// Besser spät, als nie: Urlaubsfotos
Mein Skandinavien-Urlaub liegt ja nun schon einige Wochen Monate zurück (seit Mitte Mai bin ich wieder im Lande), aber es dauert nun mal eine gewisse Zeit, von ca. 1000 Fotos die Spreu vom Weizen zu trennen und den Rest zu barbeiten.
Hier ist erstmal die ungefähre Route, die Gesamtstrecke betrug ca. 2200 km, davon bin ich ca 1500 km gelaufen (mehr ging nicht, da die Knie unterwegs streikten, der Rest ging dann per Anhalter und Bus weiter (sofern einer fuhr):
So, und hier ist das “Best Of…” der Fotos. Leider gibt es sie nicht hochauflösend, die Gegend da oben ist sehr einsam (tatsächlich bin ich in den sechs Wochen gerade mal durch 7 Städte gekommen, in denen es eine Möglichkeit gab, die Fotos auf meinen Server hochzuladen. Da mir dieses Problem bekannt war habe ich ein ein recht kleines Format gewählt, damit der Platz auf der Speicherkarte möglichst lange hält…)
Start war in Kiruna am 31.März:
Die Schneemassen waren gewaltig (und nach allem, was ich gehört habe, war das dieses Jahr sehr wenig – in den letzten Jahren lag der Schnee doppelt so hoch)
Der Muonio Älv bei Karesuando. Die gefrorenen Flüße wurden nicht nur von mir gerne genutzt, um zügig forwärtszukommen, wie man an den Schneescooterspuren sieht
Die nördlichste Kirche in Schweden:
Fast geschafft: nur noch 434 km bis zum Nordkapp
. Manchmal waren diese Streckenangaben doch etwas entmutigend…
Oft gesehen und völlig normal da oben – Rentiere auf der Straße:
Eine der Schwierigkeiten, die mir da oben täglich begegneten, war der Zeltaufbau im 2-3 m hohen Schnee. Auch wenn abends alles gerade war und der Schnee etwas zusammengepresst war, wurde der Schnee während der Nacht durch das Körpergewicht unterschiedlich stark zu Eis zusammengepresst, so daß am nächsten alles etwas schief war. An komfortablen Schlaf war eigentlich nicht zu denken, da der Rucksack irgendwann der Schwerkraft gehorchte und immer weiter zu mir rutschte…
Gerade in Finnland war es saukalt in der Nacht, ich hatte Temperaturen von -25 °C.
Was ich bei diesen Temperaturen leider nie ausprobiert habe, kann man hier sehen
Am Porsangerfjord in Norwegen:
Nun sind es noch ca. 30 km bis zum Nordkapp: Honningsvåg – und das Wetter war besch…eiden. Bis hierher hatte ich Glück gehabt, es war zwar sehr kalt, aber durchaus erträglich. In Verbindung mit dem Regen, Hagel und Sturm wurde es aber teilweise richtig ungemütlich.
Magerøya – macht ihren Namen (“Karge Insel”) alle Ehre: es war recht ungemütlich aber die Landschaft war fantastisch. Leider kommt dies auf den Fotos nicht so gut rüber.
Das Nordkapp:
Wenn man nach Norden guckt, sieht man – nichts
An der norwegischen Küste ging es dann zurück:
über Tromsø:
bis zu den Lofoten, wo dann zu dem Einheitsweiß…
….endlich auch ein paar neue Farbtöne hinzukamen: Glasklares, blaues Wasser…
… und die ersten grünen Farbtupfer:
Wenn man da oben durch den Schnee stapft, kommt man sich stellenweise schon vor, wie in dem Film THX 1138. Die Einsamkeit und relativ farblose und sehr surreal anmutende Landschaft kann irgendwann schon an die Substanz gehen und ich habe mich jedesmal gefreut, wenn ich da oben eine menschliche Seele traf…
Die einsetzende Schneeschmelze bereitete dann doch einige Probleme: zum einen war es trotz Schneeschuhen recht mühsam, vorwärtszukommen, zum anderen hatte man sehr genau hinhören müssen, wo man hintritt: die Schmelzwasserbäche sieht man unter dem Schnee nicht und mehr als einmal bin ich eingebrochen. Es ist nicht besonders lustig, wenn man mit einem Fuß im Schmelzwasser steht, während man versucht, den Schneeschuh mit einer Axt von Wurzeln zu befreien.
Dann ging es weiter Richtung Narvik. Ein letzter Blick auf die Lofoten:
Narvik hat mir eher weniger gefallen und es ist auch nicht sonderlich sehenswert. Für einen bierhaltigen Abend mit ein paar Schweden hat es aber gereicht ![]()
Diese boten mir dann auch an, mit ihnen zurück nach Kiruna zu fahren.
Tja, so war das…































August 10th, 2009 um 10:53
Hm sehr schöne Bilder. War bestimmt wirklich sehr sehr interessant. Ich hätte gern ein Bild von dir im Bach gehabt
broken-spirits: nix da! in dem Moment hatte ich wirklich Wichtigeres zu tun, als mich beim Fußbad zu fotografieren

Aber von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen war es wirklich ein abenteuerlicher und toller Urlaub
August 13th, 2009 um 20:38
du bist nich ernsthaft gelaufen?! *ganzgroßeaugenbekomm*
broken-spirits: doch – zumindest den größten Teil
PS: willkommen im Blog
Februar 23rd, 2010 um 01:10
Tolle Bilder
!! Respekt!
broken-spirits: Danke
*schleichwerbung*
Hier gibt es noch mehr…. allerdings “nur” unter anderem aus Schweden
*Schleichwerbung Ende*
Juni 3rd, 2011 um 22:00
du würdest zu meinem lag passen, der liebt norwegen.
Temperaturen um den Gefrierpunkt sind sozusagen das höchste der Gefühle
ich bin eher der sonnige typ
broken-spirits: Sonnig darfs ja sein. Aber eben nicht warm