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Kategorie ‘Workshops’



Workshops zum Thema Musikproduktion, Soundbearbeitung, und Studiotechnik.





// Frage

Sonntag, Oktober 4th, 2009


Was wird Dich mehr ärgern?

Die eingeschränkten Möglichkeiten oder die Einschränkung durch die Möglichkeiten?

Es gibt keine Entschuldigungen: eine Idee will umgesetzt werden.
Es geht.

Immer.



// Audioeinstellungen

Freitag, August 28th, 2009

Hier stellte ich zwei kostenlose Programme vor, mit denen im nächsten Teil des Workshops aufgenommen werden soll. Zuvor sind aber noch einige Einstellungen nötig.
Dieser Workshop befasst sich mit den Grundlagen, ist also eher für Anfänger gedacht.

Zunächst müssen die Soundeinstellungen des Computers (der wie hier beschrieben aussehen sollte) richtig eingestellt werden. Es ist ganz praktisch, wenn man während der Aufnahme schon das (vorläufige) Ergebnis über Kopfhörer hört. Nichts ist ärgerlicher, als eine gut gesprochene Aufnahme wieder löschen zu müssen, da sie übersteuert oder völlig verrauscht ist.

Hierfür wählen wir über Start, Einstellungen, Systemsteuerungen Sounds und Audiogeräte aus.
Es empfiehlt sich, gleich im ersten Register “Lautstärke” das Häkchen bei “Lautstärkeregelung in der Taskleiste anzeigen” zu setzen.

Unter “Audio” öffnet sich durch einen Klick auf die Schaltfläche “Lautstärke…” der Audiomixer. (Wenn die Lautstärkeregelung in der Taskleiste angezeigt wird, kommt man über Doppelklick auf das Lautsprechersymbol sofort zum Audiomixer).

In der Titelleiste sollte “Summe” oder “Wiedergabe” stehen. Ein Klick auf Optionen, Eigenschaften öffnet dieses Dialogfenster:

audioeinstellungen_optionen

Sowohl unter Aufnahme als auch unter Wiedergabe sollten unten in der Auswahlliste Mikrophon und ggf. Line-In eingeschaltet sein. Nach einem Klick auf OK, sieht der Mixer für die Wiedergabe so aus:

mixereinstellungen_wiedergabe

Summe und Mikrophon müssen eingeschaltet sein (also kein Haken bei “Ton aus”). Über Optionen, Eigenschaften wird jetzt im Feld “Lautstärke regeln für…” Aufnahme ausgewählt (sh. Screenshot “Audioeinstellungen Optionen”).

Für die Aufnahme sehen die Einstellungen so aus:

mixereinstellungen_aufnahme

Die Aufnahmequelle (in unserem Fall das Mikrophon) wird ausgewählt.

Ihr könnt jetzt über Start, Ausführen mit “sndrec32″ den windowsinternen Audiorecorder öffnen. Bei einer Probeaufnahme solltet Ihr Euch jetzt über Kopfhörer hören.



// Technik, die begeistert

Samstag, Juli 25th, 2009

Nachtrag: Logistica Lux hat hier einen sehr guten Kommentar geschrieben und mich damit auf ein Versäumnis aufmerksam gemacht:
Dieser Workshop richtet sich (wie die vorhergehenden) an Leute, die mal aus Spaß an der Freude ein Hörspiel, Podcast o.ä. aufnehmen wollen. Er ist also eher an Anfänger gerichtet.

Alle fortgeschrittenen Leser sollten natürlich die Tips von Logistica Lux beherzigen. Diejenigen, die klein anfangen wollen, sollten sich von diesem Kommentar nicht entmutigen lassen, er bietet aber einen interessanten Einblick, wohin dieses Hobby führen kann ;-)

Gerade habe ich mich wieder einmal mit Soundkarten und Fertig-PC’s beschäftigt und hier speziell mit den OnBoard-Soundkarten.

Wie bei vielen OnBoard-Krempel gilt auch hier: von “nicht ausreichend” über “taugt nix” bis hin zu “der letzte Dreck” ist alles dabei.
Okay: Maus, Tastatur, USB und Netzwerk machen selten Probleme, aber darum geht es hier auch nicht.

Eine OnBoard-Soundkarte ist bestenfalls völlig ausreichend, wenn man nur Musik hören möchte. Sobald es aber ans Kreative geht, steigen die Anforderungen.
Besonders schön wird es, wenn die Musikindustrie die Finger im Spiel hat und irgendwelche Kopierschutzmaßnahmen in die Treiber eingebaut werden (bzw. die Treiber kastriert werden).
Eine eigene Aufnahme wird dann quasi unmöglich, wenn mittendrin plötzlich die Lautstärke schwankt (und das ist dann vom Hersteller gewollt). Die einschlägigen Foren sind voll von diesen Problemen, und die Lösungsansätze, mit denen man dieses Manko vielleicht beheben könnte, sind meist recht abenteuerlich und mit dem Zusatz “Auf eigene Gefahr!” versehen.

Ohne Extrasoundkarte geht nun mal gar nichts. Das ist bitter, gerade wenn man sich für zuviel Geld bei “Ich bin doch nicht blöd” oder “Geiz ist geil”-Märkten nach kompetenter Beratung einen neuen Rechner gekauft hat, den man im Endeffekt nicht so verwenden kann, wie man gerne möchte. Von Discounter-PeeZees will ich mal gar nicht reden.

Wie sieht nun ein für Homerecording geeignter Rechner aus? Hier gebe ich mal ein paar Tips, mit denen ich bisher recht gut gefahren bin.
Ich habe mir meine Computer in der Vergangenheit immer selber zusammengebaut. Dabei habe ich auf folgendes geachtet:

-Motherboard: hier ist mir immer die Aufrüstung wichtig (und dies ist mein wichtigster Tip): möglichst viele Steckplätze für PCI / PCIe Karten. Ich verwende meine Computer gerne über einen längeren Zeitraum und möchte diese ggf. auch erweitern können (z.B. neue Technologien, oder der externe Gerätepark vergrößert sich und übersteigt die USB/ Firewire/ etc. – Anschlußmöglichkeiten auf dem Motherboard). Auch wenn ein Sonderangebot bei “Geiz ist Geil” und Konsorten für den kleinen Geldbeutel das Non-Plus-Ultra zu sein scheint: Finger weg! Meist wird (unter anderem) an PCI-Slots gespart, die für die spätere Aufrüstung besonders wichtig sind. Jeder Neukauf bedeutet: System neu konfigurieren, Treiber installieren (externe Geräte) usw. Das ist alles Zeit, die man sinnvoller verwenden kann. Und: langfristig ist alle zwei Jahre einen “aktuellen” Discounter-PC kaufen teurer, als einmal etwas mehr Geld auszugeben – das aber sinnvoll.

-Grafikkarte: für den reinen Homerecordingrechner muß nicht viel Geld für die Grafikkarte ausgegegben werden. Man braucht nichts Großartiges, 64 MB -128 MB Speicher ist ausreichend, Dualhead sollte aber schon sein.

-Soundkarte: das Herz des Homerecordingrechners. Hier zu sparen versaut einem Vieles. Zum einem ist die Software hier teilweise sehr anspruchsvoll, zum anderen ist eine schnelle Soundkarte für die Masterkeyboards wichtig: je geringer die Leistung, desto länger die Latenzzeit, was einen direkten Einfluß auf das Timing und Einspielen zu Playbacks hat.
Im Musikbereich heißen die Dinger mittlerweile Audiointerfaces und gibt es ab 50 Euro aufwärts. Der Vorteil: die Treiber sind nicht (wie eingangs erwähnt) kastriert.
Geeignete Audiointerfaces besorgt man sich am besten im Musikfachhandel. Gerade größere Läden bieten auch eine kompetente Beratung (auf die Größe der Keyboard- und Synthesizerabteilung achten ;-) ). Alternativ tuts auch der chaotische, von einem “typischen” Computerfreak betriebene Laden um die Ecke. Wenn ich zurückdenke, bin ich dort eigentlich immer am besten beraten worden. Diese Freaks kennen sich einfach aus.

Bevor man sich einen Computer für das Homerecording zusammenstellt, sollte man sich folgende Fragen stellen:

-Was will ich machen (handgemacht, rein elektronisch)?
-Wieviel Zeit will ich in dieses Hobby investieren (ab und zu, regelmäßig)?
-Welches Equipment ist bereits vorhanden (dazu gehört auch der alte/ derzeitige Rechner)?
-Welche Software werde ich brauchen (reicht dauerhaft Freeware)?
-Welche Hardwareanforderungen stellt diese Software?
-Welches Equipment (Mischpult, Vorverstärker, MIDI-Interface etc.) werde ich in naher Zukunft wahrscheinlich brauchen (2-3 Jahre)?

Klar, die Entwicklung ist sehr schnell – aber trotzdem ist es möglich, auch über einen längeren Zeitraum mit dem gleichen Equpment brauchbare Ergebnisse zu erzielen, bzw. den Grundstock so zu planen, daß dieser wenigstens einige Jahre zu verwenden ist.

Als letztes kommt dann die Frage nach dem Geld, das man ausgeben möchte/kann. Ob nun Teile dieses Rechners gebraucht gekauft werden oder neu, ist mehr oder weniger egal. Innerhalb von ein paar Monaten ist in der Regel ein geeigneter Computer zusammengespart. Augen und Ohren offenhalten – gerade im Bekanntenkreis – hilft dabei ungemein und kann die Kosten (und damit den Zeitrahmen) drastisch senken ;-)

Linktip zum Thema “Computer Marke ‘Eigenbau’”:
Nickles-Report



// Musikbearbeitungssoftware

Montag, Juli 13th, 2009

In meinen Statistiken erscheint als Suchbegriff mit schöner Regelmäßigkeit der Bergriff “Musikbearbeitungssoftware” – in allen möglichen Schreibvarianten.

Ich nehme dies mal zum Anlaß, hier einen kurzen Überblick über einige ausgewählte Softwares zu schreiben, die auch bei mir zum Einsatz kamen oder kommen. Zunächst werde ich mich auf kostenlose Software beschränken, bzw. Shareware. Damit ist dieser Artikel wohl am ehesten interessant für Leute, die “mal” etwas aufnehmen wollen – sei es ein Podcast, ein Hörspiel, usw. Zwei kostenlose Musikbearbeitungsprogramme werde ich heute vorstellen:

Klassiker ist natürlich Audacity.
Nach dem kostenlosen Download hat man eine sehr solide Software in den Händen, die (für den Anfang) fast keine Wünsche offenläßt:
An Effekten sind alle dabei, die mittlerweile zum Standard gehören: Hall, Echo, Flanger, Phaser, Wahwah, usw.
Zur Nachbearbeitung stehen Normalisieren, Equalizer, Rauschunterdrückung, Limiter und Compressoren zur Verfügung.
Fade In bzw. Fade Out fehlt auch nicht, obwohl diese Funktion sehr einfach gehalten ist: die Lautstärke wird linear angehoben bzw. abgesenkt. Mir persönlich klingt das immer etwas zu steril, deshalb bevorzuge ich Kurven.

Von solchen Spielereien wie TimeStretch oder Rückwärts abspielen, rede ich mal nicht: diese Funktionen sind recht schlecht, meist enthält das Endergebniss gerade bei größeren Abschnitten und / oder exzessiven Einsatz sehr viele Knackser (derart rechenintensive Operationen kann man aber auch kaum fehlerfrei von kostenloser Musikbearbeituungssoftware erwarten ;-) )
Da dies aber im “Hausgebrauch” selten verwendete Funktionen sind, kann man getrost darüber hinwegsehen.

Technische Daten (Version 1.2.6):

Betriebssystem: fast alle (Windows 98 – Vista, Mac OS X, Linux)
Systemvorraussetzungen: Minimum: 64 MB RAM, Prozessor: 300 MHz
Sonstiges: um MP3s exportieren zu können, muß ggf. der Lame Encoder (lame_enc.dll) zusätzlich heruntergeladen werden.

Ein guter Vertreter aus den Reihen der Shareware ist Goldwave.
Goldwave kommt mit allen gängigen Audiodateien klar, und bietet deutlich mehr Effekte als Audacity – vor allem auch wesentlich individueller einsetzbar und wird daher auch von mir immer wieder gerne verwendet – unter anderem weil die Rauschunterdrückung (Noisegate) sehr gut ist.

Allerdings muß man schon etwas Hintergrundwissen mitbringen. Es ist aber recht leicht, sich einzuarbeiten: einige Effekt-Presets stehen schon “werkseitig” zur Verfügung und laden zum Herumexperimentieren ein; eigene Effekteinstellungen lassen sich abspeichern.

Einziger geringer “Nachteil” an der zeitlich unbefristet nutzbaren Testversion ist die Beschränkung auf 150 Arbeitsschritte. Danach kann man noch alles abspeichern, das Programm schließen und die nächsten 150 Arbeitsschritte durchführen. Bei einem Preis von 45-50 US-$ läßt sich dieser Nachteil aber recht leicht beheben.
Bei meiner etwas älteren Version ist dies ganz witzig gemacht: jeder Arbeitsschritt “kostet” einen Cent, wenn in der Statusleiste 1.50 Dollar erreicht sind, wird man aufgefordert, die Datei abzuspeichern und das Programm zu schließen :-)

Technische Daten: (Version 5.5)

Betriebssystem: Win2000/XP/Vista
Systemvoraussetzungen: Minimum: 256 MB RAM, Prozessor: 700 MHz, DirectX 8.1

Diese zwei Softwares sollen für den Anfang reichen, ich werde das im Laufe der Zeit noch erweiteren. Sofern Interesse besteht, gehe ich auch gerne in die Tiefe (Arbeiten mit Effekten, den korrekten Aufnahmeeinstellungen, Hardware usw.) in Form eines kleinen, mehrteiligen Workshops.

Eine Erfahrung noch, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe: es ist völliger Blödsinn, immer die neueste Version zu installieren. Oft genug geht bei der Installation etwas an den Soundeinstellungen schief und die Zeit, die man mit der Rekonfiguartion braucht, steht (meist) in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, den die Neuerungen bringen. Ich habe mir hier einen identischen Compputer aufgebaut, auf dem ich Updates testen kann. So komme ich recht schnell etwaigen Problemen auf die Spur.

Falls jetzt jemand ausprobieren möchte und die Audioeinstellungen funktionieren nicht so, wie sie sollen, noch ein kleiner Tip, der mir bis win2000 oft geholfen hat: einfach den Windowsinternen Audiorecorder starten (lacht nicht!) – wenn an den Einstellungen etwas verpfuscht ist, meckert der. Ein Klick auf “OK” behebt oft (leider nicht immer) das Problem. Schaden tut es nix, wenn man Glück hat, geht es, andernfalls darf man sowieso suchen… :-(
Sollten noch Fragen sein, nutzt gerne die Kommentarfunktion oder mailt mich an.

Über den zweithäufigsten Suchbegriff (“Selbstbefriedigung” bzw. “Selbstbefriedigung wie geht das”) werde ich mich hier nicht auslassen. Bei diesen Fragen hilft dem Verzweifelten bestimmt Dr. Sommer….