Nein, nicht schon wieder – jedenfalls nicht bei mir.
Bei der gestrigen Auswertung der Suchbegriffe ist mir nur aufgefallen, daß dies gerade auffallend häufig gesucht wird. Kein Wunder bei dem Wetter in den letzten Tagen 
Was tun, wenn ein Wasserschaden auftritt?
Im “Optimalfall” ist man gerade anwesend. Der erste Schritt sollte sein, daß erstmal die Sicherung rausgedreht wird. Dabei sollte man vielleicht schon vorher darauf achten, daß der Sicherungskasten frei zugänglich ist – bei mir damals war das nicht der Fall und wir konnten den Sicherungskasten aufbrechen.
Der Grund ist klar: in einem Proberaum sind nun mal naturgemäß mehr elektrische Geräte vorhanden als in einem normalen Haushalt. Zudem steht meist auch einiges an wertvollen Equipment rum, das geschützt werden muß. Nur ausschalten reicht nicht, denn in den Geräten “überbrückt” das Wasser recht schnell irgendwelche Kontakte und die ganze Bude steht quasi unter Strom. Bei mir damals haben alle eine gewischt gekriegt, die barfuß den Proberaum betreten haben! (Die Sicherung flog wider Erwarten nicht von alleine raus…)
Der zweite Schritt sollte sein: das Equipment raustragen und retten, was zu retten ist.
Den Wasserschaden zu unterbinden geht nicht. Der Proberaum selber ist komplett verloren. Ich habe damals viel zu viel Zeit verloren, Eimer unter die Wasserschwälle zu stellen. Zeit, die ich sinnvollerweise besser dafür verwendet hätte, das Equipment zu retten. Erschwerend kam bei mir noch dazu, daß sich bei den Wassermassen die Regipsplatten aufgelöst haben, was zu noch mehr Wassereinbrüchen führte, wodurch wiederum noch mehr Equipment beschädigt wurde.
Als erstes also das Equipment retten!
Schadensbegrenzung
Nun ist man in einem Proberaum nicht immer anwesend und das Equipment ist also abgesoffen. Wenn man Glück hat, informiert einen der Vermieter oder die Nachbarn. Auch dann ist Eile geboten.
Das komplette Equipment muß nun getrocknet werden. Da hilft nur eines: Schraubenzieher in die Hand nehmen, alle Gehäuse aufschrauben, die Geräte nach Möglichkeit hochkant hinstellen (damit das Wasser ablaufen kann). Fönen, Ventilatoren aufstellen (notfalls ausleihen) und warten. Mindestens drei Wochen sollte das Equipment Zeit haben, um zu trocknen. Diese Zeit kann man nutzen, um einen neuen Proberaum zu suchen. Der alte könnte nämlich so aussehen.
Ganz wichtig: das Equipment sollte auch so gelagert werden, daß sich ein Gutachter der Versicherung einen Überblick über den entstandenen Schaden verschaffen kann. Der kommt meist sehr schnell (am nächsten Tag) und wenn der da war, kann dann auch damit begonnen werden, das Equipment auseinanderzu bauen. Falls das Equipment in Nachbarproberäumen zwischengelagert ist, sollte man dafür sorgen, daß man entweder die jeweiligen Schlüssel hat bzw. die Nachbarn ebenfalls anwesend sind.
Wenn man schon dabei ist, jedes Instrument zu trocknen, sollte dabei auch gleichzeitig eine Liste angelegt werden, was überhaupt da ist und der Schaden beschrieben werden. Dazu sollte auch der jeweilige Wert notiert werden. Das ist meistens gar nicht so einfach – wenn es sich dabei um selbstgebaute Computer handelt oder Vintage-Instrumente, die nicht mehr im Handel erhältlich sind.
Genaueres sollte bei dem Gutachter erfragt werden bzw. der wird es Euch von sich aus sagen.
Kleiner Tip am Rande: wenn das Equipment zerlegt wird auf eine gute Dokumentation achten und die Einzelteile in Gruppen aufbewahren. Ein Keyboard oder Mischpult hat erstaunlich viele Einzel-Platinen 
Jedes Gerät sollte bei dieser Gelegenheit auch fotografiert werden, um eventuellen Schaden zu dokumentieren.
