Broken Spirits

Lebenszeichen aus dem Proberaum
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    Die geballte Ladung an Technik und Equipment, die im Proberaum benötigt wird.
    Hier findet ihr alles zu Gitarren, Bäßen, Schlagzeugen, Keyboards, Synthesizern, Mischpulten, Kabelsalat, Musikbearbeitungssoftware u.v.m.

    Oft kommt es auch zu Problemen mit der Technik und so finden sich in dieser Kategorie hin und wieder Links zu Bedienungsanleitungen oder Tips und Tricks, wie man möglichst schnell die Proberaum – Technik wieder zum Laufen bringt. Allerdings ist dies beschränkt auf Equipment, das bei mir im Proberaum vorhanden ist…


    // Konsumzwang


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    Da sucht findet man zufällig eine standesgemäße Plektrumschachtel und dann ist die noch gefüllt. Nur die Schachtel kaufen ging nicht – also mußte ich den Inhalt mitkaufen…
     
    Plektrumschachtel
     
    … und aufessen. Schlimm, daß man heutztage dazu verdammt ist, immer Zeugs mitzukaufen, was man gar nicht haben will, oder?





    Im Proberaum notiert am 08.04.2013 um 7:28 am und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits

    // Review: Riffstation


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    Heute gibt es einen Blogeintrag für Gitarristen bzw. solche, die es werden wollen. Eine irische Softwareschmiede hat die „Riffstation“ entwickelt, mit der sich Gitarrenspuren aus fertigen Songs extrahieren lassen, einzelne Songabschnitte loopen lassen, Akkorde angezeigt werden und sich für Playalongs individuelle Jamtracks erstellen  lassen.
     
    Das alles geht zwar alles auch mit Logic oder Cubase, aber welcher Anfänger der Saitenfraktion möchte a) gleich zu Beginn einen Haufen Geld ausgeben und vor allem b) sich mit diesen Programmierorgien auseinandersetzen?
     
    Hier setzt die Riffstation an: ein kleines, erschwingliches Programm, das einfach und intuitiv zu bedienen ist.
     

    Jam Master

     
    Der Jam Master hat drei „Module“:  Tempo, Isolate und Pitch.
     
    Isolate ist hier der wichtigste Teil, denn damit läßt sich die Gitarrenspur extrahieren bzw. stummschalten. Wunder darf man bei fertig abgemischten komplexen Arrangements  natürlich keine erwarten, dennoch leistet diese Funktion erstaunlich gute Arbeit. Einzig bei einigen sphärischen Keyboard/Gitarren-Klangteppichen kam die Riffstation etwas ins Stolpern und die Trennung der Spuren war nicht ganz sauber. Diese Aufgabe fällt jedoch eindeutig in die Rubrik „Wunder“ und so fand ich dieses Ergebnis nicht überraschend.
     
    Screenshot Riffstation, Isolator
     
    Die Bedienung war für mich intuitiv, die Online-Hilfe habe ich hierfür nicht benötigt. Allerdings ist bei mir auch schon einiges an Grundwissen vorhanden, in meiner Freizeit mache ich ja fast nichts anderes als Musik.
     
    Ich denke, auch blutige Anfänger können sich hier sehr schnell einarbeiten – eine Erweiterung um einige Presets (verzerrte Gitarre, akkustische Gitarre o.ä.) könnte an dieser Stelle jedoch hilfreich sein. Die Sologitarre ist einfach: dort, wo der Peak ist, ist sie. Bei der Rhythmusgitarre könnte problematischer werden.
     
    Schwer zu sagen – ich bin schon zu lange dabei, als daß ich das jetzt durch die Augen eines Neulings beurteilen kann. Für den Fall, daß jemand überhaupt nicht klar kommen sollte, gibt es auf YouTube ein Tutorial.
     
    Auf das Modul Tempo war ich besonders gespannt. Zu oft war ich insbesondere  im Bereich der Freeware enttäuscht, wie schlecht solche Funktionen teilweise umgesetzt sind. Nicht nur, daß die Tonhöhe schlecht umgesetzt ist, nein: ohne Knackser geht es selten.
     
    Ganz anders die Riffstation: selbst im langsamsten Tempo (da könnte man beim Zuhören einschlafen) ist die Wiedergabe sauber und frei von Störgeräuschen.  Von 100 möglichen Punkten vergebe ich hierfür glatt 200. Hat mich echt begeistert: Daumen hoch!
     
    Die Pitch-Funktion ist selbsterklärend: Hier läßt sich die Tonhöhe ggf. noch etwas nachregeln.
     

    Riff Builder

     
    Der Riff Builder ist nun auch für mich eine recht spannende Sache, wenn es um das Grundarrangement eines Songs geht: Einzelne Takte eines Songs lassen sich hier neu anordnen.
     
    Für denjenigen, der Gitarre lernen möchte, ist das eine sehr sinnvolle Funktion, um die schwierigeren Stellen öfters in das Playalong einzubauen.
     
    Screenshot Riffstation, Riffbuilder
     
    Aber auch für das Songwriting könnte ich mir hier einige Anwendungen vorstellen – insbesondere dann, wenn es um die Ideenfindung geht. Auch das geht zwar selbst mit meiner alten Windows-Logic –Version problemlos – aber eine „Quick&Dirty“-Methode hat mir hier im heimischen Proberaum dennoch gefehlt. Wenn ein Gastmusiker einige zusätzliche Ideen zum Arrangement hat, kann ich in Zukunft  mit wenigen Mausklicks den kompletten Song umgestalten. Das finde ich eine feine Sache. Der Jam Master funktioniert erwartungsgemäß parallel.
     

    Chord Viewer

     
    Ebenfalls eine schöne Sache: die Software erkennt Akkorde und diese werden graphisch dargestellt. Allerdings werden  derzeit nur Dur, Moll, und Siebener erkannt. Sus2 sowie Sus4 – Akkorde können manuell hinzugefügt werden. Meist sind es nicht die Originalakkorde, bzw. es gibt Griffalternativen, die sich leichter spielen lassen. Als Anhaltspunkt jedoch eine tolle Sache – wenn es dann noch nicht 100%ig paßt, muß eben die gute alte Grifftabelle in Form eines Buches her (aber das gehört ja sowieso zur Standardausrüstung eines jeden Gitarristen). Eine Rückfrage ergab, daß für die nächste Version der Chord Viewer derzeit überarbeitet wird. Es ist dann möglich, manuell Akkorde zu editieren und zwischen verschiedenen Griffalternativen auszuwählen.
     
    Screenshot Riffstation, Chordviewer
     
    Was ich hingegen wieder sehr nützlich finde, ist die Möglichkeit, den kompletten Song zu transponieren. Geht einfach und schnell und dürfte eine echte Erleichterung sein, wenn ich die transponierenden Instrumente in einem Arrangement nicht ausreichend berücksichtigt habe.
     
    Auch hierfür gibt es ein Video-Tutorial.
     

    Der Praxistest

     
    Gitarrenspuren lassen sich bei den von mir getesteten Bands meist sehr gut bis gut extrahieren – in meinen Augen die nützlichste Funktion dieser Software. Einzig bei sehr komplexen Arrangements kommt die Riffstation etwas ins Stottern – was aber zu erwarten war.
     
    Auffallend war, daß das Tempo manchmal nicht ganz korrekt angegeben wird. Die Unterschiede zum Original sind minimal und liegen bei < 10 bpm (bei meinen eigenen Songs ließ sich das am leichtesten herausfinden, da ich meine Originaldateien noch habe). In sich ist es aber geschlossen, d.h. das Metronom läuft nicht aus der Spur.
     
    Nachdem ich ein paar meiner Lieblings-Songs auseinandergenommen hatte, fand ich es spannend zu sehen, was diese Software macht, wenn ich diese für etwas verwende, für das sie überhaupt nicht vorgesehen ist.  Was passiert zum Beispiel, wenn man – anstatt einer Gitarre – versucht, ein Schlagzeug zu isolieren?
     
    Ein derartiges Problem stellt sich mir gerade: für meine nächste CD hätte ich gerne einen Schlagzeugrhythmus, wie er im Drum’n‘Bass gerne verwendet wird. Den kriege ich allerdings überhaupt nicht hin. Also einfach einen entsprechenden Song auf Jamendo runtergeladen und diesen durch die Riffstation gejagt. Zumindest mit elektronischen Schlagzeugbeats kommt die Riffstation erstaunlich gut klar. Einige Abstriche mußte ich zwar machen aber das ist nicht verwunderlich. Da dürfte ich die Tage etwas zu tun haben… (Bei meiner Schießbude konnte ich hingegen ein Totalversagen feststellen. Ob das etwa an meinem Schlagzeug liegen sollte? ;-) )
     
    Bei diesem letzten Test fiel mir ganz zum Schluß doch noch ein kleines Manko auf: ich persönlich bevorzuge es, den geübten Track nach der Probe zusammen mit dem Originaltrack anzuhören. Ich kann mich dann einfach besser auf die Aufnahme konzentrieren, wenn ich nicht gleichzeitig das Instrument spielen muß. Eine Aufnahmemöglichkeit gibt es aber leider nicht. Dies war für mich aber kein Problem, denn Aufnahmemöglichkeiten habe ich hier ausreichend. Immerhin: die isolierte Gitarrenspur kann man als wave-Datei  abspeichern, in Logic importieren und dann erst konnte ich beide Soundfiles parallel anhören.
     

    Fazit

     
    Die Riffstation ist eine Software, die ich mir in meinen Anfangstagen als Gitarrero gewünscht hätte. Bei komplexen Arrangements sollte man zwar keine Wunder erwarten, aber in den meisten Fällen lassen sich die Gitarrenspuren nahezu perfekt extrahieren oder stummschalten. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Mit (teilweise erheblichen) Abstrichen funktioniert der Isolator auch ganz brauchbar bis gut mit anderen Instrumenten – vor allem dann, wenn diese in den Frequenzbereich der Gitarre fallen und/ oder im Soundgefüge besonders prägnant sind. (Die Riffstation ist übrigens auch für andere Instrumente in Planung). Schade fand ich lediglich, daß ich die selbst eingespielten Tracks  nicht mit dem Original zusammen anhören konnte. Dies ließ sich aber problemlos anderweitig lösen.
     
    Insbesondere das Abspielen in wesentlich langsamerer Geschwindigkeit ist hervorragend umgesetzt. Die Riffstation braucht sich in diesem Punkt hinter Profi-Programmen nicht zu verstecken.
     
    Der Chord Viewer ist eine recht nützliche Ergänzung, hat aber derzeit durchaus noch etwas Verbesserungspotential. Um eine Grifftabelle kommt man zur Zeit nicht herum.
     
    Der Riff Builder macht einfach Spaß! Da kann man sich nach Herzenslust austoben und eigene Ideen entwickeln bis die Finger bluten.
     
    Kurz: Man merkt, die Riffstation wurde von Gitarristen für Gitarristen entwickelt und sie gehört unbedingt in jedes Gitarren-Starter-Kit.
     

    Im Überblick

     
    Preis: 39,99 €
     
    Download: http://www.riffstation.com/
     
    Systemvoraussetzungen: Windows XP & Vista, Windows 7 & 8 / Mac OSX 10.6 oder höher,  nur 64 Bit
     
    Anmerkung zum Schluß: für diese Review bekam ich die Vollversion für lau.
     





    Im Proberaum notiert am 14.02.2013 um 11:54 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits

    // Greenbox


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    Manchmal ist man echt betriebsblind. Da habe ich es jetzt tatsächlich geschafft, mich drei Beiträge lang über dieses kotzgrüne Grün an der Wand des potentiellen Nachfolgeproberaumes aufzuregen.
     
    Dabei reicht ein kleiner Schritt zur Seite, um nicht mehr auf dem Schlauch zu stehen. Ein winzig kleiner Input von einem Außenstehenden, der nicht von dieser geballten Ladung Giftgrün erschlagen wurde.
     
    Dieses Giftgrün hat tatsächlich einen unschätzbaren Vorteil. Den brauche ich zwar selten – allerdings spart das richtig viel Geld. Der Preis für eine Greenbox, in die man zu mehreren mitsamt Instrumenten und Bewegungsspielraum reinpaßt, liegt nämlich bei ca. 240 Euro /Tag. Soviel kostet mein Proberaum im Monat.
     
    Ein Musikvideo habe ich ja bereits gedreht (zu sehen hier) und wir hätten damals dringend eine Greenbox gebraucht. Konnte ich mir aber nicht leisten (auch mit Hilfe der finanziellen Unterstützung von Freunden nicht).
     
    Eine Szene drehen kann nämlich ganz schön Zeit fressen. Vor allem dann, wenn man Low Budget arbeitet. Wenn ich mir das Video heute ansehe, kann ich immer noch nicht glauben, daß dieses Musikvideo locker einen Tausender (€) verschlungen hat. Klar, daß die Greenbox dem Rotstift zum Opfer fiel. Das ursprüngliche Drehbuch ebenfalls. Das war im Budget einfach nicht mehr drin.
     
    Schaut Euch einmal die Szene ab 1:07 an. Dieser Übergang von Asphalt zur Wiese. Das wäre wesentlich besser (und einfacher) mit einer Greenbox zu lösen gewesen. Da hätte einfach eine Überblendung von dem Schotterweg zur Wiese gereicht, dann meine Kackstelzen in einer Greenbox filmen und das am Rechner zusammenmontieren.
     
    Unsere Vorgehensweise war damals wesentlich komplexer. Versucht einmal, zwei Locations zu finden, die sich für so einen Übergang eignen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Irgendetwas steht immer im Weg rum, daß bei der zweiten Szene stört – sei es ein Busch oder ein Strommast. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir dafür gesucht haben. Dann muß das ganze ja auch noch vom Bewegungsablauf stimmen. Das sieht man in dem Video nicht, aber da wo ich die Füße aufsetzen “durfte”, lag ein kleiner Stock. Erschwerend kam hinzu, daß nicht nur die Füße in beiden Szenen synchron laufen mußten, sondern auch der Gitarrenkoffer.
     
    Als es endlich eine Aufnahme gab, in der alles gepaßt hatte, konnten wir diese nicht verwenden, da nach drölfzig Takes das Gras plattgetrampelt war. Wie einfach wäre das mit einer Greenbox gewesen!
     
    Nun, die bekomme ich ja jetzt gratis dazu :mrgreen:
     
    Danke an Sascha für diesen wertvollen Hinweis!
     
    Arbeiten möchte ich in so einem giftgrünen Umfeld natürlich nicht dauerhaft – aber da kann ich mir ja eine Gardinenstange mit Vorhängen vor die Wand hängen ;-) Aber das Grün bleibt erhalten – und vielleicht gibt es ja wieder ein Musikvideo. Ich hätte da einige Ideen (schon seit geraumer Zeit) aber abgeschreckt hat mich die Umsetzung ohne diese Greenbox bzw. die Kosten, um eine solche anzumieten.
     

     





    Im Proberaum notiert am 15.01.2013 um 11:21 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits

    // Das Jahr fängt gut an


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    Eben habe ich die Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr erhalten. Ich hatte ja bis vor kurzem mit einer Horrornachzahlung gerechnet, aber es gab sogar Geld wieder. So muß das sein ;-)
     
    Nebenkosten Proberaum 2012
     
    Die Vorzeichen sind zwar etwas verwirrend, da für mein Empfinden gerade falschrum, aber da es die 17 Öcken 65 bar auf die Kralle gab, ist mir das grad egal.
     
    Der Esoteriker hat mich übrigens auf Platz zwei verdrängt, was den Jahresstromverbrauch hier betrifft. Das ist eigentlich viel wichtiger, da die Lästereien auf dem Gelände jetzt ihn treffen, anstatt mich :-P





    Im Proberaum notiert am 03.01.2013 um 12:41 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits

    // Soundforscher


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    Für Gitarristen ist die Suche nach dem perfekten Sound wohl eine der Hauptätigkeiten. Die Gitarreros aus dem Lager der AC/DC-Fans dürften es in Zukunft etwas einfacher haben, wie das Original zu klingen:
     

     
    Den gesamten Weg von den Anfängen bis hin zum Prototypen könnt ihr bei Herrn Banane nachlesen.
     





    Im Proberaum notiert am 18.11.2012 um 10:52 am und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits

    // Wohlstandsfatalismus


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    Mir fällt seit geraumer Zeit sowohl in der Musik als auch in der Fotografie auf, daß ohne das Vorhandensein der neuesten Technik/ Software gar nichts geht.
     
    Blöderweise entwickeln sich die Segnungen der Technik so schnell, daß das aktuell gerade Neueste und Beste veraltet ist, sobald man nach dem Kauf die Haustür erreicht hat. (Okay, das ist überspitzt formuliert, aber Ihr wißt, was ich meine…?)
     
    In der Praxis sieht das trotz allem so aus, daß man die meiste Zeit nichts machen kann, den entweder spart man auf die Folgeversion (die alles besser kann und ohne die überhaupt nichts geht) und wenn das Geld da ist, wartet man darauf, daß endlich der Postbote kommt, der das Objekt der Begierde endlich liefert. In dieser Zeit kann der moderne Mensch ganz offensichtlich nicht kreativ sein (außer man betrachtet das Bearbeiten der Fingernägel mit den Zähnen als schöpferischen Prozeß).
     
    Wenn ich solche Bemerkungen höre oder lese, dann frage ich mich, wo die Menschheit heute wäre, wenn unsere Urahnen genauso gedacht hätten: ohne Stichsäge kann man kein Rad erfinden. Mit einem Faustkeil geht schließlich gar nichts!





    Im Proberaum notiert am 02.09.2012 um 10:49 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits

    // Ich bin verwöhnt…


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    Da gibt es gerade einen Wettbewerb, an dem ich gar nicht teilnehmen brauche, da ich mit meinem ollen Proberaum echt keine Chance habe.
     
    Zu gewinnen gibt es neben etwas Equipment (bzw. einem Gutschein dafür) eine Grundreinigung des Proberaumes. Dazu muß man ein Foto seines Proberaumes auf die Fratzenbuch-Wall posten.
     
    Die ersten Fotos sind bereits da und ich kann nur feststellen, daß es mir richtig gut geht. Mein Proberaum ist sozusagen Königsklasse.
     
    Die bisherigen Highlights:
     

    • Platz 5) der Proberaum sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, allerdings scheint das eine Messie-Band zu sein. Oder die haben für das Foto nachgeholfen, um an den Warengutschein zu kommen. Wie dem auch sei: Wohlfühlfaktor gleich Null und kreatives Chaos falsch verstanden. Nichts für mich – also die Band, der Proberaum schon (aber erst nach der Grundreinigung)
       
    • Platz 4) ein Keller-Proberaum direkt an einer Bahntrasse. Wenn man aus dem Fenster guckt, donnern in Augenhöhe die Güterzüge vorbei. Stelle ich mir praktisch vor, wenn man mal leise Passagen spielen möchte oder das Programm für den nächsten Gig besprechen möchte.
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    • Platz 3) Der Proberaum, in den keine Sardine einziehen möchte – deren Dose ist geräumiger. Wenn sich da der Gitarrist während eines Solos etwas zu schnell bewegt hat ein Bandkollege den Gitarrenhals in der Kaurinne kleben. Dieser Proberaumvermieter muß Zahnklemptner sein und dieses Kämmerlein dient nur der Auftragsakquise.
      Laut Beschreibung gibt es zusätzlich fließend Wasser – aber nur, wenn es regnet und dann auch nur an den Wänden. Die Wände sollen einen Pelz haben. Abrissreif und für eine Grundreinigung ungeeignet. Einziger Pluspunkt dieses Proberaumes: er hat eine Klimaanlage. Diese ist aber falsch eingestellt: im Sommer heizt sie, im Winter kühlt sie.
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    • Platz 2) Der Proberaum in einer Werkstatt. Geprobt wird zwischen Hydraulikschläuchen. Sieht schon fast wieder cool aus – wenn es nicht so eng wäre (gleiches Problem wie oben). Richtig rocken kann man da nicht. Abgebaut werden muß auch nach jeder Probe, da die Räumlichkeiten am nächsten Tag wieder als Werkstatt benutzt werden.
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    • Platz 1) ein “Proberaum” in einem Autohaus – jepp, in einer Verkaufshalle mit Schaufenster (der Gedanke an einen Zoo drängt sich mir unwillkürlich auf) und in einem Wohngebiet, so daß um 22:00 Uhr Schluß mit lustig ist. Also Musik aus, alles abbauen da am nächsten Tag wieder Autos verkauft werden. Ich frage mich bei diesem Foto, ob eine Haftpflichtversicherung eigentlich für den Schaden aufkommt, wenn man im Eifer des Gefechts ein Auto verbeult? Und: wie liest sich dann eigentlich der Schadensbericht?

     
    Wenn ich diese eingereichten Fotos sehe (und wahrscheinlich kommen noch ein paar bis zum Ende dieses Gewinnspiels), dann merke ich, wie gut es mir hier eigentlich geht in meinem Zweiraum-Proberaum, wo ich im Instrumentenraum das ganze Jahr über eine fast gleiche Temperatur habe und einem Technikraum mit Fenster…
    Ich habe hier nur ein Insektenproblem. Aber an die Viecher gewöhnt man sich mit der Zeit (bleibt mir ja auch nichts anderes übrig, nachdem ich meine fleischfressenden zu Tode gepflegt habe meine fleischfressenden Pflanzen sich überfressen haben und anschließend deren Pansen geplatzt ist :-D
     





    Im Proberaum notiert am 12.08.2012 um 6:49 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits