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// #racialprofiling

Es war im Sommer 2012. Ich wollte den Kölner Dom bei Nacht fotografieren.
Diese Fotos kamen nie zustande.

Grund hierfür waren nicht schlechtes Wetter oder Speicherkarte voll, Batterien leer oder andere ähnlich gelagerte Fotografenprobleme.

Der Grund waren Nordafrikaner.

Wie gesagt: 2012. Damals gab es noch keine Flüchtlingskrise. Kein „Refugees welcome“ und ähnliches.

Meine Fotoausrüstung habe ich nur noch wegen meiner Geistesgegenwärtigkeit und weil die Nordafrikaner zu schnell waren (ich hatte keine Zeit, mein Stativ ordentlich zu verstauen. Dies war im Nachhinein ein Glücksfall, denn so wurde aus dem 3-kg-Stativ notgedrungen eine Schlagwaffe. Ich bin da nicht stolz drauf, aber eine Platzwunde und ein Paar zertrümmerte Eier… nun, ich habe meine Fotoausrüstung noch. Nur das zählt aus meiner Sicht.).

Ich weiß also seit 2012, daß die Kölnerdomplatte ein gefährliches Pflaster ist. Für mich Grund genug, mich dort nicht mehr aufzuhalten und schon gar nicht nachts.

Ich weiß nicht mehr, ob es meine Mutter oder meine Oma war, die mir den Spruch „einhämmerte“:

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.“

Wie wahr…

Dreieinhalb Jahre später

Köln, Domplatte, Silvester 2015/2016.

Die Ereignisse brauche ich hier nicht beschreiben. In den Medien wird das ja gerade wieder thematisiert.

Was mir persönlich in der Aufbereitung in Erinnerung geblieben ist: der weiße heterosexuelle Mann sei schuld gewesen (dies war zwar eine „Einzelmeinung“ aus der Feministen-Ecke, aber sie blieb halt hängen. Es gibt dazu auch einen Link, leider finde ich den nicht mehr. Die TAZ war es, wenn ich mich recht entsinne). Diese Spezie WHM sei da nicht hingegangen. Dadurch habe sich ein Ungleichgewicht entwickelt: viele weiße Frauen, viele Nordafrikaner und keine weißen Männner.
Erst durch diese Konstellation sei es zu diesem Desaster gekommen.

Ich wußte, warum ich da nicht hingehe – auch wenn mich Silvester und Kölner Dom fotografisch gereizt hätte und ich mir das ernsthaft überlegt hatte. Aber da war ja der Sommer 2012….

Noch ein Jahr später

Köln, Domplatte, Silvester 2016/2017.

„1000 Nafris werden polizeilich erfaßt/ kontrolliert“ – so ähnlich lauten die Schlagzeilen heute. Und: dies sei rassistisch. Racial profiling gehe gar nicht.

Ich habe da spontan zwei Fragen:
1) Wenn es bekannt ist, daß eine bestimmte Bevölkerungsgruppe Probleme verursacht: Wie soll denn die Polizei angemessen darauf reagieren?
2) Wie soll eine Vermeidung solcher Vorfälle logistisch (also rein auf die praktische Umsetzung bezogen) vermieden/ verhindert werden?

Meine ebenso spontanen Antworten beziehen sich auf mein persönliches, örtliches Umfeld – also den Proberaum. Der befindet sich ja – wie ich hier schon mehrfach erwähnt habe – ebenfalls in einer problematischen Gegend.

Zu 1)
„Racial Profiling“ findet man öfter, als man denkt. Ich wollte schon mehrfach einfach mal nachts an der nahegelegenen Tanke ein Bier holen. Blöderweise passierte irgendwas hier in der näheren Umgebung (Auto aufgebrochen/ Schlägerei, sexuelle Belästigung o.ä.). Täterbeschreibung laut Zeugen: weiß, 1,60-1,80m groß, lange Haare, schwarzes T-Shirt. Da falle ich absolut rein. Konsequenz: ich wurde angehalten, Personalien abgefragt – das volle Programm eben.
Und? Das war zugegebenermaßen lästig aber: Ich laufe immer noch frei rum.

Zu 2)
Ich kann verstehen, daß es unangehme Assoziationen weckt, wenn nach Hautfarbe die Ausgangstür zugewiesen wird. Wir hatten in Deutschland schon mal solche Selektionen.
Aber: bei diesen Menschenmassen fällt mir ehrlich gesagt auch keine bessere Lösung ein.
Laut Medien soll die Kölner Neujahrsnacht sicher gewesen sein. Dann hat doch eigentlich alles genau so funktioniert, wie es sollte…?

Und ganz allgemein – da springe ich wieder ein Jahr zurück: Katrin Göring Eckardt (Grüne) erklärte vor einem Jahr:

„Jede Frau muss sich frei und ohne Angst bewegen können in der Öffentlichkeit. Das zu garantieren ist Aufgabe des Staates. Und wenn der Staat hier versagt, dann macht das Angst.”

Warum nur „jede Frau“?
Aus meinem Mikrokosmos „Proberaum“ (der sich wie bereits erwähnt in einer miesen Ecke befindet): Ich als Mann kann das nicht. Meine (überwiegend männlichen) Nachbarn auch nicht – einer wurde mal wegen eines Feuerzeugs (sic!) zusammengeschlagen.

Hier vor meiner „Haustür“ kam es zu Überfällen mit Messereinsatz – die Opfer waren Männner.

