Kategorie ‘Plödsinn’
Alles andere als Ernst. Auch Spaß muß sein. In dieser Kategorie beschränkt sich das auf den Musikerhumor.
Alles andere als Ernst. Auch Spaß muß sein. In dieser Kategorie beschränkt sich das auf den Musikerhumor.
Ich habe sowas die Schnauze voll, daß die Batterie bzw. der Akku meiner Funktastatur immer dann leer ist, wenn ich es am wenigsten brauchen kann. Natürlich passiert das immer dann wenn
a) keine Batterien im Haus sind
b) ich das Akkuladegerät verbummelt habe
c) die Geschäfte geschlossen sind und die Tanke zufällig und ausgerechnet an diesem Tag keine passenden Batterien da hat.
Aber das Problem habe ich nun dauerhaft mithilfe eines alten Ladegeräts und einem Verlängerungskabel gelöst:
Das Ergebnis meiner genialen Ingenieurskunst:

Ohne Kaffee läuft hier tagsüber gar nichts. Die Nächte sind lang – es gibt im Proberaum immer mehr zu tun als erwartet.
Um morgens wieder auf Touren zu kommen, brauche ich immer einen Kaffee. Extrastark natürlich.
Und woran erkennt man, daß der Kaffee genau die richtige Stärke hat?
Richtig.
Wenn man einen Löffel in den Kaffee steckt, bleibt dieser stehen:

Die Tatsache, daß man beim Musikmachen jede Menge Kalorien verbraucht, überrascht mich nicht besonders. Dazu bin ich einfach zu fertig und ausgelaugt, wenn ich eine ganze Nacht im Proberaum die Kuh fliegen lasse.
Ebenso wenig überraschend sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Instrumenten: ein Schlagzeuger verbrät wesentlich mehr Kalorien als zum Beispiel ein Bassist. Das ist einleuchtend (und nur um mal wieder die Bassisten zu bashen: die bewegen sich sowieso selten bis gar nicht
)
Was ich überraschend fand, ist die Tatsache, daß jedes Instrument, das ich spiele, mehr Kalorien verbrennt als eine Runde Sex über den gleichen Zeitraum.
Ich habe das einmal spaßeshalber als Tortendiagramm dargestellt:

Hier die Zahlen:
Schlagzeug spielen: 477 kcal
Gitarre spielen, stehend: 358 kcal
Klavier oder Orgel spielen: 298 kcal
Sex aktiv: 179 kcal
Die Berechnungsgrundlage des Kalorienverbrauchs in dem Diagramm sind jeweils auf zwei Stunden, mein Alter, Körpergröße und Gewicht bezogen.
Nun wundert mich mein BMI von deutlich unter 20 und der Kohldampf nach bzw. während einer Aufnahmesession gar nicht mehr…
Wer nun glaubt, unbedingt abnehmen zu müssen, weil der Schönheitswahn dies so verlangt, sollte also ein Instrument erlernen. Ein heißer Tip: Mit dem Schlagzeug geht’ s am schnellsten. (Das ist auch für uns Musiker gut, denn gute Schlagzeuger sind schwer zu finden. Vielleicht sorgt dieser Blogeintrag ja für einen Schlagzeuger-Boom.)
Übrigens: vor unfreiwilligen Alimente-Zahlungen schützt diese Taktik auch. Das gesparte Geld geht aber teilweise für die Proberaum-Miete drauf. Diese ist aber langfristig trotz allem billiger als so eine Rotz-Blage.
Wenn Ihr selber einmal diverse Aktivitäten, denen Ihr im Laufe eines Tages so nachgeht vergleichen möchtet, könnt Ihr dies hier tun.
Leider sind nicht alle Freizeitaktivitäten aufgelistet: Fernsehgucken ist zum Beispiel nicht dabei. Chronische Couchpotatoes dürfen sich also weiterhin während der obligatorischen Werbepause, die die viertklassige Volksverblödung unterbricht, auf’s Klo begeben anstatt ihren Kalorienverbrauch zu berechnen.
Ich mache jetzt in der Session-Pause ersteinmal ungestraft die erste Kalorienbombe dieser Nacht auf. Wegen einem Bierbauch brauche ICH mir ja jetzt keine Sorgen mehr machen: meine Kalorien-Bilanz schreibt nämlich wieder einmal dunkelrote Zahlen…
oder: einmal im halben Jahr wird der Proberaum aufgeräumt.
