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Lebenszeichen aus dem Proberaum

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Kategorie ‘Technik & Equipment’


Die geballte Ladung an Technik und Equipment, die im Proberaum benötigt wird.
Hier findet ihr alles zu Gitarren, Bäßen, Schlagzeugen, Keyboards, Synthesizern, Mischpulten, Kabelsalat, Musikbearbeitungssoftware u.v.m.

Oft kommt es auch zu Problemen mit der Technik und so finden sich in dieser Kategorie hin und wieder Links zu Bedienungsanleitungen oder Tips und Tricks, wie man möglichst schnell die Proberaum – Technik wieder zum Laufen bringt. Allerdings ist dies beschränkt auf Equipment, das bei mir im Proberaum vorhanden ist…


 

// Das erste Bauteil…



… für mein neues Bastelprojekt ist da

Von Herrn Banane erhielt ich heute das erste Bauteil für mein neues Bastelprojekt:

tonabnehmer

Es fehlen jetzt noch ganz viele Bauteile, die ich Stück für Stück organisieren kann (und für die ich das nötige Kleingeld zusammenkratzen darf).

Irgendwann nächste Woche erfahre ich, was der Holzblock, den ich noch benötige, kosten wird. Ich sollte mir dafür ein Kissen an den Hintern kleben – für den Fall, daß ich mich spontan hart auf den Boden setze…. ;-)





Im Proberaum notiert am 26.06.2011 um 7:13 pm und in der Ablage abgeheftet.
(c) by Broken Spirits



 

// Wasserschaden im Proberaum



 
Nein, nicht schon wieder – jedenfalls nicht bei mir.
 
Bei der gestrigen Auswertung der Suchbegriffe ist mir nur aufgefallen, daß dies gerade auffallend häufig gesucht wird. Kein Wunder bei dem Wetter in den letzten Tagen :-(
 

Was tun, wenn ein Wasserschaden auftritt?

 
Im “Optimalfall” ist man gerade anwesend. Der erste Schritt sollte sein, daß erstmal die Sicherung rausgedreht wird. Dabei sollte man vielleicht schon vorher darauf achten, daß der Sicherungskasten frei zugänglich ist – bei mir damals war das nicht der Fall und wir konnten den Sicherungskasten aufbrechen.
 
Der Grund ist klar: in einem Proberaum sind nun mal naturgemäß mehr elektrische Geräte vorhanden als in einem normalen Haushalt. Zudem steht meist auch einiges an wertvollen Equipment rum, das geschützt werden muß. Nur ausschalten reicht nicht, denn in den Geräten “überbrückt” das Wasser recht schnell irgendwelche Kontakte und die ganze Bude steht quasi unter Strom. Bei mir damals haben alle eine gewischt gekriegt, die barfuß den Proberaum betreten haben! (Die Sicherung flog wider Erwarten nicht von alleine raus…)
 
Der zweite Schritt sollte sein: das Equipment raustragen und retten, was zu retten ist.
 
Den Wasserschaden zu unterbinden geht nicht. Der Proberaum selber ist komplett verloren. Ich habe damals viel zu viel Zeit verloren, Eimer unter die Wasserschwälle zu stellen. Zeit, die ich sinnvollerweise besser dafür verwendet hätte, das Equipment zu retten. Erschwerend kam bei mir noch dazu, daß sich bei den Wassermassen die Regipsplatten aufgelöst haben, was zu noch mehr Wassereinbrüchen führte, wodurch wiederum noch mehr Equipment beschädigt wurde.
 
Als erstes also das Equipment retten!
 

Schadensbegrenzung

 
Nun ist man in einem Proberaum nicht immer anwesend und das Equipment ist also abgesoffen. Wenn man Glück hat, informiert einen der Vermieter oder die Nachbarn. Auch dann ist Eile geboten.
 
