(c) by Broken Spirits

// 45 Gründe, warum es nicht schlimm ist, wenn Nutzerdaten gestohlen werden.

  • Deine Daten sind nicht weg, sie wurden ja nur kopiert
  • Das ist Werbung für Dich.
  • Diese Nutzerdaten für sich zu behalten, ist künstliche Verknappung.
  • Wer Nutzerdaten für sich behält, hat das Internet nicht verstanden.
  • Die Digital Native-Mafia hat die Entwicklung verschlafen.
  • Es ist technisch möglich, Nutzerdaten zu kopieren.
  • Freiheit für Nutzerdaten!1!!einself
  • Nutzerdaten zu löschen, ist Zensur.
  • Nutzerdaten schützen ist im Grunde ein Luxusrecht.
  • Nutzerdaten für sich zu behalten, ist das grösste Hindernis für die Werbeindustrie und damit dem Wirtschaftsstandort Deutschland.
  • Nutzer dürfen kein Monopol auf Nutzerdaten haben.
  • Deutschland, das Internetpleiteland.
  • Welche Schöpfungshöhe haben eigentlich Passwörter?!
  • 1,2 Mrd Nutzerdaten sind nur ein Zitat aus der Datenbank!
  • Nutzerdaten zu kopieren fällt unter das Recht auf eine Privatkopie.
  • Für eine lebendige Wirtschaft brauchen wir freie Nutzerdaten!
  • Nutzerdatendatenschutz behindert mehr im Internetzeitalter als es nutzt!
  • Echte Nutzer sind mit dem Nutzerdatendatenschutz unzufrieden.
  • Gefördert werden nur große Nutzer mit großer Reichweite und der entsprechenden Lobby.
  • Diese Kopie im Cache ist doch völlig irrelevant!
  • Das Internet geht kaputt!
  • Der Nutzerdatendatenschutz muß Bedingungen erschaffen, damit sich neues verkaufen lässt.
  • Wer Identitäten für sich behält, gängelt seine Leser. Dies geht an Leserwünschen vorbei.
  • Die Schutzfrist von Nutzerdaten ist zu lang.
  • Wenn jeder die Nutzerdaten beliebig kopieren und für sich einsetzen könnte, würden die Nutzerdaten irgendwann keine Rolle mehr spielen.
  • Anstelle der abgeschafften Nutzerdatenkopierverbote müssten hier entsprechende gesetzlichen Gebote geschaffen werden.
  • Der Fokus muß darauf liegen, allen Menschen einen gerechten und freien Zugang zu allen Nutzerdaten zu gewährleisten.
  • Die russische Bande hat ein Refinazierungsangebot für Nutzerdatennutzer.
  • Wer Beschränkungen für deutsche Nutzerdatenanbieter abschaffen will, muß die russische Mafia stärken!
  • Amazon kann alle alten Nutzerdaten on demand nachdrucken.
  • Nur bei russischen Banden findet man alte, verwaiste Nutzerdaten.
  • Sinnvoller wäre es, wenn Nutzerdaten nicht über eine russische Bande veröffentlicht werden, sondern per Gesetz.
  • Chlorhühnchen.
  • Nutzerdaten sind ein Grundversorgungsmittel.
  • Wenn sich mit Nutzerdaten kein Geld verdienen läßt, waren die Paßwörter zu schlecht.
  • Die Nutzer und deren mafiöse Vertreter müssen ihr Angebot so akzeptabel für russische Banden machen, dass diese FREIWILLIG dazu bereit sind, es zu akzeptieren und dafür zu bezahlen.
  • Jedes Gesetz, jede Unterdrückung und jeder Kampf gegen russische Banden ist ein Nagel in den Sarg der Digital-Native-Mafia.
  • Die russischen Banden zahlen GEZ und fühlen sich darin bestätigt, genug für die Nutzerdatenkopien getan zu haben.
  • Nutzerdaten sind eine Imaginärbesitzlüge.
  • Was den Nutzern zusteht, sollte ja wohl auch den Botnetz-Betreibern zustehen.
  • Warum wird so ein Müll quersubventioniert?
  • Nutzer, die Nutzerdaten schreiben, die russische Banden interessieren, verdienen Geld damit.
  • Wer mit seinen Nutzerdaten kein Geld verdient, kann ja nicht gut sein.
  • Diesen Nutzer kenne ich nicht.
  • Wer Nutzerdaten für sich behält, ist der Geiz in Person!

Ähnlichkeiten aus dem Heiseforum zu Diskussionen über diverse andere (urheberrechtlich geschützte) Kopien sind beabsichtigt.

// Ich bin ein Strippenzieher

… oder so ähnlich.

Am Wochenende stand der Teil des Umzugs an, vor dem es mir am meisten graute: die Abmischecke war fällig und mußte in den neuen Raum rüberbewegt werden. Die Abmischecke ist der Teil, den man glaubwürdig als Zweigstelle der NSA verkaufen kann.

Zuerst also alles abgebaut und so im Noch-Tonstudio auf dem Boden verteilt, daß der Krempel mir nicht im Weg steht. Das gelang nur mäßig erfolgreich. Also einen Teil in das Nochnicht-Tonstudio und dort so abgestellt, daß er mir nicht im Weg stehen wird. Das gelang mir auch nur mäßig – aber zu diesem Zeitpunkt wußte ich das noch nicht.

Dann den Schrank abgebaut, der auch prompt kaputt ging. Ab in den Baumarkt, Ersatzholz holen. Auf dem Rückweg ein paar Bier geholt. Anders hält man das echt nicht aus.
Allerdings machte der Allohohl den Umzug auch nicht einfacher….

Langer Rede, kurzer Sinn: ich hab’ s irgendwie geschafft. Ich weiß jedoch nicht mehr, wie oder ich habe es erfolgreich verdrängt.

Dann den ganzen Krempel, auf den die NSA vor drölfzig Jahren stolz gewesen wäre, wieder im Schrank verstaut.
So sieht es jetzt im Nochnicht-Tonstudio aus:

Neues Tonstudio

Am Sonntag ging es ans Strippenziehen: die ganze Technik will schließlich noch miteinander kommunizieren können.

Neues Tonstudio

Etwa 800 Meter Kabel habe ich verlegt. Doof nur, daß nichts mehr paßt: die Abstände haben sich drastisch verändert.

Demnächst in diesem Theater: die Stromversorgung sicherstellen.

Neues Tonstudio

// Erkenntnis des Abends

Ich brauche einfach mein kreatives Chaos. Das merke ich gerade besonders.

Aber von vorne: jeder kennt doch den Effekt, daß man nichts mehr findet, wenn man aufgeräumt hat?

So geht es mir gerade… der alte Raum leert sich und wird immer ordentlicher. Und je leerer der Raum wird, umso weniger finde ich, was ich suche.

Im neuen Raum ist es umgekehrt: je voller der Raum wird, umso häufiger finde ich, was ich suche.

Also Leuts: hört mit dem Aufräumquatsch auf. Das endet nur in endlosen, vergeblichen Suchereien :mrgreen:

A propos finden: das habe ich hinter einem Schrank gefunden… ich überlege gerade: aufheben fürs Museum oder meinem Sampler als Speichermedium zuführen?

Windows 98 Startdiskette

Und a propos Diskette und Windows: den Schrank (Foto hier), hinter dem ich die Diskette gefunden habe, wollte ich eigentlich zum Fenster hinein bugsieren.
Ja, genau DIESES Fenster:

Windows 98 Startdiskette

*narf*

// Tonstudio – Umzug

Nun ist es soweit: seit gestern abend ist der neue Proberaum einzugsbereit.

Die schlimmste Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet: der Raum ist nicht kotzgrün gestrichen.

So wie es geworden ist, finde ich es ja gar nicht schlecht: zwei Wände pastellgrün und die anderen zwei Wände pastellgelb. Vielleicht nicht die Farbgebung, die ich in meiner Wohnung bevorzugt hätte, aber durchaus akzeptabel.

Der neue Proberaum ist etwas kleiner, dafür dürfte er auch etwas “gemütlicher” werden. Es wird auf jeden Fall eine Herausforderung, die ganze Technik auf etwas weniger Raum unterzubringen.

Die “neuen” Nachbarn sind doof. Ich kenne sie zwar vom Sehen (ich bleibe ja auf dem gleichen Gelände) – aber auf meine Bitte, mir beim Hochtragen der Orgel (vier Treppenstufen) zu helfen, reagierten sie ziemlich schroff und abweisend. Nun, die Typen arbeiten recht lange und das werde ich mir merken, wenn es mal wieder laut wird: Never ever fuck with a musician :twisted:

Anyway: der Abbau des alten Proberaumes läuft, während ich gleichzeitig den neuen Proberaum aufbaue. Die Verkabelungsorgien des letzten Umzugs werde ich diesmal (hoffentlich!) eleganter lösen können.

Ich bin heute abend sogar erstaunlich weit gekommen: die Keyboard-Ecke steht und ist (hoffentlich?) auch funktionsfähig, Teile der Gitarrenecke sind bereits im neuen Raum und verkabelt (sic!).
Damit wäre die Hälfte (jajaja, es ist die deutlich kleinere Hälfte) schon mal abgehakt.

Und so sieht es aktuell aus:

Proberaum-Umzug: 1. Tag

Proberaum-Umzug: 1. Tag

// Mafiöse Zustände

Da hockt man morgens gemütlich vor dem Proberaum im Hof und trinkt einen Kaffee. Die Sonne zwitschert, der Himmel scheint und die Vögel sind blau. Das Leben ist schön.

Zwischen zwei Schluck Kaffee bemerke ich, wie ein Vogel unter dem Rolltor hervorkam, sich kurz umschaute und hektisch wegflog. Wenig später kam er wieder – den Schnabel voller Futter. Das Spiel wiederholte sich einige Male und ich beschloß, das Federvieh abzulichten. Die Kamera liegt immer griffbereit irgendwo in der Nähe.

Leider war das für den Vogel etwas zu viel Hektik, denn von nun an nutzte er das andere Rolltor, um in die Halle zu gelangen.
Kaffee ist genug da, und ich machte erstmal dies und das, ein paar Gitarrenriffs hier, ein paar Blogbasteleien dort – was man eben so macht an einem viel zu heißen Sonntagmorgen.
Nach einiger Zeit versuchte ich es ein zweites Mal, den Vogel zu fotografieren. Keine Chance: sobald ich in der Tür saß, wechselte er den Eingang.

Immerhin erwischte ich eine Eidechse:

Broken Spirits | Eidechse

Es wurde mir zu doof, und ich ging nach Hause. Als ich am späten Nachmittag wieder zurück in den Proberaum kam, dachte ich, ich bin im falschen Mafiafilm. Du weißt schon, so einer, wo als “letzte Warnung” ein blutiger Schweinekopf vor die Tür gelegt wird oder sowas ähnliches.

An der Stelle, an der ich einige Stunden zuvor saß, um den Vogel zu fotografieren, wurde mir ebenfalls eine eindeutige Warnung hinterlassen. Aber seht selbst:

Broken Spirits | Vogelscheisse

Die Warnung ist eindeutig, oder?

// Über den “richtigen” Umgang mit Bloggern

Jeder Blogger kennt vermutlich diese Mails, mit denen “die Wirtschaft” versucht, Werbung auf Blogs unterzubringen. Als Konsumverweigerer beißt diese ehrenwerte Gesellschaft bei mir zunächst mal auf Granit: dieses Blog hier bleibt werbefrei. Ich habe keine Lust, für ein popliges Angebot meine Seele zu verkaufen.

Manchmal, selten – um nicht zu sagen: sehr selten – trudelt hier eine Mail ein, die es in meinen Augen wert ist, beantwortet zu werden.

Doch, ach… diese Mail fängt mit dem mir mittlerweile verhassten Standardsatz an:

Bei einer Internetrecherche bin ich auf Ihre Website “domainXY.de” aufmerksam geworden.

Ich fand den Inhalt wirklich interessant. Um ehrlich zu sein: das ist zwar ein Standardsatzbaustein, aber ausnahmsweise freut er mich.

Trotzdem konnte ich es mir nicht verkneifen, folgendes PS an die Antwortmail zu hängen:

PS.: (lange überlegt, ob und wie… ich kann es mir nicht verkneifen – vor allem, weil ich Ihre E-Mail fast ungelesen gelöscht hätte) BITTE beginnen Sie nie eine E-Mail mit dem Satz “bei einer Internetrecherche bin ich auf Ihre Website “domainXY.de” aufmerksam geworden.
Können Sie sich vorstellen, was (und vor allem wie viele) Anfragen ich bekomme, die genauso anfangen? Manche sind ja noch lustig – z.B. der Typ, der meinte, ich teste Hochzeitskleider: Der hat mir Kerl allen Ernstes vorgeschlagen, die Dinger kostenlos für einige Zeit zur Verfügung zu stellen und ich ziehe die zur Probe an, mache Fotos und blogge darüber…. wenigstens Letzteres habe ich sogar gemacht, wenn auch wenig schmeichelhaft: http://www.broken-spirit.de/plodsinn/zur-klarstellung/

Im Ernst: Wenn nicht alle Karfreitag eine Mail hier eingehen würde, die es wert ist, darauf zu antworten, dann hätte ich den Satz mit der “Internetrecherche” schon längst in den Spamfilter gesetzt…. Der ganze Müll mit Anfragen nach Produkttests, Berichte schreiben über Messen, die mich nicht die Bohne interessieren und die versprochenen Gimmicks, die den Aufwand in keinster Weise rechtfertigen (und mich noch weniger interessieren), diese ganzen Aasgeier, die auf Backlinks gegen einen popligen Gutschein aus sind (und jetzt nach einem Google-Such-Algorithmus-Update diese Backlinks wieder raushaben wollen – übrigens genauso planlose Anschreiben) – dieser ganze Müll geht hier wöchentlich rein. Und alle Mails fangen an mit “bei einer Internetrecherche bin ich auf Ihre Website “domain.de” aufmerksam geworden.” Manchmal frage ich mich wirklich, wer denn all die Katzenvideos anguckt, wo doch alle planlos im Internet rumrecherchieren….

Das aber nur am Rande als Tipp. Der Inhalt der Mail kam ja trotzdem an – zum Glück. Uninteressant finde ich Ihr Angebot nun wirklich nicht, zumal ich als Nice-To-Have ähnliche Überlegungen hatte. Wer weiß: vielleicht hätte ich ja auch schon längst (…. Anm.: Überraschung :-P …), wenn die Mail nicht mit Internetrecherche angefangen hätte und ich einen schlechteren Tag gehabt hätte als gestern. Ich werde es nie erfahren…

Was meint Ihr? Zu hart? Ungerechtfertigt? Oder sollten Unternehmen wirklich besser recherchieren und eine Anfrage schreiben, die zumindest einigermaßen auf den Blogger zugeschnitten ist?
Wie geht Ihr mit solchen Mails um?

Egal wie: diese Anfrage hat mich gefreut – Ihr dürft also die Daumen drücken. Danke ;-)
Update: oder auch doch nicht :roll:

// Außer Sie…

Mein Vermieter kam eben auf mich zu. Die andere Band hier auf dem Gelände zieht aus und hat einen Nachmieter gefunden.

Der Vermieter wollte wissen, ob ich den “Neuen” kenne. Gegoogelt hat er schon. Sagt er so: “Heutzutage findet man ja über alle Leute im Internet was. Außer über Sie.”

Bwahahahaha! :mrgreen:
(Tarnung perfekt – strike!)