Auch wenn es polemisch klingen mag: Eine Vergewaltigung wäre mir lieber als ein Messer zwischen den Rippen. Ersteres könnte ich leichter „verdauen“ (im Sinne von „überleben“- ja, ich höre die ganzen Feministen aufkreischen. Von mir aus.)

Ich habe nicht umsonst meinen Schlafsack im Proberaum – wenn es mal länger dauert, penne ich doch lieber hier als in einer Holzkiste.

„Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ – aber das ist ja (neudeutsch) „Victim Blaming“.

2 Kommentare

  • Miki sagte am 3. Januar 2017 um 11:10 Uhr:

    Ja, man darf das Kind nicht mal beim Namen nennen… krank ist das.
    Und bei dem Thema scheint es keine (zu wenig) „normale“ Menschen zu geben; nur die, die sich laut aufregen, Parolen brüllen, in der Meute auftreten und schon mal „dagegen“ sind oder die, die empört dafür propagieren und finstere vergangene Zeiten aus dem Geschichtsbuch zerren….
    Ganz persönlich finde ich alles problematisch, wo sich große Meuten bilden können. Und das wird ja gefördert. So entstehen ja erst die „Problemecken“.
    Und zu „Mann“ & „Frau“ und sicher fühlen: ich sehe da auch keinen Unterschied mehr, ein Mann gegen ein Rudel anderer Männer (oder einen bewaffneten Mann) steht genauso dumm da, wie eine Frau (nur dass dieser evtl. noch geholfen werden würde, weiß ich aber auch nicht). Aber in Zeiten der U- Bahn-Schubser, Treppen- Schubser ect. bin ich auch immer froh, wenn mein Sohn mit dem Auto unterwegs ist und nicht mit den Öffentlichen oder zu Fuß….

    broken-spirits: Mir fallen eigentlich mehr die Berufsempörten auf. Das empfinde ich als sehr befremdlich, zumal die Argumente der SJW offenbar sehr flexibel angepaßt werden können. Ich möchte nicht wissen, was los gewesen wäre, wenn wieder was passiert wäre.
    Menschenmassen meide ich wo es nur geht – und in Städten fühle ich mich nachts auch zunehmend unwohl. Im Wald machen mir die Nächte nix aus – wo keiner ist, kann mir auch keiner was tun 😉

  • Horst Schulte sagte am 3. Januar 2017 um 20:42 Uhr:

    Wer darf das Kind nicht beim Namen nennen? Schon mal im Internet gelesen? Da passiert nichts anderes, als das Kind beim Namen zu nennen.

    Ich gehöre vielleicht in eurer Lesart zu den Berufsempörten. Denn mich beschäftigt das sehr, was in Köln gemacht worden ist. Ich gehöre nicht zu denen, die es in Ordnung finden, unser Grundgesetz zu Silvester einfach mal eben auszusetzen.

    Aber ich lass das. Es hat einfach keinen Sinn.

    broken-spirits: also, wenn gleich mit einen Rassismus-Vorwurf gekontert wird, dann wird es lächerlich. Das ist natürlich auch eine Form, das Kind beim Namen zu nennen. Übrigens die einzig politisch korrekte Form, wenn man das Kind beim Namen nennen will – alles andere ist ja „racialprofiling“. Wie soll man denn sonst sowas verhindern? Ich habe keine bessere Idee, außer vielleicht zu warten, bis es zu spät war (dann wäre aber auch was los 😉 )

    Übrigens ist das gar nicht so selten: ich bin auch schon in eine Polizeikontrolle geraten, weil irgendwo ein ein Verbrechen begangen wurde und die (sehr vage) Personenbeschreibung zufällig auf mich gepasst hat (sh. Blogpost). Soll ich mich jetzt deswegen diskriminiert oder (noch besser: persönlich beleidigt) fühlen, weil mir solche Straftaten unterstellt werden? Wie soll denn die Polizei sonst arbeiten??

    Es ist leider Fakt, daß die viele Probleme von Schwarzen verursacht werden (sei es in Köln an Silvester oder sei es hier in meiner Nähe die Drogendealer). Die SJW ticken da offensichtlich recht simpel, da sie mal in Mathe „Wenn a=b dann b=a“ aufgeschnappt haben. Das funktioniert hier leider nicht in letzter Konsequenz (Klartext: nicht jeder Schwarze ist kriminell, aber viele Straftaten werden von Schwarzen begangen).
    Diese Argumentationskette wird ja von den ganzen SJW/ Aufkreisch-Tussies gerne angewendet. Und nach eigenem Gutdünken umgedreht, wie es gerade am besten passt.

    So kommt halt eben das raus, was jetzt passiert ist: macht man nix/ zuwenig (2015/2016), dann ist es verkehrt. Macht man was (2016/2017), dann ist es rassistisch. Übrigens in beiden Fällen die gleichen Leute (ich meine hier hauptsächlich die SJW und/oder Aufkreisch-Brigade).

    Es gibt natürlich noch die von mir präferierte Lösung: da nicht hingehen. Diese Lösung ist zwar auch suboptimal und es ist schade, daß es soweit gekommen ist. Aber wohl kaum zu ändern :-(

    Die „political correctnes“ befeuert es ja sogar noch, daß dies in Zukunft noch schlimmer werden wird… es gibt ja mittlerweile im Internet sogar Aufrufe, die Polizei bei ihrer Arbeit zu behindern, sofern Schwarze betroffen sind. Die Täter lachen sich doch eins, wenn sie sehen, daß sie hier straffrei machen können, was sie wollen. Diese falsch verstandene political correctness hebelt m.E. das (Grund)Gesetz dauerhafter und langfristiger aus.