Das komplette Equipment muß nun getrocknet werden. Da hilft nur eines: Schraubenzieher in die Hand nehmen, alle Gehäuse aufschrauben, die Geräte nach Möglichkeit hochkant hinstellen (damit das Wasser ablaufen kann). Fönen, Ventilatoren aufstellen (notfalls ausleihen) und warten. Mindestens drei Wochen sollte das Equipment Zeit haben, um zu trocknen. Diese Zeit kann man nutzen, um einen neuen Proberaum zu suchen. Der alte könnte nämlich so aussehen.
 
Ganz wichtig: das Equipment sollte auch so gelagert werden, daß sich ein Gutachter der Versicherung einen Überblick über den entstandenen Schaden verschaffen kann. Der kommt meist sehr schnell (am nächsten Tag) und wenn der da war, kann dann auch damit begonnen werden, das Equipment auseinanderzu bauen. Falls das Equipment in Nachbarproberäumen zwischengelagert ist, sollte man dafür sorgen, daß man entweder die jeweiligen Schlüssel hat bzw. die Nachbarn ebenfalls anwesend sind.
 
Wenn man schon dabei ist, jedes Instrument zu trocknen, sollte dabei auch gleichzeitig eine Liste angelegt werden, was überhaupt da ist und der Schaden beschrieben werden. Dazu sollte auch der jeweilige Wert notiert werden. Das ist meistens gar nicht so einfach – wenn es sich dabei um selbstgebaute Computer handelt oder Vintage-Instrumente, die nicht mehr im Handel erhältlich sind.
 
Genaueres sollte bei dem Gutachter erfragt werden bzw. der wird es Euch von sich aus sagen.
 
Kleiner Tip am Rande: wenn das Equipment zerlegt wird auf eine gute Dokumentation achten und die Einzelteile in Gruppen aufbewahren. Ein Keyboard oder Mischpult hat erstaunlich viele Einzel-Platinen ;-)
Jedes Gerät sollte bei dieser Gelegenheit auch fotografiert werden, um eventuellen Schaden zu dokumentieren.
 

Versicherung

 
Vorneweg ein Anmerkung: bei mir kam damals die Haftpflichtversicherung der Baufirma für den Schaden auf, durch deren Arbeiten es zu dem Wasserrohrbruch kam.

 
Der Gutachter wird wahrscheinlich zwei Möglichkeiten vorschlagen:
 
1) Ein “Regulierer” (ich glaube, so hieß die Berufsbezeichnung?) kommt, und nimmt den Schaden auf. Der wird den natürlich auch möglichst kleinrechnen (das war die Aussage des Gutachters ;-) )
 
2) Mit der Versicherung wird eine Abwicklungsvereinbarung abgeschlossen. Das bedeutet, die Versicherung zahlt eine bestimmte Summe und gleichzeitig verzichtet der Geschädigte auf weitere Schadensersatzansprüche. Das Geld aus dieser Abwicklungsvereinbarung kann auch versoffen werden, da fragt keiner mehr nach.
 
Welche Variante nun besser ist, muß jeder für sich selber entscheiden. Nachteile haben beide: im ersten Fall wird der Gebrauchtwert ermittelt. Bei einem Verstärker aus den 50iger Jahren ist das u.U. gerade mal ein Euro. Was natürlich aus Musikersicht völliger Quatsch ist.
 
Die zweite Variante ist so ein bisschen wie Glücksspiel. Kann gut gehen, muß aber nicht. Wer gut basteln kann oder jemanden kennt, der sowas kann und das Equipment selber retten kann, kann aber durchaus Glück haben. Hier ist natürlich Verhandlungsgeschick mit dem Gutachter gefragt.
 
Wie gesagt: welche Variante besser ist, muß jeder für sich selber entscheiden.
 
Erfreulicherweise war bei mir die Versicherung auch recht schnell. Das hat reibungslos geklappt.
 

Wie kann man größeren Schaden schon im Vorfeld vermeiden?

 
Vorbereitung ist alles. Ich wünsche so ein Erlebnis wirklich niemanden, aber gerade bei der derzeitigen Witterungslage passiert sowas eben doch schnell.
 
Das wichtigste ist wohl schon die Wahl des Proberaumes. Mittlerweile finde ich es aus verschiedenen Gründen geradezu eine Unverschämtheit, daß Regipsplatten-Konstrukte für solche Zwecke vermietet werden (der Wasserrohrbruch ist nur einer von vielen Gründen – wenn auch der gravierendste).
Das Zeug löst sich schneller auf, als man gucken kann. Der enstandene Schaden wäre bei mir sehr wahrscheinlich viel geringer gewesen, wenn der Proberaum eine ordentliche Bausubstanz gehabt hätte.
 
Auch beim Einrichten des Proberaumes kann man schon etwas tun, um die Schäden möglichst gering zu halten:
 

  • nichts direkt auf den Boden stellen. Dann kann das Wasser ruhig etwas steigen ;-)
  •  

  • Plastikfolie sollte vorhanden sein (damit lassen sich erstmal notdürftig die Instrumente und Verstärker abdecken – rausgetragen werden müssen sie aber trotzdem)
  •  

  • Keine elektrischen Leitungen auf dem Boden verlegen. Das vermeidet im Falle eines Falles Kurzschlüsse.
  •  

  • Alle Geräte beim Verlassen des Proberaumes vom Netz nehmen.
  •  

  • Backups der Aufnahmen usw. Und die sollten nicht im Proberaum gelagert werden, sondern zu Hause.
  •  
    Viel werden diese Tips bei einer Sintflut wohl leider trotzdem nicht helfen, aber vielleicht hat man ja doch etwas Glück und es läßt sich so größerer Schaden vermeiden. Jeder Tropfen Wasser, der nicht ins Equipment gelangt, macht die ganze Sache schließlich etwas einfacher. Ich denke es ist ein Unterschied, ob sich in einem Keyboard zwei Liter Wasser ansammeln oder ob es “nur” etwas feucht ist. ;-)
     

    das wichtigste zum Schluß

     
    Cool bleiben. Das ist ne Scheiß-Situation, aber sie lässt sich überstehen. Im Nachhinein betarchte war alles gar nicht so katastrophal, wie zunächst befürchtet.
     
    Weitere Tips übrigens gerne in den Kommentaren. Ich habe hier nur aufgeschrieben, wie ich auf die Situation reagiert habe bzw. was ich erlebt habe. Das muß nicht der Weisheit letzter Schluß sein ;-)
     
     





    Im Proberaum notiert am 24.06.2011 um 3:35 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits



     

    // Der olle C64…



     
    Da geht ja derzeit wieder so ein Spielchen in Bloggershausen rum, bei dem man sich selber ver-c64-igen kann. Gefunden unter anderem hier.
     
    Muß hier natürlich auch sein – eigentlich bräuchte ich das ja gar nicht über diese Seite machen: ich habe nämlich noch einen funktionsfähigen C64.
    Ich müßte also nur irgendwie meine Kamera über ein USB-Kabel daran anschließen.
     
    Ich habe heute nur keine Lust, heute ein passendes Adapterkabel von USB auf den DIN-Stecker zusammenzulöten. Es ist ja schließlich Sonntag. :mrgreen:
     
    Für die jüngeren Leser, die so ein Ding gar nicht mehr kennen gibt es hier erstmal ein paar Fotos vom C64. Am faszinierendsten finde ich ja die Tastatur mit ihren ganzen Symbolen:
     
    Die Tastatur eines C64
     
    Und ein Tabellenkalkulationsprogramm aus alten Tagen habe ich auch noch:
     
    Tabellenkalkulationsprogramm Calc Result für den C64
     
    Und hier ist nun meine Wenigkeit – im C64-Stil:
     
    Wie meiner einer beim Schlagzeugspielen auf dem C64 aussieht





    Im Proberaum notiert am 19.06.2011 um 7:20 pm und in der Ablage , abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits



     

    // Horrornachzahlung



    *hmpf*

    200 Euro Nachzahlung für Strom.
     
    Ok, daran bin ich zugegebenermaßen nicht ganz unschuldig – da ich derzeit wenig Musik mache wegen zuvieler Nebenjobs, die ich nur habe, um den Proberaum zu halten (von nutzen rede ich gerade gar nicht) und deshalb die monatlichen Abschläge etwas reduziert habe. Und dabei habe ich mich offenbar etwas verschätzt. Trotzdem kommt mir das gerade gar nicht recht :-(
     
    Soviel zu dem Thema “Musik-machen-kostet-ja-nix-mehr-seit-man-mp3s-überall-im-Netz-runterladen-kann-und-somit-die-CD-Produktion-wegfällt”.
     