Versicherung
Vorneweg ein Anmerkung: bei mir kam damals die Haftpflichtversicherung der Baufirma für den Schaden auf, durch deren Arbeiten es zu dem Wasserrohrbruch kam.
Der Gutachter wird wahrscheinlich zwei Möglichkeiten vorschlagen:
1) Ein “Regulierer” (ich glaube, so hieß die Berufsbezeichnung?) kommt, und nimmt den Schaden auf. Der wird den natürlich auch möglichst kleinrechnen (das war die Aussage des Gutachters
)
2) Mit der Versicherung wird eine Abwicklungsvereinbarung abgeschlossen. Das bedeutet, die Versicherung zahlt eine bestimmte Summe und gleichzeitig verzichtet der Geschädigte auf weitere Schadensersatzansprüche. Das Geld aus dieser Abwicklungsvereinbarung kann auch versoffen werden, da fragt keiner mehr nach.
Welche Variante nun besser ist, muß jeder für sich selber entscheiden. Nachteile haben beide: im ersten Fall wird der Gebrauchtwert ermittelt. Bei einem Verstärker aus den 50iger Jahren ist das u.U. gerade mal ein Euro. Was natürlich aus Musikersicht völliger Quatsch ist.
Die zweite Variante ist so ein bisschen wie Glücksspiel. Kann gut gehen, muß aber nicht. Wer gut basteln kann oder jemanden kennt, der sowas kann und das Equipment selber retten kann, kann aber durchaus Glück haben. Hier ist natürlich Verhandlungsgeschick mit dem Gutachter gefragt.
Wie gesagt: welche Variante besser ist, muß jeder für sich selber entscheiden.
Erfreulicherweise war bei mir die Versicherung auch recht schnell. Das hat reibungslos geklappt.
Wie kann man größeren Schaden schon im Vorfeld vermeiden?
Vorbereitung ist alles. Ich wünsche so ein Erlebnis wirklich niemanden, aber gerade bei der derzeitigen Witterungslage passiert sowas eben doch schnell.
Das wichtigste ist wohl schon die Wahl des Proberaumes. Mittlerweile finde ich es aus verschiedenen Gründen geradezu eine Unverschämtheit, daß Regipsplatten-Konstrukte für solche Zwecke vermietet werden (der Wasserrohrbruch ist nur einer von vielen Gründen – wenn auch der gravierendste).
Das Zeug löst sich schneller auf, als man gucken kann. Der enstandene Schaden wäre bei mir sehr wahrscheinlich viel geringer gewesen, wenn der Proberaum eine ordentliche Bausubstanz gehabt hätte.
Auch beim Einrichten des Proberaumes kann man schon etwas tun, um die Schäden möglichst gering zu halten:
nichts direkt auf den Boden stellen. Dann kann das Wasser ruhig etwas steigen
Plastikfolie sollte vorhanden sein (damit lassen sich erstmal notdürftig die Instrumente und Verstärker abdecken – rausgetragen werden müssen sie aber trotzdem)
Keine elektrischen Leitungen auf dem Boden verlegen. Das vermeidet im Falle eines Falles Kurzschlüsse.
Alle Geräte beim Verlassen des Proberaumes vom Netz nehmen.
Backups der Aufnahmen usw. Und die sollten nicht im Proberaum gelagert werden, sondern zu Hause.
Viel werden diese Tips bei einer Sintflut wohl leider trotzdem nicht helfen, aber vielleicht hat man ja doch etwas Glück und es läßt sich so größerer Schaden vermeiden. Jeder Tropfen Wasser, der nicht ins Equipment gelangt, macht die ganze Sache schließlich etwas einfacher. Ich denke es ist ein Unterschied, ob sich in einem Keyboard zwei Liter Wasser ansammeln oder ob es “nur” etwas feucht ist. 
das wichtigste zum Schluß
Cool bleiben. Das ist ne Scheiß-Situation, aber sie lässt sich überstehen. Im Nachhinein betarchte war alles gar nicht so katastrophal, wie zunächst befürchtet.
Weitere Tips übrigens gerne in den Kommentaren. Ich habe hier nur aufgeschrieben, wie ich auf die Situation reagiert habe bzw. was ich erlebt habe. Das muß nicht der Weisheit letzter Schluß sein 