(c) by Broken Spirits

// Wenn die Katze aus dem Haus ist, usw….

Da ist man mal vier Wochen im wohlverdienten Urlaub, und wenn man dann wieder zurückkommt ist innerhalb von Sekunden die wohlverdiente Erholung buchstäblich am Arsch… :-(
 
Während meiner Abwesenheit mutierte mein Proberaum zu einer Baustelle, ein Riesenloch in der Decke und den ganzen Dreck am Boden und die zusammengeschobenen Sachen mochte ich gar nicht mehr fotografieren…
 
Proberaum
 
Ich kann ja quasi noch von Glück reden, daß ich überhaupt noch Licht habe…
 
Die ganze letzte Woche also den Feierabend mit Putzen verbracht (bzw. Urlaubsfotos bearbeiten). Ich hätte mich ja lieber um meine Blogparade gekümmert und wäre durch die Gegend gezogen und hätte die fehlenden Geräusche aufgenommen. Drei sind ein bißchen wenig… falls noch jemand Interesse hat…? Ich fürchte, ich bin etwas in Verzug 😉
 
Wenigstens habe ich nicht nur mein Equipment abgestaubt, sondern bei einem Nachbarn noch ein antik aussehendes Möbelstück. Da habe ich jetzt einen Platz, um mal ein Instrument abzulegen, während ich an den Computerreglern rumschraube. Und: das hat doch was, oder? Oder????
 
Proberaum

// Blogparade: The Sound Of The Blog-O-Sphere

Zusammen mit Alex von Internetblogger starte ich heute eine Blogparade: The Sound Of The Blog-O-Sphere.
 
Die „Regeln“ sind ganz einfach: Ihr macht nämlich genau das, was Ihr immer macht – über ein Thema bloggen, das Euch gerade unter den Nägeln brennt. Zusätzlich nehmt Ihr passend zu Eurem Blogeintrag ein Geräusch auf und verlinkt auf diesen Artikel und den von Alex.
 
Eure Geräusche werde ich dann herunterladen und zu einer Klangcollage verarbeiten. So oder so ähnlich könnte sich das dann anhören.
 
Blogparade: The Sound Of The Blog-O-Sphere
 

Welche Geräusche können verwendet werden?

 
Das ist ganz Eurer Phantasie überlassen: die Strickbloggerin kann das Klappern von Stricknadeln aufnehmen, der Haustierblogger eine „Unterhaltung“ seiner Fellnasen, der Tech-Blogger das Piepsen eines Gerätes, der Autoblogger den Sound seines neuen Autos, der Fotoblogger die Umgebungsgeräusche an dem Ort, an dem gerade fotografiert wird und so weiter. Da ist also für alle etwas dabei. Alles ist möglich, es sollte nur zu Eurem Blogeintrag passen.
 
Die Dauer des Sounds sollte max. 1 Minute betragen. Kurze Klangschnipsel kann ich für rhythmische Elemente (also quasi als Schlagzeugersatz) verwenden, längere Geräusche eignen sich für Flächensounds oder Melodien. Das werde ich dann von Fall zu Fall entscheiden 😉
 
Einzige Einschränkung: es darf kein urheberrechtlich geschütztes Material sein (es sollte also auch keine Musik/ Fernsehen o.ä. im Hintergrund laufen). Aber das versteht sich ja von selber, oder? 😉
 
Das Format sollte eine MP3 sein, wer mir einen Gefallen tun möchte, kann auch eine wav auf den Server laden, denn damit arbeite ich letztlich hier im Tonstudio. Ich kann mir aber auch die meisten gängigen Formate selber konvertieren. Das ist also kein „Muß“.
 

Wie nehmt Ihr auf?

 
Hierzu hat sich Alex in seinem Blogeintrag bereits ein paar Gedanken gemacht, wie sich eine Tonaufnahme mit dem Smartphone am Besten durchführen lässt.
 
Wenn es gar nicht anders geht, tut es zur Not auch ein Video und ich extrahiere daraus die Tonspur.
 
Update: Die Dauer der Blogparade ist auf 8 Wochen beschränkt – das wäre also bis 8. Juni.
Ich suche derzeit durchaus noch Geräusche (bzw. nehme auch selber auf, was das Zeugs hält)… es sind noch nicht genug. Schöner und interessanter wäre es aber, wenn es möglichst viele Geräusche aus der Blog-O-Sphäre sind und nicht nur aus meinem unmittebaren Proberaum-Umfeld 😉
 

Kleiner Hinweis

 
Ich hatte in der Vergangenheit ein paar Probleme mit den Trackbacks. Mittlerweile habe ich das in Verdacht stehende PlugIn entfernt, falls hier aber dennoch nichts eingehen sollte, hinterlasst hier einfach einen Kommentar. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, kann mir die jeweilige MP3 bzw. den Link dazu auch per Mail schicken: thesoundoftheblogosphere[ät]broken-spirits[punkt]com
 

Fragen?

 
Dann ab in die Kommentare damit 😉
 
Das Logo für diese Blogparade dürft Ihr gerne verwenden. Und nun viel Spaß :-)
 
[Update: ich liste die eingegangenen Geräusche hier tabellarisch auf (irgendwann gibt es die Tabelle vielleicht auch in schön 😉 ), um nach Möglichkeit Doppelungen zu vermeiden bzw. nach Möglichkeit einzuschränken.]

// B wie Broberaum

Dieses komische B, das die CDU gerade vorschlägt, sollte eigentlich nicht auf meinem Blog kleben sondern eher an manchen Proberaumtüren.
 
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen manchen Eltern die frühmusikalische Früherziehung wichtig war. Da kam es dann durchaus vor, daß abends – als die Schnapsleichen vom Vortag gerade aufwachten und aus den Räumen der Feierabendmusiker die ersten Graswolken durch die Gänge zogen – kleine Kinder von 6 Jahren oder jünger bei einem Nachbarn Schlagzeugunterricht bekamen.
 
Als der Schlagzeugunterricht vorbei war, kamen die armen, unschuldigen Kinder aus den Unterrichtsräumen raus, und sahen uns gestandene Musiker, wie wir unvergällten Ethanol weggepichelt haben (in einer dieser Nächte entstand der Name „Broken Spirits„).
 
Wenn die Eltern zu spät kamen, um ihren Nachwuchs abzuholen, durften die Kleinen auch mal in unseren Proberäumen weitertrommeln oder andere Instrumente ausprobieren. Wir hatten eigentlich immer ein Interesse daran, den Nachwuchs für unser Hobby zu begeistern.
Die Proberaumwände waren mit den unterschiedlichsten Sachen dekoriert: in einem Fall eine Kalaschnikow, andere Proberaumwände waren mit Ochsenblut gestrichen und mit Pentagrammen dekoriert, in den Proberäumen der Technofuzzies fand man auf jeder Ablagefläche bunte Pillen und einmal saß ich in einem Nachbarproberaum auf einer Couch, was dazu führte, daß ich nach Verlassen des Proberaumes von einer zufällig vorbeikommenden Polizeistreife eingesammelt wurde, weil der Drogensuchhund meine Hose anbellte.
 
Eine aufwendige Analyse meiner Hose auf der Polizeiwache hat ergeben, daß man – sofern man meinen Hosenboden geraucht hätte – den Rausch seines Lebens gehabt hätte, so viele unterschiedliche Drogenspuren fanden die Ordnungshüter. Offenbar ist ausnahmslos jeder Drogentest positiv ausgefallen.
 
So fing meine „Musikerkarriere“ an und diese fröhlichen Urstände dauerten an, bis der Vermieter nach zwei Jahren notgedrungen aufgeräumt hat, weil das alles etwas zu extrem wurden. Das lag aber weniger am Alkohol oder anderen Rauschmitteln, sondern war vielmehr darin begründet, daß die Zuhälter vom nahegelegenen Straßenstrich die „Groupies“ von erfolglosen Bands gesucht haben. Wobei die erfolgreicheren Bands die Bordsteinschwalben durchaus auch mal als Tänzerinnen oder Backgroundsängerinnen für Auftritte engagiert haben, um den Frieden zu wahren.
 
Wie dem auch sei: wenn auf den Blogs in Zukunft ein B stehen soll, dann brauchen wir alle wohl ein L auf der Stirn. Das steht dann für „Leben“ und alle Kinder sollten die Straßenseite wechseln aber um Himmels willen kein Instrument lernen. Am besten gleich ganz wegschließen und vor dem Unterschichten-Fernsehen versauern lassen. Boris Vian hat dieses Lebensideal in „L’Arrache-coeur“ einmal schön auf die Schippe genommen.
 
Nachhaltig geschadet hat es übrigens keinem der Kinder: manche Eltern hatten ein lebensnahes Beispiel, wie man es nicht macht und konnten ihren Kindern das auch vermitteln.
Die meisten Kinder sind heute verdammt gute Musiker und haben selber einen Proberaum (teils von den Eltern gesponsort, teils eigenfinanziert – je nach Alter) und die ersten gehen einem selbständigen und geregelten Leben nach und machen den gleichen Scheiß, wie unsereins vor über einem Jahrzehnt.
Die anderen wenigen kamen irgendwann nicht mehr zum Musikunterricht. Was aus denen geworden ist, weiß ich nicht.
 
Die meisten Blogs dürften harmloser sein, oder war dieser Blog-Artikel jetzt jugendgefährdender als der Broberaumalltag? Welchen albernen Buchstaben brauche ich jetzt? Und wo? Auf meinem Blog oder an der Proberaumtür?
 
Edit: Positionspapier der CDU [pdf] (ab Zeile 49)

// Keine Zeit, mir ’ne aussagekräftige Überschrift auszudenken

Bloggen läuft bei mir eher nebenher. Wenn es zuviel im Proberaum zu tun gibt, fällt die Bloggerei auch mal aus.

Heute war wieder so ein Tag: ich bin als Gastmusiker in einer anderen Band tätig. Die Klänge des heutigen Abends werden also nicht unter dem Namen „Broken Spirits“ das Licht der Welt erblicken.

Aber was für ein Song: ich habe in die Vorab-Demos reingehört und wie nicht anders zu erwarten: Wahnsinn!

Jetzt fliegt hier natürlich wieder die Kuh. Meine Arbeiten an „Vie Noir“ stagnieren ja derzeit auf hohem Niveau. Da kommt ein wenig Input von außen genau richtig.

Zwei-drei Gitarrenriffs, die ich mir für diese Band ausgedacht habe, haben nicht so gut gepaßt, wie erwartet, waren aber gleichzeitig gut genug, um sie zu konservieren für spätere eigene Songs. An Erfahrungen nimmt man als Gastmusiker immer einiges mit.

Die nächste Woche wird wieder stressig, deshalb habe ich heute versucht, soweit wie möglich einen Gitarrenpart auszuarbeiten. Natürlich nur die Rohform – zu diesem Zeitpunkt des Songwritings ändert sich meistens noch so einiges (ich habe alleine heute zwei Versionen von diesem Song erhalten).

Das Studiogemurmel am Ende einer Roh-Aufnahme ist 300 km weiter weg übrigens inhaltlich genau das gleiche wie bei mir im heimischen Proberaum. Dieses Wissen ist irgendwie beruhigend.

Heute abend habe ich ausnahmsweise mal auf einige selbstauferlegte Benimmregeln im Tonstudio verzichtet. Zum Beispiel diese hier – eigentlich ein absolutes No Go im Proberaum, wie jeder erahnen kann, der schon mal seinen Kaffee aus einer Tastatur trinken mußte:

No Go im Tonstudio: Getränkeflaschen auf dem Mischpult

Ich gespannt wie ein Flitzebogen, was aus diesem Projekt wird. Ich hatte ja schon lange nix „fremdes“ mehr. Ich hoffe ja, daß meine Klampferei gut ankommt bei denen 😉

Und nein: ich verrate nicht, wer hier mit wem und warum. Das ist erstens nicht mein Job (ich bin der Gastmusiker) und zweitens (viel wichtiger): so was soll man nicht verschreien 😉

 

// Jahresrückblick 2010

Rückblickend betrachtet habe ich wohl nie soviel Zeit im Proberaum verbracht wie in diesem Jahr. Gleichzeitig war ich auch nie weniger an den Instrumenten tätig.
Die ersten Monate war ich noch voll mit dem Endspurt meiner nächsten CD „Vie Noir“ beschäftigt, bis dann mein kleines Tonstudio im wahrsten Sinne des Wortes innerhalb von wenigen Minuten den Bach runterging. Das waren wohl bisher mit die schmerzhaftesten Minuten meines Lebens, schließlich habe ich das ganze Ding in jahrelanger Kleinarbeit mühsam aufgebaut, fast jede freie Minute und jeden übriggeblieben Euro da reingesteckt. In elf Jahren kommt da einiges zusammen, was nach dieser Unwetternacht erstmal weg war.

Glücklicherweise kam es dann doch nicht so schlimm, wie zunächst befürchtet. In den elf Jahren habe ich mir schließlich auch recht viel technisches Wissen aneignen können und so war es mir möglich, mein komplettes Equipment zu zerlegen, zu reinigen und letztendlich bis auf ganz wenige Ausnahmen zu retten. Leider ging in dieser Nacht mein Fotoapparat kaputt, so daß es keine Bilder von diesen Reparaturarbeiten gibt. Sehenswert wäre es schon gewesen, wie sich überall auf dem Fußboden, Kisten, geliehenen Tapeziertischen, überhaupt jeder freien Fläche die Platinen der Mischpulte, Effekte, Synthesizern und Verstärker stapelten. Das war eine Zeitlang kein Proberaum oder Tonstudio mehr sondern hatte mehr Ähnlichkeit mit einer Elektrowerkstatt oder einer Entsorgungsstelle für Elektroschrott.
Aber: ich habe es geschafft, daß Zeugs zu retten und das hätte ich mir selber gar nicht zugetraut. Darauf bin ich heute schon ein bischen stolz :mrgreen:

Äußerst unschön war auch der Moment, in dem mein Ex-Vermieter seinen wahren Charakter zeigte. Das kam zwar nicht völlig unerwartet, denn schon in der Vergangenheit war Polen offen, sobald der Kerl an einem Musiker kein Geld mehr verdient. Diese Erfahrung durfte ich nun also auch machen und die werde ich so schnell nicht vergessen. Dieses §$%&?# kann mir in Zukunft mal im Mondschein begegnen.
Andererseits konnte mir dieser Dummkopf nicht wirklich ans Bein pinkeln und trotz mehrfacher Versuche, mich bei meinem neuen Vermieter madig zu machen (die Versuche laufen nebenbei immer noch), besteht ein recht gutes Verhältnis zu dem neuen Vermieter – auch wenn ich mich hier manchmal beobachtet vorkomme bzw. ausgefragt werde. Aber ich habe ja nichts zu verbergen und deshalb darf das auch so sein – solange es mich nicht vom Musikmachen abhält. Mich freut es ja auch immer, wenn sich jemand für mein Hobby interessiert.
Dieses Thema kann ich also auch zu meiner Zufriedenheit beenden und ich weiß, daß sich darüber jemand etwas ärgert. Dieses Wissen ist übrigens weitaus befriedigender als es ein kleiner Rachefeldzug, zu dem ich stellenweise durchaus Lust hatte.