Hier war die Tage der erste Frühjahrsputz im Proberaum fällig. So ein Proberaum ist kein Wohnraum, andererseits brauche ich schon eine gewisse Wohlfühlatmosphäre: es muß hier nicht aussehen wie geleckt, wenn aber einmal ein gebrauchtes Bierglas zwei-drei Tage rumsteht – nunja, wen juckts. Mich jedenfalls nicht.
Was die Getränke betrifft, bedeutet dies: Leere Einzelflaschen versuche ich möglichst zeitnah zurückzugeben, Kästen dürfen auch mal ein paar Wochen in der Ecke stehen bleiben. Ich habe kein Auto, insofern bin ich zwar nicht auf fremde Hilfe angewiesen, aber wenn es sich ergibt, vereinfacht das die ganze Schlepperei ungemein.
Es standen also drei Getränkeästen im Proberaum in einer Ecke und bei dieser Anzahl ist es langsam an der Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Als ich die Kästen zurückgeben wollte entspann sich folgender Dialog:
I: Ich habe hier drei Kästen, die ich zurückgeben möchte.
GetränkeHändlerin:Nehmen Sie auch wieder einen Kasten mit?
I: Das habe ich vor, ja.
GH: Haben Sie die Kästen von hier?
I: wahrheitsgemäß Ja.
GH: Haben Sie diese Kästen bei mir gekauft oder bei einer Kollegin?
wtf?! ich guck mir die Tante kurz an, das Gesicht kommt mir in der Tat unbekannt vor, also:
I: Bei Ihrer Kollegin.
So langsam gewinnt dieses Gespräch Hotlinequalitäten: wenn Sie den Kasten Bier bei mir gekauft haben, drücken Sie bitte die 1. Wenn Sie den Kasten Cola bei meiner Kollegin gekauft haben, drücken Sie die 2. Wenn Sie endlich den Laden ohne die leeren Getränkekästen und dafür mit einem vollem Bierkasten verlassen möchten, so drücken Sie die 9.
Ich werde langsam etwas ungehalten…
GH: ich habe keine Kollegin, ich bin hier schon seit Monaten alleine.
Hm, der Tonfall ist nicht ganz neu… ich schaue mir die Schabracke nochmal genauer an. Mit einer etwas anderen Frisur… ja, doch – da war schon mal was… die Haare auf DEM Pferdegebiß, dieser Arsch wie ein Brauereigaul… die kenne ich doch…?!
I: An Ihre unfreundliche Fresse kann ich mich aber nun doch gut erinnern. Sie reagierten schon pampig, als ich nach den Umbauten in ihrem beschissenen Getränkemarkt meine Lieblingsbiermarke nicht auf Anhieb gefunden habe und ich mich erdreistete, zu fragen wo die nun steht. Ruhig bleiben…. Kann ich die Kisten nun hier abgeben oder nicht?
GH: Ja, ausnahmsweise. In Zukunft geben Sie ihr Leergut aber da ab, wo Sie es gekauft haben!
I: Ok. Ja doch, alles klar Ma’am….
Ich schnappe mir einen Kasten Bier, bezahle und lasse mir einen Kassenzettel geben.
Als ich aus dem Laden rausgegangen bin, schaute ich mir den Kassenzettel nochmal genauer an. Der Getränkemarkt hieß vor ein paar Wochen einmal Kupfer. Auf dem Kassenzettel steht nun aber Fichtler. Sowas in der Art hatte ich mir im Laufe des Gespräches schon fast gedacht.
Der Kassenzettel klebt nun mit Klebeband am Bierkasten. Ich habe ja genug Musikerkollegen, die bei mir gerne ein Bier trinken. Für die nächsten Treffen werden die dafür etwas tun dürfen: in meinem Auftrag in diesem Getränkeladen Bier kaufen und einen Kassenzettel mitbringen. Das Leergut gebe ich dann wieder persönlich ab. Die Diskussion wird hoffentlich die gleiche sein, wie diesesmal. Bei dieser Gelegenheit werde ich der Tante eine Wette vorschlagen: Wenn ich beweisen kann, daß die Bierkästen wirklich aus diesem Laden sind, bekomme ich mein Bier umsonst (der Beweis sind die angeklebten Kassenzettel). Wenn ich es nicht beweisen kann, werde ich einen Tag in dem Laden umsonst arbeiten. Irgendsoetwas in der Art.
Ich weiß zwar nicht warum, aber irgendwie ist ein Besitzerwechsel immer mit einer Verschlechterung verbunden.
Ich hasse es, wenn man versucht, mich zu verarschen. Rein äußerlich läßt nichts auf einen Besitzerwechsel des SaftGetränkeladens schließen. Und dann noch dieser pampige Tonfall… Jetzt wird zurückverarscht. Im Gegensatz zum Vorbesitzer kennt die Kackbratze nämlich meine “Human Ressources” nicht.
Glaubt ihr, daß dieser Plan aufgeht und ich zu einem oder gar mehreren Kästen kostenlosen Bier komme? Wo sind die Schwachstellen in diesem genialen Plan?
(Origami-Anzeige)
Gerade eben kam endlich der langersehnte Besuch des Postboten. Vor zwei Stunden habe ich per Super-Express-Bestellung beim Hersteller des Wasserkochers H20 HotFix einen Wasserkocher H20 HotFix bestellt. Ich habe gerade meinen ersten Kaffee, den ich auf dem Gasherd mittels eines banalen Kochtopfes gebraut habe, fertigetrunken, als schon der Postbote zweimal klingelte.
Der Lieferservice ist phänomänal! Kaum online bestellt, und schon kann ich meinen zweiten Kaffee des Tages mit dem Wasserkocher H20 HotFix zubereiten.
Der Wasserkocher H20 HotFix war sorgfältig verpackt, DE-HerUpS geht aufgrund von Partnerschaften und anderen dubiosen Firmenverflechtungen mit dem Hersteller des Wasserkochers H20 HotFix auch etsprechend sorgsam mit dem Liefergut (dem Wasserkochers H20 HotFix!!) um. Sinnigerweise bestand das Verpackungsmaterial aus Teebeuteln und Kaffeepulver. Sowas nenne ich doch eine perfekte Kundenbindung und diese Teebeutel und Kaffeepackungen sind doch ohne Zweifel ein besseres Werbegeschenk als die ewig gleichen Kugelschreiber mit Firmenlogo. Welcher Nerd will schließlich das Internet auf einem College-Block abschreiben?
Der Mathematiker Ian Malcolm entdeckte vor einigen Jahren die Chaostheorie. Mittlerweile hat diese neuartige Technologie auch in der Praxis Einzug gehalten: aufgrund modernster und hitzebeständiger Microchip-Technologie lassen sich die Blasen des kochenden Wassers im durchsichtigen Wasserkocher H20 HotFix genauestens steuern. Der Wasserkocher H20 HotFix ist also ein Muß für jedes romantische Candle-Light-Dinner. In der PRO-Version ist der Wasserkocher H20 HotFix zusätzlich mit einer leistungsstarken LED ausgestattet und der Wasserkocher H20 HotFix ist somit in der Lage, jede herkömmliche Lavalampe zu ersetzen.
Die Innenwände des Wasserkochers H20 HotFix sind mit einem Polymer beschichtet. Dieses Polymer ist biologisch abbaubar, geschmacksneutral, kratzfest und leicht zu pflegen. Somit behält das Wasser im Wasserkocher H2O Hotfix sein natürliches Aroma.
Ursprünglich wurde diese Polymerbeschichtung für die Weltraumforschung entwickelt. Aufgrund der besonderen Eigenschaften kommt dieses Polymer nun auch im Wasserkocher H2O Hotfix zum Einsatz und verhindert dort nachweislich, daß das Wasser im Wasserkocher H2O Hotfix anbrennt. Es ist also für die moderne Hausfrau problemlos möglich, den Wasserkocher H2O Hotfix während eines wichtigen Telefonats mit der Nachbarin auch über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt zu lassen.
Dieser alltäglichen Situation in deutschen Haushalten wurde vom Hersteller des Wasserkochers H2O Hotfix mit einer weiteren innovativen Neuerung Rechnung getragen: sobald die maximale Betriebstemperatur des Wasserkochers H2O Hotfix erreicht ist, schaltet sich der Wasserkocher H2O HotFix automatisch ab.
Dank des phänomenalen Wasserkochers H2O HotFix gehören nun auch die häufigsten Haushaltsunfälle, die nachweislich in der Küche stattfanden und bisher von zahlreichen leidgeplagten Ehemännern aufgegessen werden mußten, der Vegangenheit an.
Der Wasserkocher Wasserkocher H2O HotFix ist sowohl für Tee- als auch Kaffeewasser geeignet. In naher Zukunft ist auch eine Anwendung für Nudelwasser vorgesehen. Kunden, die heute noch einen Wasserkocher Wasserkocher H2O HotFix bestellen, erhalten diese Erweiterung für Nudelwasser kostenlos, wenn sie den Code in der Bestätigungsmail bei Abschluß der Entwicklung der Nudelwasser-Funktion an den Hersteller senden.
Wenn das Wasser im Wasserkocher H2O HotFix die gewünschte Temperatur von 100°C erreicht hat, wird dies vom Wasserkocher H2O HotFix dreifach signalisiert. Auch hier zeichnet sich der Hersteller des Wasserkochers H2O HotFix durch den innovativen und effizienten Einsatz von bislang nahezu unerforschten Naturgesetzen aus:
Ein erstes Fazit: Ich.bin.begeistert.!.!.!. Die Lieferung erfolgte schon fast zu schnell. Mein erster Kaffee war noch nicht kalt, und schon klingelte der Postbot zweimal, um meinen heißersehnten Wasserkocher H20 HotFix zu liefern. Der Wasserkocher H20 HotFix ist in einem zeitosen Design designed, an dem sich sicher auch noch meine Urenkel erfreuen werden.
Die Bedienung des Wasserkochers H20 HotFix ist kinderleicht. Die ausführliche Bedienungsanleitung des Wasserkochers H20 HotFix wird eigentlich nicht benötigt. Dies ist insbesondere für Männer interessant!
Aufgrund der innovativen Plug&Cook- Technologie wird der Wasserkocher H20 HotFix auch sofort vom heimischen Stromnetz erkannt. Eine weitere Installation in der Küche ist somit nicht erforderlich.
Leider schlagen sich diese neuen Innovationen des Wasserkochers H20 HotFix auch im Preis nieder: mit 275.– Euro ist er noch deutlich teurer als sogenannte herkömmliche Wasserkocher. Trotzdem ist der Wasserkocher H20 HotFix jeden Cent wert!
Anmerkung: ich wollte auch mal so ‘nen bek(n)ackten affigenilliatigen SEO-Text schreiben. Dieser Mist gehört ja mittlerweile zum modernen Bloggen dazu.
Rechtshinweis zu Links: ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, hier einen SEO-tauglichen Text zu schreiben. Ich bin unter keinen Umständen gewillt, mir diese Arbeit an diesem hochwertigen Stück Netzkultur durch schlechte Blognachbarschaft kaputtmachen zu lassen. Ihr dürft gerne kommentieren und/ oder auf diesen Artikel verlinken, verzichtet aber bitte auf die Eingabe einer URL im Kommentarfeld (gemeinhin auch als Back-Link bezeichnet) – ich habe weder Zeit noch Lust, jeden Link auf Pagerank, Relevanz und ähnliche SEO-Scheiß-Relevanten Dinge zu überprüfen. Ihr erspart mir also jede Menge Arbeit, wenn ihr gar nicht erst einen Link auf Euer beschissenes, für Google irrelevantes geBLÖGe angebt. Bitte. Danke.
Durch Zufall bin ich über den Sloganizer gestolpert. Dort kann man bis zu drei Wörtern eingeben und heraus kommt dann ein mehr oder weniger sinniger Werbeslogan.
Manche davon sind ganz witzig:
Mein Equipment ist tatsächlich teilweise steinzeitlich…
Äh? WTF?!
Auf mein Equipment trifft das zu. So oft, wie ich es zusammengeflickt habe, dürfte es in der Tat nicht mehr gehen.
Na also! Geht doch!
Dieser Sloganizer ist irgendwie auch kaputt…
Hoffentlich lesen das meine Gastmusiker (vor allem die Sänger) nicht
in diesem Sinne: