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Lebenszeichen aus dem Proberaum

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// Aus Scheiße Musik machen (Teil2)



Heute gibt es den “richtigen” Schrott auf die Ohren. Im ersten Teil waren die ganzen Instrumente zu einer Art Schlagzeug zusammengefaßt, heute geht es um meine Einzelteile, die möglichst dekorativ und großflächig im Proberaum verstaut sind (der Vermieter regt ich jedesmal drüber auf :mrgreen: ).

Auch diese Percussion-Instrumente sind zum großen Teil “normalen” Instrumenten nachempfunden: die Vorbilder sind diesmal aber häufig bei indigenen Völkern zu suchen.

[1] Die Stampfröhren

Für das Stampfrohr verwende ich ein SurePEX Rohr. Etwas problematisch bei den Teilen ist die Stimmung, die sich über Material, Länge und Durchmesser definiert. Mit dem Trial & Error-Verfahren habe ich Millimeterweise kürzergefeilt, bis der Zielton so einigermaßen erreicht war. Das Fine-Tuning erfolgt derzeit mit einem Pitchshifter.

[Vielleicht liest hier ja ein Mathematiker mit, der mir die Fourieranalyse in eine Exceltabelle reinpfriemeln kann, so daß als Ergebnis die Länge für die einzelnen Frequenzen in Hertz ausgespuckt wird?]


 

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[2] Röhrenglocken

 
Für die Röhrenglocken darf so gut wie jedes Metallrohr herhalten. Staubsaugerrohre sind genauso dabei wie Gerüststangen oder Wasserleitungen. Jedes Metall klingt anders, nur Kupferrohre sind ungeeignet, da diese komischerweise nicht klingen – wobei sich das ändern soll, nachdem diese erhitzt werden. Bisher habe ich das aber noch nicht ausprobiert….
 

 

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Eine nette Spielerei sind hier die künstlichen Knotenpunkte (Flageoletton). Ich halte die Röhre dabei zwischen zwei Fingern und schlage diese dann an. Für die nachfolgende Aufnahme habe ich immer das gleiche Metallrohr verwendet und an drei verschiedenen Stellen gehalten (1/5, 1/3, 1/2 der Gesamtlänge)

Dies ist eher eine Spielerei und weniger für die Praxis geeignet: die Obertöne sind doch recht leise und vergleichsweise schwierig aufzunehmen. Diese Aufnahme ist auch etwas verrauschter als die übrigen. Um die Klänge auf einen Synthesizer zu legen taugt es aber allemal…

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[3] Gong

Auch hier habe ich recht viele verschiedene Ausführungen:

[3.1] Bleche

Am liebsten verwende ich ein quadratisches Blech, das ich mit einem weichen Klöppel anschlage:


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[3.2] Keine Ahnung, was das ursprünglich war

Etwas schlecht für den Teppichboden ist dieses Teil. Den besten Klang erziele ich, wenn ich es aus geringer Höhe auf den Boden fallen lasse und anschließend freischwingend ausklingen lasse.

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[3.3] Tankdeckel

Noch ein schweres Kaliber: irgendein Deckel von einem Tank (?), aus Gußeisen und recht unhandlich. Leider etwas zu schwer für den dauerhaften Einsatz von freischwingende Töne.  Ich verwende das Ding daher auch recht selten, den besten Klang bekomme ich mit einem handelsüblichen Gummihammer.


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[4] kleine Klangröhren

Ähnlich wie die Röhrenglocken, die Länge liegt jedoch im Zentimeterbereich. Dementsprechend hoch klingen sie auch:

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[5] Metallstäbe

Diverse massive Metallstäbe mit unterschiedlichen Querschnitten und Längen. In der Audiodatei habe ich sie in der Reihenfolge auf dem Foto von links nach rechts angeschlagen:

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Im Proberaum notiert am 19.01.2010 um 5:34 am von Broken Spirits und mit getaggt.
(c) by Broken Spirits






Bisher kein Gequassel im Proberaum

  1. GravatarHeike 165 Kommentare

    Klingt gut! Mein Favorit: das Eisenbahndingens, dicht gefolgt vom Tankdeckel …

    broken-spirits: jeps, das Eisenbahnteil hat was. Leider nichts für den Dauergebrauch. Wenn man ca. 20 kg permanent auf den Teppichboden fallenläßt, ist der irgendwann hinüber. Da muß ich mir bei Gelegenheit noch was ausdenken ;-)

  2. GravatarCassy 74 Kommentare

    Ala Fan deiner Musik werde ich jetzt mal ein wenig klugscheißen :mrgreen: . In dem Lied “Urban Jungle” ist auf jeden Fall das Blech drin. Und ich tippe noch auf die Metallröhren. Die dunklen Schläge dürften von einem deiner Fässer kommen. Der Rest ist Schlagzeug und kommt vom PC. Eines meiner Lieblingslieder – mal so am Rande ;-)

    broken-spirits: ich mußte mir das jetzt ertsmal selber wieder anhören *g*
    Und… Du liegst ziemlich gut. Wobei der PC nur bedingt richtig ist. Ich hatte zwar damals sehr viel mit Loops gearbeitet, insofern ist das nicht ganz verkehrt, Drumcomputersounds habe ich aber sehr selten und viel später verwendet. Allerdings fielen viele Schlahzeugteile von damals miitlerweile der plastischen Verformung zum Opfer. Was da im Einzelnen dabei war, läßt sich nicht mehr so genau rekonstruieren ;-)

Im Proberaum mitquasseln:



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