - alles wird gut! ;-)
Off Topic | Broken Spirits

Archive for the ‘Off Topic’ Category

// Schnorrer

Tuesday, September 7th, 2010

Es war ein netter Abend. Zusammen mit Freunden in einer Kneipe abhängen, Dummzeug babbeln und dabei das ein oder andere Bierchen zischen.

Schön ist es, wenn man neue Leute kennenlernt und das Gespräch ganz ungezwungen und durcheinander vor- und zurücktreiben läßt.

Ein Bekannter mir gegenüber und eine Frau neben mir rissen einige schlüpfrige Witze, als am Nachbartisch ein Meter Kölsch serviert wurde. Mein spontaner Gedanke: ” Sowas will ich auch” – dies habe ich laut gedacht. Mein Bekannter und die Frau fangen an zu lachen – das war Situationskomik vom Feinsten.

Die Folge? Ein Meter Kölsch mit der Frau neben mir. Ganz spontan beschlossen, das Zeug wegzuhauen und die Kosten zu teilen. Gesagt, getan, bestellt und mit dem ersten Kölsch auf die neue Freundschaft angestoßen.

Als Musiker weiß ich nur zu gut, was es heißt, ohne Geld auszukommen.
Nicht selten war ich froh, wenn ich am sozialen Leben teilhaben konnte, obwohl ich keinen Cent in der Tasche hatte. Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich trotzdem meinen Spaß hatte, weil ich gute Freunde hatte, die die Zeche für mich übernommen haben.

In Zeiten, in denen es mir finanziell gesehen besser geht, nehme ich die armen Schlucker mit – fünf Euro auf den Tisch zu werfen, wenn einer meiner Leute kein Geld hat? Kein Problem. Es ist der Monatserste, das Geld ist da und was gibt es schöneres, als mit Freunden die Gegend unsicher zu machen.

Die Frau neben mir hatte wohl ähnliche Erfahrungen gemacht und so war es kein Problem, daß das ein oder andere Kölsch jemand anderes trank. Manchmal warf jemand eine Ein- oder Zwei- Euro – Münze auf den Tisch und bediente sich. Die Frau und ich unterhielten uns gut und lange und darüber wurde das Bier schal – kein Problem, wenn sich jemand bedient. Wir hatten alle unseren Spaß. Eben ein Abend unter netten Bekannten oder gar Freunden.

Es war ein schöner Abend.

Irgendwann waren nur noch zwei Kölsch übrig. Die ersten Bestellungen wurden aufgegeben: ein Pils, ein Himbeercocktail, ein Wasser usw.

Zwei Kölsch gab es noch. Die Frau und ich hatten fast zeitgleich ausgetrunken und ich freute mich bei dem letzten Schluck des vorletzten Kölschs bereits auf das letzte Anstoßen. Sowas in der Art wie “wann-trinken-wir-den-nächsten-Meter”.

Dieser Gedanke wurde jäh unterbrochen von zwei Riesen-Möpsen, die sich in mein Blickfeld schoben. Ähnlich erging es der Frau. Wir blickten nach oben und sahen in die gierigen Augen in einer hässlichen Fratze, die die letzten beiden Kölsch fixierten. Blitzschnell schoß eine Hand unter den Riesen-Möpsen hervor und die zugehörigen Gichtgriffel griffen nach einem der beiden Kölsch. Überflüssig zu erwähnen, daß das Kölsch innerhalb eines Augenblickes “auf Ex” geleert wurde.

Als Gentleman überließ ich der Frau neben mir das letzte Kölsch. Als Musiker verfügt man ja zum Glück über ein gewisses Improvisationstalent: mein Pils kam dann auch recht schnell.

Trotzdem – das war nicht das gleiche. Daran ändern auch nichts die zwei Euro, die von der vermeintlich bargeldlosen Tussnelda nachträglich lässig auf den Tisch geworfen wurden. Die zwei Euro sind mir ehrlich gesagt auch scheißegal.

Es gibt einen Menschen mehr in meinem Leben, der so richtig gründlich untendurch ist. Diese Kackbratze hätte wenigstens vorher fragen können.

Wie es mit dem nächsten Meter Kölsch verlaufen wird? Nun – das gibt es hoffentlich demnächst in diesem Theater. Wir Musiker können ja improvisieren. Die Kackbratze wird aus diesem Abendprogramm jedenfalls ausgeschlossen – soviel ist schonmal sicher ;-)

// Was braucht man, um möglichst schnell zu einem Internet-Anschluß zu kommen?

Friday, September 3rd, 2010
  • einen Tag unbezahlten Urlaub
  • ein paar Leute, die sich bezahlten Urlaub nehmen oder gerade sowieso nichts zu tun haben (je mehr, desto besser)
  • Pizza für alle Beteiligten
  • Bier und Kaffee (letzterer gegebenfalls mit Kakaozusatz) für alle Beteiligten
  • eine klare und deutliche Aussprache
  • einen vollen Handy-Akku
  • Geduld
  • sämtliche Hotline-Telefonnummern
  • einen Fußball (alternativ: Gesellschaftsspiele wie zum Beispiel “Mensch Ärgere Dich Nicht”)

Erklärung: Zeugen sind wichtig. Der Telekom-Techniker wird es laut unbestätigten Gerüchten vermeiden, zum ersten Termin zu erscheinen. Spätestens der dritte Termin ist kostenpflichtig. Dieses Nichterscheinen des Technikers muß gegebenenfalls belegt werden können (dafür die paar Leute, die sich bezahlten Urlaub nehmen), um einen  etwaigen Schadenersatzanspruch geltend machen zu können (der entstandene Schaden ist in diesem Fall der Verdienstausfall durch den unbezahlten Urlaub).

Pizza, Kaffee und Bier erklären sich eigentlich von selber: die Leute,  die mit einem zusammen warten, leiden und mitfiebern wollen schließlich essen und trinken. Pizza, Kaffee und Bier lassen sich außerdem auch noch als “Verpflegungsgeld” auf den Schadenersatz draufschlagen.

Für sämtliche Hotlines (die der Telekom und des Vertragspartners) braucht man eine klare Aussprache. Husten ist auch ganz schlecht und wird von der sympathischen Frauenstimme  mit einem vorwurfsvollen “Leider habe ich Sie nicht verstehen können”  beantwortet.

Wenn man dann nach gefühlten fünf Stunden endlich den Sachbearbeiter an der Strippe hat, sollte man diesem sofort und unmißverständlich klar machen, daß man nicht alleine auf den Techniker wartet (und beiläufig erwähnen, daß man für Folgetermine keine müde Mark Euro zahlt).

Es empfiehlt sich, daß genau in diesem Moment die freiwillig Mitleidenden quasi aus dem Off etwas herumalbern. Dies sollte so laut sein, daß dies der Sachbearbeiter hört. Ein  Satz wie “Moment, ich muß meine Leute gerade mal zur Ruhe ermahnen, ich kann Sie nicht verstehen” verdeutlicht die Anwesenheit von Zeugen.

Bei dieser Gelegenheit kann man auch kurz erfragen, wohin man die Schadenersatzforderung schicken soll, falls der Techniker nicht erscheinen sollte.  Der erste Anruf bei beiden Hotlines erfolgt gleich morgens um halb acht (quasi im Subtext verdeutlicht man mit diesem ersten Anruf, daß man anwesend ist) und wird im Zweistunden-Takt wiederholt. Die Warteschleifen sind lange, sehr lange – deshalb ist es zwingend erforderlich, den Akku des Handys am Tag zuvor aufzuladen.

Bis der Techniker erscheint, vertreibt man sich die Zeit mit Fußballspielen.  In den Halbzeitpausen wird mit der sympathischen Frauenstimme telefoniert, der Rest der Truppe trinkt in geselliger Runde ein Bier und unterhält sich lautstark (s.o.)

Mittags gegen zwölf Uhr ist der Techniker da ;-)

Ich weiß nicht, ob es an Vodafone liegt oder an dieser Taktik – es hat (im Gegensatz zur Sauerstoffblubberblase, bei der ich diese Taktik nicht angewendet habe)  alles reibungslos geklappt, wenn man von einem kleinen, vernachlässigbaren Mißgeschick absieht. Aber mit diesem zugegebenermaßen verständlichen Mißgeschick kann ich gut leben. Nicht zuletzt, weil es über einen weiteren Anruf bei der Vodafone-Hotline auch problemlos gelöst wurde.
Ok, ok, die Warteschleifen, die viel zu lange, computersprachbasierte Vorsortiererei, die deutliche Aussprache (macht aber nix, die sympathische Frauenstimme mit vorwurfsvollen Unterton) – irgendetwas ist ja immer. Erwähnte ich schon, daß eine gehörige Portion Geduld hilfreich ist?

// Testeintrag

Thursday, September 2nd, 2010

Dieser Eintrag ist der erste Eintrag aus dem neuen Proberaum.

Und jetzt gehe ich erst mal die E-Mails von den letzten zwei Monaten abrufen – da dürfte einiges zusammengekommen sein…

/* */
FOLLOW ME ON TWITTER FRAGEN? - HIER GIBT ES ANTWORTEN!