Nach diesem Desaster und dem damit verbundenen Umzug in den neuen Proberaum bestand also etwas mehr als die zweite Hälfte des Jahres darin, den neuen Proberaum einzurichten. Ich habe in diesem Zusammenhang festgestellt, daß eine gute Kabeldokumentation von unschätzbaren Vorteil ist. Das merkt man vor allem dann, wenn man diese nicht hat.
Das ist nun also ein Vorsatz für das nächste Jahr. Jetzt wo ich weiß, in welche Buchse welcher Stecker gehört, kommt an jedes Kabelende eine aussagekräftige Beschriftung. Bei einer Gesamtlänge von deutlich über 500 Metern Kabel lohnt sich das.
Einige Kleinigkeiten fehlen noch, ein paar Sachen sind improvisiert und diese werden in naher Zukunft bei Gelegenheit abgearbeitet. Es sind aber nur Kleinigkeiten, die eher unter die Rubrik „Nice-to-have“ fallen. Eine gemütliche Sitzgelegenheit wäre zum Beispiel schön…

Leider sind durch den Wasserrohrbruch die Arbeiten an „Vie Noir“ vollständig zum Erliegen gekommen und einige Songs sind wohl auch verloren, da sie sich zum Teil auf der falschen Festplatte befanden (nämlich die, die durch Wasser an den falschen Stellen etwas zu viel Strom abbekommen hatte). Zwar mache ich regelmäßig Sicherungskopien aber in diesem Fall war ich gerade am Umschreiben des Arrangements und hatte diese Sicherungskopie verschoben, da es noch nicht viel zum Sichern gab. Nun, so ist es jetzt eben.

Auch wenn ich die ganzen Blödeleien am Getränkeautomaten im alten Proberaum etwas vermisse, so ist es hier doch ein paar Klassen besser. Um die Probezeiten der Nachbarn brauche ich mir keine Gedanken mehr zu machen und kann mich hier nach Herzenslust austoben. Dabei störe ich noch nicht mal andere. Das ist alles in allem schon eine sehr große Verbesserung.

Und so kann ich diesem verrückten Jahr doch noch etwas Positives abgewinnen. Wenn mir das jemand vor einem halben Jahr gesagt hätte, hätte ich die betreffende Person in die Klappsmühle einweisen lassen… 😉

// Der Alltag hat mich wieder

Wieder zwei Schritte weiter zur Normalität:

  • Ich habe endlich einen Toilettenschlüssel. Besser ausgedrückt: ich kann den Kloschlüssel jetzt nutzen. Genau 10 Minuten vor Abfahrt in den Urlaub habe ich den Erhalt per Unterschrift quitiert und mir damit das Nutzungsrecht nach Zahlungszusicherung von 15 €/Monat der Toilette gesichert. Wie einer meiner autobastelnden Kollegen bemerkte: die Räume hier sind wie VW. Standardausführung recht billig, alle Extras kosten extra.

    Die ganze Zeit über durfte ich freundlicherweise das Klo meiner Stammtanke nutzen, nach Ladenschluß durfte der nahegelegene Bahnsteig – ach, lassen wir das… 😉
    Es nervte schon irgendwie und die 15 € sind nicht die Welt und machen die Arbeit hier erheblich angenehmer.

  • Die geänderten Wetterbedingungen warfen auch ein geringfüg kleines neues Problem auf: Schnee klebt an den Schuhen und wird somit im Proberaum großflächig verteilt. Das sieht nicht schön aus und wirkt sich bei der durch den Ex-Vermieter verursachten Vorgeschichte ggf. auch negativ auf das zwischenmenschliche Verhältnis zum neuen Vermieter aus. Ein Vorwurf war ja das Chaos in meinem alten Proberaum…

    Andererseits gibt man für manche Sachen wie einen Teppich für den Proberaum einfach kein Geld aus (der Teppich ist sowieso bald biergetränkt, dafür wird spätestens der ein oder andere Gastmusiker sorgen) und so kam der Teppich auf dem Sperrmüll um die Ecke gerade recht. Die Füße lassen sich nun abtreten (jedenfalls im hinteren Teil des Proberaums) und der Boden ist somit in Zukunft um einiges sauberer.
    Für den vorderen Teil fehlt noch eine Lösung, aber der Sperrmüll wird auch hier helfen. Geduld lautet die Devise 😉

  • Teppichboden im Proberaum

    Wer sich gerade fragt, warum ich hier immer wieder und wieder darüber schreibe, daß der neue Proberaum immer mehr wird, wie er sein soll: die Entwicklung zum benötigten kreativen Chaos braucht seine Zeit. Nichts geht von heute auf morgen und bis ich hier wieder richtig aktiv werde, werden noch ein paar Tage vergehen. Die Technik funktioniert mittlerweile astrein, der Tag an dem ich mich hier heimisch fühle und mal richtig die Sau rauslassen kann, wird aber noch etwas auf sich warten lassen. Dazu gehören auch so banale Sachen wie ein Teppich.

    Oder wie schon The Dude in seiner unendlichen Weisheit geahnt hat:

    Dieser Scheiß-Teppich macht diesen beschissenen Scheiß-Raum erst richtig scheißgemütlich!

    // Fix und fertig

    Nur noch die Spuren der Baustelle sind zu beseitigen… etwas aufräumen, durchfegen und Werkzeug zurückgeben, in einem Fall gestalltet sich das schwierig, da der Verleiher nicht erreichbar ist – das Hausverbot im alten Proberaum steht dabei ganz ordentlich im Weg.
    Prinzipiell könnte ich da zwar einfach reinlatschen und einen Zettel an die Tür hängen – was zum einen den Effekt hätte, daß exakt zwei Minuten später mein Telefon klingelt, da der alte Vermieter in seiner Freizeit nichts besseres zu tun hat, als in seiner Wohnung in $Ortschaft_40_km_entfernt vor der Überwachungsanlage zu sitzen und den Parkplatz zu beobachten. Auf dieses Telefonat habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Zum anderen wäre das auch nur Wasser auf den Mühlen dieser alten Petze. Darauf habe ich noch weniger Böcke.

    Am Samstag wurden meine Bastelaktivitäten nur kurzzeitig durch den Hausmeister unterbrochen, der mal in einer Arbeitspause kurz Klavier spielen wollte. Also kurz meine Rechner hochgefahren, Keyboards angeschmissen und er konnte loslegen. Nun – das kann er ziemlich verdammt gut. Wenn es zeitlich hinhaut, gibt das bestimmt eine Jamsession und/oder einen neuen Gastmusiker :-)

    Auch die Autowerkstatt war am Sonntag für einen Lacher gut. Die Aktion von denen war filmreif: ein Auto fällt während der Fahrt auf dem Hof komplett auseinander… 😯 Irgendwie haben sie es trotz gebrochener Vorderachse geschafft, die Einfahrt zu treffen. Danach sind sie mit einer Schubkarre über den Hof und haben alle möglichen Einzelteile eingesammelt – Radkappen, den Auspuff, die Beifahrertür, einige Teile von was weiß ich woher… wie gesagt: sowas gibt es eigentlich nur im Film :mrgreen:

    Fotos vom Proberaum gibt es in zwei bis drei Wochen – die neue Kamera ist bestellt (hier im knapp 400 000 Seelenkaff gibt es tatsächlich nur einen (!!!) Fachhandel für Fotografie – wenn man von „Geiz ist geil, ich bin doch nicht blöd“ – Märkten absieht, wo ich ja nach hervorragender *hust* Beratung definitiv nicht mein Geld hintragen wollte.
    Wenn dann bei Erhalt der Kamera auch mein Internetzugang funktioniert, steht den bereits mehrfach gewünschten Fotos aus dem Proberaum nichts mehr im Wege 😉