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// Betriebsblind

Ich arbeite ja öfters mit Gastmusikern zusammen. Diesmal geht es um den folgenschweren Anruf eines Bassisten….

Ich hatte eine provisorische Basslinie als MIDI-Datei in ein Arrangement eingefügt. Da GM nicht besonders gut klingt und der Song sowieso sehr Synthielastig ist, wollte ich einen richtigen Bass haben. Live und echt.

Soweit so gut, mal schnell ’ne pdf mit den Noten verschickt, dazu ein Hörbeispiel und ein Playalong. Es gab zwar einige Codec-Probleme (was auch immer, das ist nicht ganz nachvollziehbar), aber schließlich hat alles geklappt.

Dachte ich.

Dann kam der Anruf: „Zu Takt 43 habe ich mal ne Frage. Man hört was anderes, als in den Noten steht.“ Klingt „harmlos“, war es aber auch tatsächlich:

Ich verwende hauptsächlich eine sehr alte Software aus win3.1-Zeiten zum Mixen, die Software hat alles, was man braucht, was diese nicht hat braucht man nicht – fast.

Die Notation ist ’ne Katastrophe. 10 Seiten Basslauf (solo) für 4 Minuten.

Also: MIDI-Spur in ein moderneres Programm kopiert- natürlich in Takt eins, und dabei nicht daran gedacht, daß der Bass erst mal Funkstille hat.

Ok, dieser Fehler war recht schnell gefunden… Jetzt ging es aber darum, besagten Bassisten mitzuteilen, wo er denn seinen Einsatz tatsächlich hat.

Ich muß gestehen: ich weiß es nicht.

Da sind wohl in der Aufnahmephase einige Fehler passiert, an die ich mich gewöhnt habe – der ganze Song ist sozusagen „rundgehört“.

Ich hoffe ja, der Bassist kriegt das hin, der Kerl ist nämlich verdammt gut – auch (oder gerade deshalb?) wenn ich mir manchmal seine pedantische Art sonstwohin wünsche….

Durch den Einsatz diverser Gastsängerinnen habe ich wohl den Song etwas zu oft gehört… es waren insgesamt drei Sängerinnen beiteiligt: mit zweien gab bzw. gibt es Probleme (beide sind hier schon erwähnt worden), die dritte ist verschollen.

Auch ohne Gastmusiker ist der Sättigungsgrad relativ schnell erreicht: ich übe das jeweilige Instrument zu dem gerade vorhanden Playalong, dann wird aufgenommen, dann kommt das nächste Instrument. Irgendwas ist dann mit einem $vorherigen_Instrument nicht so, wie es sein soll, es geht also an die Nachbearbeitung.

Bis der jeweilige Song fertig ist, habe ich den Kram also etliche hundertmal gehört – ich schätze, es liegt im vierstelligen Bereich. Es wäre mal interessant, eine Strichliste zu führen…

Irgendwann fallen Fehler nicht mehr auf, vor allem dann (und das ist vermutlich mit der Basslinie passiert), wenn ich z.B. an einer Gesangsspur arbeite, durch Danebenklicken aber den Bass verändere. Da ich mich gerade auf den Gesang konzentriere, wird der Bass ausgeblendet (der war ja bisher auch in Ordnung) – mein Ohr „gewöhnt“ sich an diesen Fehler.

Ich weiß jetzt jedenfalls, was ich am Wochenende mache… :-(

In solchen Momenten frage ich mich, wie das die klassischen Komponisten hinbekommen haben. Die hatten nicht mal ansatzweise die Technik, die mir heute zur Verfügung steht. Oft war es nur ein Klavier – und damit wurde eine komplexe Symphonie komponiert.

Bewundernswert.

// Musiker-in-deiner-Stadt.de: Eindrücke I

Es klingt ja ganz vielversprechend: einfache Suche über Postleitzahl und man hat sämtliche Musiker in $Heimatort auf dem Monitor.

Es erscheint eine ewig lange Liste, man kann nun zwischen „Amateur“ und „Profi“ wählen.

Nach einem Klick auf „Amateur“ gibt es eine Werbepause in Form eines Zwangsklicks auf einen Werbepartner. Kein Problem, das sich nun öffnende Fenster kann man ja unmittelbar nach dem Klick wieder schließen.

Die Tabelle ist nun kürzer und durch Setzen der Filter in der Titelleiste fliegt alles raus, was man gerade nicht sucht. Die Auswahlmöglichkeit ist übrigens sehr differenziert: über 30 Instrumentalisten, es wir z.B. auch zwischen „Keyboarder“, „Organist“ und „Pianist“ unterschieden. Da hat mal jemand nachgedacht.

Ich suche nach einer Sängerin. Mal schauen, wer sich da rumtreibt.

Die Sängerauswahl läßt sch nun durch die Rubrik „Stil“ weiter einschränken. Ich habe hier 45 Auswahlmöglichkeiten gezählt.

Man kann die Suche also beliebig einschränken. Bei mir sieht das nun so aus:

Entfernung 500 km
Sänger/in (hier fehlt m.E. die Unterscheidung zwischen männl./weibl.)
Stil (habe ich jetzt weggelassen)
„sucht“ (Alternativ: „stellt sich vor“ oder „alle“)
„wen“ (auch hier große Auswahlmöglichkeit)

In der letzten Spalte steht dann eine Kurze einzeilige Bemerkung des jeweiligen Musikers, teilweise vielsagend…

Nun, ich habe sogar etwas passendes gefunden.

Die Kontaktaufnahme ist erst nach einer kostenlosen Mitgliedschaft möglich. Hierzu ist aber die Angabe einer Festnetznummer zwingend erforderlich.
Falls – wie bei mir – sowas nicht vorhanden ist, soll man den Support kontaktieren. Hmmm, ja… den suche ich noch:

Unter Impressum gelangt man zu den FAQ’s:

Frage:
„Wo kann ich eine schriftliche Supportanfragen stellen?“

Antwort:
„Beachten Sie dringend die FAQs (häufig gestellte Fragen) bevor Sie den Online-Support konsultieren.“

Da beißt sich die Katze gerade in den Schwanz…

[2 min später:]

Weiter unten des Rätsels Lösung: es gibt eine E-Mail Adresse für Supportanfragen. Naja, war leicht zu übersehen, hier wäre eine E-Mail Adresse im Anmeldefenster hilfreich gewesen.

Fortsetzung folgt, wenn schon E-Mail, dann auch richtig und morgen.

[Update am 21. August 2009]

// Und wieder eine weniger…

Nach einem längeren Monolog einer potentiellen Gastsängerin ist das Thema nun vom Tisch. Singen konnte sie. Aber: trotzdem kein großer Verlust, da sie beinahe jeden Termin kurzfristig abgesagt bzw. kurzfristig verschoben hat.

Tja, da (abgesehen vom Frust) eh fast nix bei rumgekommen ist, werde ich das wohl sehr gut überleben…

Auf der Suche nach einer Verbesserung bin ich auf diese Seite gestoßen:
Musiker in deiner Stadt

Scheint vielversprechend zu sein…. Mal schauen.
Und jetzt gibt es erst mal ein leckeres Bier zur Entspannung 😀

[Links zu Musiker in deiner Stadt: Teil1; Teil2]

// Das "wohl einzige wirksame Sozialgesetz von Rot-Grün – der Flaschenpfand"

[Titel: Zitat von Markus Breitscheidel]


 
Hier erst mal ein Link zu einer Buchbesprechung über Zeitarbeit
 
Als Ex-Betroffener (naturwissenschaftlicher Beruf/ Angestellter) finde ich mich in weiten Teilen wieder -zumindest in dem Abschnitt über Zeitarbeit. Nachdem vor Kurzem im Fernsehen eine Reportage über Zeitarbeit gesendet wurde, bin ich des Öfteren bei meinem derzeitigen Arbeitgeber auf diese Thematik angesprochen worden.
 
Selbst meinen Vorgesetzten war nicht bewußt, was Zeitarbeit in letzter Konsequenz bedeutet, die Reaktionen waren sehenswert: Kopfschütteln, offene Münder, kurz: Fassungslosigkeit.
 
Ich habe dieses Buch (noch) nicht gelesen – ich möchte an dieser Stelle dennoch einige (zusätzliche?) persönliche Details erwähnen:
 
-Kosten für den Entleiher: 4700€/Monat bei gleichzeitiger Entlohnung des Leiharbeiters von >1500 €/Monat (brutto)
-doppelter Preis für Kantinenessen kann ich bestätigen
-Stundenlohn Leiharbeiter: 9 € ungrad; Stundenlohn Schüleraushilfe(!!) 10 € ungrad (Tarif)
KontrollTelefonanrufe der $Zeitarbeitsfirma nach 21:00 Uhr (ich habe nicht Schicht gearbeitet und hatte schon seit 18:00 Uhr Feierabend)
-Als ich meine Kündigung bekanntgab, gab‘ s erst mal einen Anschiss seitens $Entleiher
-Es gab in $Entleihfirma Abteilungen, die bis zu zwei Dritteln aus Leiharbeitern bestanden.
-Firmengröße der $Entleihfirma: 6000 Mitarbeiter /Anteil Leiharbeiter: 1500
-Motivation der Stammbelegschaft: schlecht. (Von uns Leiharbeitern will ich jetzt gar nicht reden…)
-Arbeitswert der Stammbelegschaft: abnehmend. (O-Ton eines Abteilungsleiters: „Wenn die Leasingkraft geht, holen wir uns eine Neue“- wie ein derartiger Spruch die Arbeitsmoral der Festangestellten hebt, kann man sich vorstellen)
 
-Was hat $Entleiher nach meiner Kündigung dazugelernt? Man sollte sich tunlichst doppelt und dreifach absichern:
Die Gründe für meine Kündigung habe ich bei beim $Entleiher dargestellt. Die Konsequenz: Ich wurde durch drei (!!!) Leasingkräfte ersetzt. Was aber weniger an meiner Arbeitskraft lag, sondern an der einfachen Rechnung „Wenn eine(r) geht, sind noch zwei andere da.“
Wenn man sich an die oben erwähnten Personalkosten den oben erwähnten Kaufpreis erinnert, kann Geldmangel für eine derart verantwortungslose Personalpolitik nicht der Grund sein. Die $Entleihfirma fährt nebenbei einen Rekordgewinn nach dem anderen ein.
 
-Übrigens: Für Leiharbeiter ist nicht die Personalabteilung zuständig, sondern der Einkauf. Aus Sichtweise eines Buchhalters mag das sinnvoll sein, einen bitteren Nachgeschmack hinterläßt dies durchaus…
 
Diese Liste läßt sich beliebig fortsetzen, das ist mir jetzt spontan eingefallen.
 
„Rhythm Of Breath“ ist der Titel eines Songs auf meiner neuen CD zu genau diesem Thema. Inhaltlich geht es aber überwiegend um das Zusammenbrechen der sozialen Strukturen, das diese Arbeitsform mit sich bringt.

// Network Oracle On

Die fehlenden Spammails für den Spamtext sind nun eingetrudelt, und der Text ist nun fertig:

for our purposes, we‘ re going to severely limit the number of bits
to 8, 16, 32 or some other small numbers
interest from principal…. I am not quiet sure they are real
what are your thoughts?
what happened last night?
summer is comming

hope they are all there – enjoy them all
he draw his conclusions on what to buy
basically, i cant live without it;
cant‘ t be a lover anymore
let‘ s find out…

obesity is dangerous, stop it
best place to find cure for your desease
preventing attack controlls exploit mistankly permit?
get out of these obese crowd

been here or not
need more info
how are things?
great you gotta see it
wipe out
level of function
just talk to him
busy as before
what about your suggestion?
can you recall all these situations when you plead to yourself to
get out of these obese crowd?

get hooked on this lovely replica bags
worldwide delivery direct to your home
huge price cut off today
confirm your satisfaction

several tips to make your woman happier
get the pair of shoes you have been eying all season
you are beautiful, because we care
get the right results fast and save

impropable things kann really happen!
make the most of your dollar!
find out how to absolute!
some plush items to your taste

looking for ways to solve male, financial and family problems?
switch the network oracacle on!

// Spam…

… kann doch auch ganz nützlich sein – wenn einem die Songtextideen ausgehen.

Inspiriert durch Spam Poetry habe ich mal sämtliche Spammails der letzten Wochen durchforstet: es geht tatsächlich.

Entstanden ist ein etwas anderer Songtext – mit eigenem Rhythmus und eigenem Charakter. Es ergibt irgendwie Sinn und dann wieder doch nicht….

Demnächst mehr, mir fehlen noch ein paar Zeilen. Das Schöne an einer Spammail: man kann sich darauf verlassen, dass sie kommt.

Und jetzt gehts ans Komponieren. Mir schwebt da gerade was Orientalisches vor.

// Neuer Song

Ein Neuer ist gerade fertig geworden. Stark klassisch angehaucht, und eher aus der ruhigeren Ecke.

Voila.