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// Perfektes Timing…

Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, daß ich bis Sonntag Zeit habe, umzuziehen. Dem war leider nicht so: Am Montag Abend hing ein Zettel an meiner Proberaumtür, daß am 14. August mit den Abbrucharbeiten begonnen wird. Bis dahin müsse der Proberaum leer sein.

Am Dienstag dann erstmal einen Tag Urlaub genommen und am Feierabend überaus hektisch damit begonnen, den Restproberaum umzuziehen.

Die Schlagzeugecke war als nächstes dran:

Proberaumumzug

Proberaumumzug

Proberaumumzug

Proberaumumzug

Das ging sogar recht fix: der Haupteil war nach ein paar Stunden fertig. Das Grundgerüst steht und ist etwas weiter durchoptimiert (was hauptsächlich die Schallübertragung während dem Spielen betrifft) und zudem wurde es etwas verschlankt. Einige Teile hatte ich mehrfach oder sehr ähnlich und da der neue Proberaum eh viel kleiner ist, war das eine gute Gelegenheit sich von einigen Teilen zu trennen. Falls es zu voreilig war: der nächste Schrottplatz ist nicht weit – das läßt sich bei DEM Schlagzeug ja gut ergänzen… ;-)

Bis zum 14 August hatte ich ja Zeit und – ganz der Musiker, der bezüglich Timing ja geradezu perfekt sein sollte, habe ich das auch aber sowas von perfekt getroffen:

Proberaumumzug

Etwas wehmütig ist mir schon zumute: ich hatte mich trotz etlicher Macken doch recht wohl gefühlt in dem alten Proberaum. Viele kreative und spaßige Stunden (besser: Nächte) habe ich dort verbracht.

Wie es im neuen Proberaum wird weiß ich noch nicht: es ist wirklich sehr, sehr eng. Kein Vergleich zu dem alten Proberaum. Mal schauen wie es wird.

Für jedes Instrument habe ich gerade so ausreichend Platz, aber der Weg dorthin ist mehr als abenteuerlich und nur mit einigen Verrenkungen möglich.

Kann von Vorteil sein: mein (gefühlt) bestes Album “Urban Jungle” habe ich unter ähnlichen Bedingungen geschrieben. In einem solch beengten Raum muß man sich eben vorher schon sehr genau überlegen, was man spielt. Zuviel räumlicher Freiraum führt eben zu Verzettelung. Mal schauen, ob sich dieses Konzept wiederholen lässt. Die Grundvoraussetzungen sind schon mal da :-P

PS: der Perseiden-Running-Gag geht dieses Jahr in die nächste Runde: vor lauter Umzug hatte ich dieses Jahr nicht mal ansatzweise die Chance, mein Sternschnuppen-Foto endlich mal zu machen. Wie jedes Jahr: nächstes Jahr mache ich es. Diesmal aber wirklich :-P

// Drittes Umzugswochenende

So langsam ist Land in Sicht: Das (hoffentlich) vorletzte Umzugswochenende stand an und diesmal war die Gitarrenecke fällig.

Was ne Plackerei…. Die Gitarren an sich waren nicht das Problem – aber der Platz mußte erstmal gebaut werden.
Am Samstag erstmal eine Holplatte *) von 132 cm x 200 cm quer durch die Stadt gekarrt – zu Fuß natürlich. Das Gewicht hatte ich bei diesen Plan geflissentlich ignoriert.

Dementsprechend hatte ich am Samstag auch keine Böcke mehr, irgendwas zu machen.

Heute dann dafür in aller Frühe raus aus den Federn, und die Holzplatte an die Rückseite des Computerschranks geschraubt. Wenigtsens zeitlich hat es so hingehauen, daß ich unter der Woche die Verkabelung fertig bekommen hatte – allerdings ist das nicht getestet. Ich hoffe, daß alles funkttioniert, wenn ich das erste Mal alles einschalte…. :roll:

Für die Gitarrenecke habe ich dann mein windschiefes CD-Regal teilweise geopfert. Für das ist im neuen Proberaum eh kein Platz mehr.

Und so sieht es jetzt nach zwei überaus anstrengenden Tagen aus:

Gitarrenecke

Gitarrenecke

Ein bißchen eng, aber das gilt ja für den gesamten Proberaum. Bin mal gespannt, wie das wird, wenn ich das erste Mal da drin abrocke. Das Schlagzeug (ja, genau DAS Schlagzeug) muß ja auch noch rein… das wird wohl den gesamten restlichen freien Platz verbrauchen.

*) HolZplatte sollte das heißen… Holplatte, das war wohl ein Freudscher Versprecher :-P

// 45 Gründe, warum es nicht schlimm ist, wenn Nutzerdaten gestohlen werden.

  • Deine Daten sind nicht weg, sie wurden ja nur kopiert
  • Das ist Werbung für Dich.
  • Diese Nutzerdaten für sich zu behalten, ist künstliche Verknappung.
  • Wer Nutzerdaten für sich behält, hat das Internet nicht verstanden.
  • Die Digital Native-Mafia hat die Entwicklung verschlafen.
  • Es ist technisch möglich, Nutzerdaten zu kopieren.
  • Freiheit für Nutzerdaten!1!!einself
  • Nutzerdaten zu löschen, ist Zensur.
  • Nutzerdaten schützen ist im Grunde ein Luxusrecht.
  • Nutzerdaten für sich zu behalten, ist das grösste Hindernis für die Werbeindustrie und damit dem Wirtschaftsstandort Deutschland.
  • Nutzer dürfen kein Monopol auf Nutzerdaten haben.
  • Deutschland, das Internetpleiteland.
  • Welche Schöpfungshöhe haben eigentlich Passwörter?!
  • 1,2 Mrd Nutzerdaten sind nur ein Zitat aus der Datenbank!
  • Nutzerdaten zu kopieren fällt unter das Recht auf eine Privatkopie.
  • Für eine lebendige Wirtschaft brauchen wir freie Nutzerdaten!
  • Nutzerdatendatenschutz behindert mehr im Internetzeitalter als es nutzt!
  • Echte Nutzer sind mit dem Nutzerdatendatenschutz unzufrieden.
  • Gefördert werden nur große Nutzer mit großer Reichweite und der entsprechenden Lobby.
  • Diese Kopie im Cache ist doch völlig irrelevant!
  • Das Internet geht kaputt!
  • Der Nutzerdatendatenschutz muß Bedingungen erschaffen, damit sich neues verkaufen lässt.
  • Wer Identitäten für sich behält, gängelt seine Leser. Dies geht an Leserwünschen vorbei.
  • Die Schutzfrist von Nutzerdaten ist zu lang.
  • Wenn jeder die Nutzerdaten beliebig kopieren und für sich einsetzen könnte, würden die Nutzerdaten irgendwann keine Rolle mehr spielen.
  • Anstelle der abgeschafften Nutzerdatenkopierverbote müssten hier entsprechende gesetzlichen Gebote geschaffen werden.
  • Der Fokus muß darauf liegen, allen Menschen einen gerechten und freien Zugang zu allen Nutzerdaten zu gewährleisten.
  • Die russische Bande hat ein Refinazierungsangebot für Nutzerdatennutzer.
  • Wer Beschränkungen für deutsche Nutzerdatenanbieter abschaffen will, muß die russische Mafia stärken!
  • Amazon kann alle alten Nutzerdaten on demand nachdrucken.
  • Nur bei russischen Banden findet man alte, verwaiste Nutzerdaten.
  • Sinnvoller wäre es, wenn Nutzerdaten nicht über eine russische Bande veröffentlicht werden, sondern per Gesetz.
  • Chlorhühnchen.
  • Nutzerdaten sind ein Grundversorgungsmittel.
  • Wenn sich mit Nutzerdaten kein Geld verdienen läßt, waren die Paßwörter zu schlecht.
  • Die Nutzer und deren mafiöse Vertreter müssen ihr Angebot so akzeptabel für russische Banden machen, dass diese FREIWILLIG dazu bereit sind, es zu akzeptieren und dafür zu bezahlen.
  • Jedes Gesetz, jede Unterdrückung und jeder Kampf gegen russische Banden ist ein Nagel in den Sarg der Digital-Native-Mafia.
  • Die russischen Banden zahlen GEZ und fühlen sich darin bestätigt, genug für die Nutzerdatenkopien getan zu haben.
  • Nutzerdaten sind eine Imaginärbesitzlüge.
  • Was den Nutzern zusteht, sollte ja wohl auch den Botnetz-Betreibern zustehen.
  • Warum wird so ein Müll quersubventioniert?
  • Nutzer, die Nutzerdaten schreiben, die russische Banden interessieren, verdienen Geld damit.
  • Wer mit seinen Nutzerdaten kein Geld verdient, kann ja nicht gut sein.
  • Diesen Nutzer kenne ich nicht.
  • Wer Nutzerdaten für sich behält, ist der Geiz in Person!

Ähnlichkeiten aus dem Heiseforum zu Diskussionen über diverse andere (urheberrechtlich geschützte) Kopien sind beabsichtigt.

// Ich bin ein Strippenzieher

… oder so ähnlich.

Am Wochenende stand der Teil des Umzugs an, vor dem es mir am meisten graute: die Abmischecke war fällig und mußte in den neuen Raum rüberbewegt werden. Die Abmischecke ist der Teil, den man glaubwürdig als Zweigstelle der NSA verkaufen kann.

Zuerst also alles abgebaut und so im Noch-Tonstudio auf dem Boden verteilt, daß der Krempel mir nicht im Weg steht. Das gelang nur mäßig erfolgreich. Also einen Teil in das Nochnicht-Tonstudio und dort so abgestellt, daß er mir nicht im Weg stehen wird. Das gelang mir auch nur mäßig – aber zu diesem Zeitpunkt wußte ich das noch nicht.

Dann den Schrank abgebaut, der auch prompt kaputt ging. Ab in den Baumarkt, Ersatzholz holen. Auf dem Rückweg ein paar Bier geholt. Anders hält man das echt nicht aus.
Allerdings machte der Allohohl den Umzug auch nicht einfacher….

Langer Rede, kurzer Sinn: ich hab’ s irgendwie geschafft. Ich weiß jedoch nicht mehr, wie oder ich habe es erfolgreich verdrängt.

Dann den ganzen Krempel, auf den die NSA vor drölfzig Jahren stolz gewesen wäre, wieder im Schrank verstaut.
So sieht es jetzt im Nochnicht-Tonstudio aus:

Neues Tonstudio

Am Sonntag ging es ans Strippenziehen: die ganze Technik will schließlich noch miteinander kommunizieren können.

Neues Tonstudio

Etwa 800 Meter Kabel habe ich verlegt. Doof nur, daß nichts mehr paßt: die Abstände haben sich drastisch verändert.

Demnächst in diesem Theater: die Stromversorgung sicherstellen.

Neues Tonstudio

// Erkenntnis des Abends

Ich brauche einfach mein kreatives Chaos. Das merke ich gerade besonders.

Aber von vorne: jeder kennt doch den Effekt, daß man nichts mehr findet, wenn man aufgeräumt hat?

So geht es mir gerade… der alte Raum leert sich und wird immer ordentlicher. Und je leerer der Raum wird, umso weniger finde ich, was ich suche.

Im neuen Raum ist es umgekehrt: je voller der Raum wird, umso häufiger finde ich, was ich suche.

Also Leuts: hört mit dem Aufräumquatsch auf. Das endet nur in endlosen, vergeblichen Suchereien :mrgreen:

A propos finden: das habe ich hinter einem Schrank gefunden… ich überlege gerade: aufheben fürs Museum oder meinem Sampler als Speichermedium zuführen?

Windows 98 Startdiskette

Und a propos Diskette und Windows: den Schrank (Foto hier), hinter dem ich die Diskette gefunden habe, wollte ich eigentlich zum Fenster hinein bugsieren.
Ja, genau DIESES Fenster:

Windows 98 Startdiskette

*narf*

// Tonstudio – Umzug

Nun ist es soweit: seit gestern abend ist der neue Proberaum einzugsbereit.

Die schlimmste Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet: der Raum ist nicht kotzgrün gestrichen.

So wie es geworden ist, finde ich es ja gar nicht schlecht: zwei Wände pastellgrün und die anderen zwei Wände pastellgelb. Vielleicht nicht die Farbgebung, die ich in meiner Wohnung bevorzugt hätte, aber durchaus akzeptabel.

Der neue Proberaum ist etwas kleiner, dafür dürfte er auch etwas “gemütlicher” werden. Es wird auf jeden Fall eine Herausforderung, die ganze Technik auf etwas weniger Raum unterzubringen.

Die “neuen” Nachbarn sind doof. Ich kenne sie zwar vom Sehen (ich bleibe ja auf dem gleichen Gelände) – aber auf meine Bitte, mir beim Hochtragen der Orgel (vier Treppenstufen) zu helfen, reagierten sie ziemlich schroff und abweisend. Nun, die Typen arbeiten recht lange und das werde ich mir merken, wenn es mal wieder laut wird: Never ever fuck with a musician :twisted:

Anyway: der Abbau des alten Proberaumes läuft, während ich gleichzeitig den neuen Proberaum aufbaue. Die Verkabelungsorgien des letzten Umzugs werde ich diesmal (hoffentlich!) eleganter lösen können.

Ich bin heute abend sogar erstaunlich weit gekommen: die Keyboard-Ecke steht und ist (hoffentlich?) auch funktionsfähig, Teile der Gitarrenecke sind bereits im neuen Raum und verkabelt (sic!).
Damit wäre die Hälfte (jajaja, es ist die deutlich kleinere Hälfte) schon mal abgehakt.

Und so sieht es aktuell aus:

Proberaum-Umzug: 1. Tag

Proberaum-Umzug: 1. Tag

// Mafiöse Zustände

Da hockt man morgens gemütlich vor dem Proberaum im Hof und trinkt einen Kaffee. Die Sonne zwitschert, der Himmel scheint und die Vögel sind blau. Das Leben ist schön.

Zwischen zwei Schluck Kaffee bemerke ich, wie ein Vogel unter dem Rolltor hervorkam, sich kurz umschaute und hektisch wegflog. Wenig später kam er wieder – den Schnabel voller Futter. Das Spiel wiederholte sich einige Male und ich beschloß, das Federvieh abzulichten. Die Kamera liegt immer griffbereit irgendwo in der Nähe.

Leider war das für den Vogel etwas zu viel Hektik, denn von nun an nutzte er das andere Rolltor, um in die Halle zu gelangen.
Kaffee ist genug da, und ich machte erstmal dies und das, ein paar Gitarrenriffs hier, ein paar Blogbasteleien dort – was man eben so macht an einem viel zu heißen Sonntagmorgen.
Nach einiger Zeit versuchte ich es ein zweites Mal, den Vogel zu fotografieren. Keine Chance: sobald ich in der Tür saß, wechselte er den Eingang.

Immerhin erwischte ich eine Eidechse:

Broken Spirits | Eidechse

Es wurde mir zu doof, und ich ging nach Hause. Als ich am späten Nachmittag wieder zurück in den Proberaum kam, dachte ich, ich bin im falschen Mafiafilm. Du weißt schon, so einer, wo als “letzte Warnung” ein blutiger Schweinekopf vor die Tür gelegt wird oder sowas ähnliches.

An der Stelle, an der ich einige Stunden zuvor saß, um den Vogel zu fotografieren, wurde mir ebenfalls eine eindeutige Warnung hinterlassen. Aber seht selbst:

Broken Spirits | Vogelscheisse

Die Warnung ist eindeutig, oder?