    Irgendwann… kommen wieder bessere Zeiten. Hoffe ich.
     
     





    Im Proberaum notiert am 03.06.2011 um 9:48 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits



     

    // Endlich wieder mobil unterwegs



    Ein bißchen ist das ja wie “Back To The Roots” – schließlich war das meine erste digitale Aufnahmemöglichkeit überhaupt. Damals vor ca. 8 Jahren ein Riesenfortschritt. Unsere junge Band hatte sich von AAA über ADD (die Anschaffung der ersten “DAW”) zu DDD vorgearbeitet. Wahnsinn.
     
    Den Minidisc-Player wollte ich trotzdem nicht verschrotten – der war einfach praktisch: klein und handlich und eigentlich immer dabei. Damit hatten wir unsere (bzw. wenig später ich alleine nachdem das vorletzte Bandmitglied aus beruflichen Gründen wegzog) Soundcollagen aufgenommen.
     
    Keine Ahnung, wieviele Nächte wir uns an finsteren Orten rumgetrieben haben, um alle möglichen Geräusche aufzunehmen.
     
    Der letzte gemeinsame Song ist übrigens auch im Player oben rechts: “Men At Work” – ein Sammelsurium aus Hafengeräuschen und fast wäre mein Bandkollege damals nicht weggezogen sondern beerdigt worden. Bei dem Versuch, den LKW, der am Anfang zu hören ist, aufzunehmen, wäre er fast von ebendiesem überrollt worden.
     
    Es ist eben keine sonderlich gute Idee, über eine Leitplanke zu hechten und ein paar Meter vor dem LKW zu landen. Und ja – wir waren sternhagelvoll: es war schließlich unsere letzte Bandprobe. Ab diesem Zeitpunkt war “Broken Spirits” mein Soloprojekt.
     
    Minidisc-Player
     
    Mit der Zeit erweiterte ich den Proberaum zu einer Art Tonstudio und die Zeit der Soundcollagen war irgendwann endgültig vorbei, als ich mich auf den Minidiscplayer setzte. Ich bin zwar nicht sonderlich schwer, mein Körpergewicht hat aber trotzdem ausgereicht, um das Teil in die ewigen Jagdgründe zu schicken.
     
    Die Anschaffungen für das Tonstudio waren mir damals wichtiger, als die Soundcollagen und so gab es von mir lange nichts Neues aus diesem Bereich der Musik.
     
    Das wird nun wieder anders – isch freu misch :-D
     
     





    Im Proberaum notiert am 29.05.2011 um 10:43 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits



     



     

    // Not macht erfinderisch



    Ich habe sowas die Schnauze voll, daß die Batterie bzw. der Akku meiner Funktastatur immer dann leer ist, wenn ich es am wenigsten brauchen kann. Natürlich passiert das immer dann wenn
     
    a) keine Batterien im Haus sind
    b) ich das Akkuladegerät verbummelt habe
    c) die Geschäfte geschlossen sind und die Tanke zufällig und ausgerechnet an diesem Tag keine passenden Batterien da hat.
     
    Aber das Problem habe ich nun dauerhaft mithilfe eines alten Ladegeräts und einem Verlängerungskabel gelöst:
     
    Das Ergebnis meiner genialen Ingenieurskunst:

    Die Funktastatur ohne Batterien:

     
    Funktastaturen ohne Batterien verwenden
     





    Im Proberaum notiert am 12.04.2011 um 11:38 pm und in der Ablage , abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits