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Projekte | Broken Spirits

Archive for the ‘Projekte’ Category

// Fix und fertig

Monday, July 26th, 2010

Nur noch die Spuren der Baustelle sind zu beseitigen… etwas aufräumen, durchfegen und Werkzeug zurückgeben, in einem Fall gestalltet sich das schwierig, da der Verleiher nicht erreichbar ist – das Hausverbot im alten Proberaum steht dabei ganz ordentlich im Weg.
Prinzipiell könnte ich da zwar einfach reinlatschen und einen Zettel an die Tür hängen – was zum einen den Effekt hätte, daß exakt zwei Minuten später mein Telefon klingelt, da der alte Vermieter in seiner Freizeit nichts besseres zu tun hat, als in seiner Wohnung in $Ortschaft_40_km_entfernt vor der Überwachungsanlage zu sitzen und den Parkplatz zu beobachten. Auf dieses Telefonat habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Zum anderen wäre das auch nur Wasser auf den Mühlen dieser alten Petze. Darauf habe ich noch weniger Böcke.

Am Samstag wurden meine Bastelaktivitäten nur kurzzeitig durch den Hausmeister unterbrochen, der mal in einer Arbeitspause kurz Klavier spielen wollte. Also kurz meine Rechner hochgefahren, Keyboards angeschmissen und er konnte loslegen. Nun – das kann er ziemlich verdammt gut. Wenn es zeitlich hinhaut, gibt das bestimmt eine Jamsession und/oder einen neuen Gastmusiker :-)

Auch die Autowerkstatt war am Sonntag für einen Lacher gut. Die Aktion von denen war filmreif: ein Auto fällt während der Fahrt auf dem Hof komplett auseinander… :shock: Irgendwie haben sie es trotz gebrochener Vorderachse geschafft, die Einfahrt zu treffen. Danach sind sie mit einer Schubkarre über den Hof und haben alle möglichen Einzelteile eingesammelt – Radkappen, den Auspuff, die Beifahrertür, einige Teile von was weiß ich woher… wie gesagt: sowas gibt es eigentlich nur im Film :mrgreen:

Fotos vom Proberaum gibt es in zwei bis drei Wochen – die neue Kamera ist bestellt (hier im knapp 400 000 Seelenkaff gibt es tatsächlich nur einen (!!!) Fachhandel für Fotografie – wenn man von “Geiz ist geil, ich bin doch nicht blöd” – Märkten absieht, wo ich ja nach hervorragender *hust* Beratung definitiv nicht mein Geld hintragen wollte.
Wenn dann bei Erhalt der Kamera auch mein Internetzugang funktioniert, steht den bereits mehrfach gewünschten Fotos aus dem Proberaum nichts mehr im Wege ;-)

// Google Waves

Saturday, November 28th, 2009

Bei Google Waves treibe ich nun auch mein Unwesen (danke für die Einladung, Sarah :-) )
Und ich kann – wenn ich das richtig lese – auch acht Leute einladen.
Wer eine mag, möge sich in den Kommentaren melden.

Drei Einladungen möchte ich aber an Musiker, die selber Songs schreiben, vergeben. Vielleicht läßt sich dieses Google Waves als eine Art virtueller Proberaum nutzen?

Bisher lief das bei mir immer so ab, daß ich meine Sachen auf einen Server hochgeladen habe, die Gastmusiker haben sich das runtergeladen, ihren Teil eingespielt – tja, und dann wurde es chaotisch: Ich gebe ungern die Verbindungsdaten zum Server raus, bei einigen wenigen habe ich das mal mit mehr, mal mit weniger Bauchschmerzen gemacht.
Einige wenige male konnte ich die Audio-Spuren von deren Server runterladen und für eine E-Mail sind Audiospuren einfach zu groß (Postfachbegrenzungen usw.) Es blieb also nur der gute alte Postweg :-)

Vielleicht geht das jetzt alles einfacher…. mal schauen.
Was bei diesem Versuch herauskommt, weiß ich nicht.

Ich könnte mir da durchaus einige Kompatibilätsprobleme wegen Software usw. vorstellen – deshalb auch dieses neue Projekt.
Für die Arbeiten an “Vie Noir” mache ich vorerst alles wie gehabt – auch wenn das eine (bewährte) Krücke ist ;-)

PS: stilistisch bin ich relativ flexibel – HüpfHopf muß es aber nicht gerade sein…

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// Die Macht der Musik

Saturday, October 24th, 2009

Kennt Ihr das? Ihr hört einen Song und Ihr verbindet damit eine Situation aus Eurem Leben.

Welcher Song ist das?
Welche Erinnerungen werden in Euch zum Leben erweckt?
Ist das die Musik, die Ihr mögt, oder sind da Stilistiken dabei, die Ihr normalerweise nicht freiwillig hören würdet?

Letzteres trifft auf mich zu: mit Rap oder deutschsprachiger Musik kann ich relativ wenig anfangen. Ich will damit nicht sagen, daß diese Art von Musik “schlecht” sei – mir fehlt einfach der Bezug und ich halte diese Art von Musik für “nichtssagend”. Ich kann mit dieser Stilistik einfach “nichts anfangen”.

Es gibt aber dennoch einen Song, auf den diese beiden Kriterien zutreffen (deutschsprachiger Rap) und trotzdem – oder gerade deshalb? – verbinde ich damit eine Anekdote aus meinem Leben.

*Popcorn rumreich*

Wie schwer es ist, eine funktioniernde Band zusammenzustellen, habe ich hier des öfteren berichtet.
Mit dem “Gastmusikerprinzp” mache ich es mir ja vergleichsweise einfach – man trifft sich für zwei oder drei Songs, es gab im Vorfeld Absprachen und der jeweilige Gastmusiker akzeptiert diese und ist somit mit dabei. Oder auch nicht.

Schwieriger wird es, wenn man langfristig planen will: viele Dinge sind zu berückichtigen, das Privatleben spielt eine nicht unwesentliche Rolle, musikalisch muß es passen usw. usf.

So ist es natürlich erfreulich, wenn man eine Schlagzeugerin kennenlernt, die nicht nur gut aussieht, sondern darüberhinaus auch noch über den entsprechenden Bekanntenkreis verfügt.

Kurz: eine Traumfrau, die nicht nur am Schlagzeug überzeugt hat.

Darüberhinaus hat sie innerhalb von wenigen Tagen eine komplette Band zusammengestellt.

Die erste Probe fand statt, bis auf eine Ausnahme (der Bassist) waren nur Leute dabei, die ich bereits kannte.
Die Probe lief perfekt und auch wenn wir – mit Ausnahme der Schlagzeugerin – nicht das perfekte Equipment hatten und alle bestenfalls fortgeschrittene Anfänger waren, so machte es sehr viel Spaß, einfach mal nur Krach zu machen und rumzuimprovisieren.

Ein gelunger Abend – ohne Zweifel.

Die zweite Bandprobe eine Woche später verlief etwas anders.

Die Schlagzeugrin hatte kurzfristig angekündigt, daß sie sich verspäten wird. Wir Jungs haben uns aber trotzdem pünktlich getroffen und erstmal ein Bier getrunken. Schnell kamen wir auf die üblichen postpubertären Themen zu sprechen: da taten sich in Bezug auf die Schlagzeugerin Abgründe auf.

Irgendjemand kramte dann eine Kassette hervor und spielte diese ab.

In genau diesem Moment kam sie herein. Natürlich hat sie die Situation sofort richtig interpretiert – dies war deutlich an ihrer Mimik zu erkennen: freudiges Hallo, erstauntes Schweigen, Begreifen, Panik, gespielte Gelassenheit. Und das alles nahezu gleichzeitig.

Es war eine regnerische Nacht: die Bandprobe war gelaufen, wir bauten ihr Schlagzeug ab und trugen es raus in den Regen auf den Parkplatz. Ohne Schlageuger probt es sich natürlich schlecht, deshalb war in Ermangelung eines Drumcomputers die Probe gestrichen.

Ich kann heute nicht mehr sagen, wie sie aussah… meine letzte Erinnerung an sie ist die durch den Regen verschwommene Spiegelung auf dem nassen Asphalt und ihr Schlagzeug.

Wir Jungs kannten uns ja bereits einige Jahre und in dieser Zeit entstand eine Männerfreundschaft, die keine Frau zu untergraben vermag.
Folglich war an diesem Abend ein kollektives und ausgiebiges Besäufnis angesagt.
Den Bassisten hat es offenbar am härtesten getroffen (im Nachhinein war er der Einzige, der sie immerhin zweimal traf): jedesmal, wenn er eine Gruppe von Frauen sah, erzählte er, wie wir gleichzeitig Single wurden. Die Erfolgschancen gingen gegen null und führten in einem Fall zu Hausverbot 8-)
Ich habe auch heute noch Kontakt mit den Jungs – und wir jammen auch heute noch.

Manchmal schwelgen wir in Erinnerungen und manchmal hören wir die Musik, die wir damals mochten. Wenn wir “Die da” von den Fantastischen 4 hören, erinnern wir uns auch an sie – unsere Bandmatratze.

Wir trinken dann schweigend einen Schluck Bier und wissen, daß wir uns alle die gleiche Frage stellen:

Hat das Schlagzeug damals diese regnerische Nacht unbeschadet überstanden?

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