Broken Spirits

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// Neue Geschäftsmodelle


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Endlich verstehe ich, was die Kulturkleptomanen mit neuen Geschäftsmodellen meinen.
 
Schritt 1: man kaufe Aktien eines namhaften Ohrstöpselherstellers in großer Menge.
Schritt 2: man singe ein Lied und das möglichst falsch. Klicken auf eigene Gefahr!
 
Ich hab’ s schon immer geahnt: die Piraten haben kein Taktgefühl. :mrgreen:
 





Im Proberaum notiert am 12.03.2013 um 8:25 pm und in der Ablage abgeheftet.
(c) by Broken Spirits


// “Die GEMA zensiert”


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So konnte ich heute allenthalben im Feedreader lesen. Nun fand ich es natürlich interessant, was die GEMA denn da zensiert – und siehe da, es war die Facebook-Gruppe “1.000.000 Menschen gegen die GEMA”, die aus Protest gegen die DJ-Abgabe gegründet wurde (oder gegen die GEMA allgemein weil irgendwer… ach lassen wir das). In diese Gruppe hatte ich auch kurz reingeguckt. Ich bin aber ziemlich schnell wieder gegangen, nach dem ich dort lesen durfte, daß…
 

  • … dort die Rede von Bombendrohungen war
  • … der obligatorische Nazi-Vergleich aufgeführt wurde
  • … die GEMA-Mitglieder zu Lampenschirmen verarbeitet werden sollten
  • … weitere Beschimpfungen der untersten Schublade zu lesen waren
  • … die typischen widergekäuten sachlich falschen Vorwürfe bzgl. Kindergärten genüßlich aufbereitet wurden, was zu noch mehr Aggressionspotential führte
  • … usw.
  •  
    Die typische Diskussions”kultur” im Internet eben. Zugegebenrmaßen ist die GEMA an manchen Stellen verbesserungswürdig – aber ganz ehrlich? Ich hätte die Facebookgruppe auch schließen lassen. Und in meinen Augen hat diese “Diskussion” nichts mit Meinungsfreiheit zu tun und eine Sperrung dieser Facebookgruppe hat nichts mit Zensur zu tun. Da wurde einfach nur mal völlig zurecht der pöbelnde Mob mit den virtuellen Mistgabeln in die Schranken verwiesen.
     





    Im Proberaum notiert am 10.03.2013 um 10:28 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits


    // Stimmen im Dunkeln


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    Es wird wieder wärmer draußen und es bietet sich mittlerweile wieder an, wenigstens ein kühles Bier in der Probepause draußen auf dem Hof zu trinken.
     
    Komisch wird es, wenn man die ganze Zeit über den Eindruck hat, Stimmen zu hören.
     
    Im Halbdunkel lassen diese sich kaum orten. Und genaugenommen sollte außer mir um diese Uhrzeit auch keiner meiner Nachbarn mehr anwesend sein.
     
    Am Bier liegt es nicht – nach einer 0,33L-Flasche sehe ich weder weiße Mäuse noch tanzende rosa Elefanten oder Einhörner, die Regenbögen furzen.
     
    Trotzdem: da sind Stimmen. Irgendwo im Dunkeln:
     
    Broken Spirits, Hof
     
    Es hat eine Weile gedauert, bis ich zwei schemenhafte Gestalten in irgendeiner Ecke entdecken konnte. Die Glut der Zigaretten hat sie letztlich verraten. Nur Nachbarn. Macht es aber nicht weniger unheimlich… ;-)
     





    Im Proberaum notiert am 08.03.2013 um 2:04 am und in der Ablage , abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits


    // Review: Riffstation


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    Heute gibt es einen Blogeintrag für Gitarristen bzw. solche, die es werden wollen. Eine irische Softwareschmiede hat die „Riffstation“ entwickelt, mit der sich Gitarrenspuren aus fertigen Songs extrahieren lassen, einzelne Songabschnitte loopen lassen, Akkorde angezeigt werden und sich für Playalongs individuelle Jamtracks erstellen  lassen.
     
    Das alles geht zwar alles auch mit Logic oder Cubase, aber welcher Anfänger der Saitenfraktion möchte a) gleich zu Beginn einen Haufen Geld ausgeben und vor allem b) sich mit diesen Programmierorgien auseinandersetzen?
     
    Hier setzt die Riffstation an: ein kleines, erschwingliches Programm, das einfach und intuitiv zu bedienen ist.
     

    Jam Master

     
    Der Jam Master hat drei „Module“:  Tempo, Isolate und Pitch.
     
    Isolate ist hier der wichtigste Teil, denn damit läßt sich die Gitarrenspur extrahieren bzw. stummschalten. Wunder darf man bei fertig abgemischten komplexen Arrangements  natürlich keine erwarten, dennoch leistet diese Funktion erstaunlich gute Arbeit. Einzig bei einigen sphärischen Keyboard/Gitarren-Klangteppichen kam die Riffstation etwas ins Stolpern und die Trennung der Spuren war nicht ganz sauber. Diese Aufgabe fällt jedoch eindeutig in die Rubrik „Wunder“ und so fand ich dieses Ergebnis nicht überraschend.
     
    Screenshot Riffstation, Isolator
     
    Die Bedienung war für mich intuitiv, die Online-Hilfe habe ich hierfür nicht benötigt. Allerdings ist bei mir auch schon einiges an Grundwissen vorhanden, in meiner Freizeit mache ich ja fast nichts anderes als Musik.
     
    Ich denke, auch blutige Anfänger können sich hier sehr schnell einarbeiten – eine Erweiterung um einige Presets (verzerrte Gitarre, akkustische Gitarre o.ä.) könnte an dieser Stelle jedoch hilfreich sein. Die Sologitarre ist einfach: dort, wo der Peak ist, ist sie. Bei der Rhythmusgitarre könnte problematischer werden.
     
    Schwer zu sagen – ich bin schon zu lange dabei, als daß ich das jetzt durch die Augen eines Neulings beurteilen kann. Für den Fall, daß jemand überhaupt nicht klar kommen sollte, gibt es auf YouTube ein Tutorial.
     
    Auf das Modul Tempo war ich besonders gespannt. Zu oft war ich insbesondere  im Bereich der Freeware enttäuscht, wie schlecht solche Funktionen teilweise umgesetzt sind. Nicht nur, daß die Tonhöhe schlecht umgesetzt ist, nein: ohne Knackser geht es selten.
     
    Ganz anders die Riffstation: selbst im langsamsten Tempo (da könnte man beim Zuhören einschlafen) ist die Wiedergabe sauber und frei von Störgeräuschen.  Von 100 möglichen Punkten vergebe ich hierfür glatt 200. Hat mich echt begeistert: Daumen hoch!
     
    Die Pitch-Funktion ist selbsterklärend: Hier läßt sich die Tonhöhe ggf. noch etwas nachregeln.
     

    Riff Builder

     
    Der Riff Builder ist nun auch für mich eine recht spannende Sache, wenn es um das Grundarrangement eines Songs geht: Einzelne Takte eines Songs lassen sich hier neu anordnen.
     
    Für denjenigen, der Gitarre lernen möchte, ist das eine sehr sinnvolle Funktion, um die schwierigeren Stellen öfters in das Playalong einzubauen.
     
    Screenshot Riffstation, Riffbuilder
     
    Aber auch für das Songwriting könnte ich mir hier einige Anwendungen vorstellen – insbesondere dann, wenn es um die Ideenfindung geht. Auch das geht zwar selbst mit meiner alten Windows-Logic –Version problemlos – aber eine „Quick&Dirty“-Methode hat mir hier im heimischen Proberaum dennoch gefehlt. Wenn ein Gastmusiker einige zusätzliche Ideen zum Arrangement hat, kann ich in Zukunft  mit wenigen Mausklicks den kompletten Song umgestalten. Das finde ich eine feine Sache. Der Jam Master funktioniert erwartungsgemäß parallel.
     

    Chord Viewer

     
    Ebenfalls eine schöne Sache: die Software erkennt Akkorde und diese werden graphisch dargestellt. Allerdings werden  derzeit nur Dur, Moll, und Siebener erkannt. Sus2 sowie Sus4 – Akkorde können manuell hinzugefügt werden. Meist sind es nicht die Originalakkorde, bzw. es gibt Griffalternativen, die sich leichter spielen lassen. Als Anhaltspunkt jedoch eine tolle Sache – wenn es dann noch nicht 100%ig paßt, muß eben die gute alte Grifftabelle in Form eines Buches her (aber das gehört ja sowieso zur Standardausrüstung eines jeden Gitarristen). Eine Rückfrage ergab, daß für die nächste Version der Chord Viewer derzeit überarbeitet wird. Es ist dann möglich, manuell Akkorde zu editieren und zwischen verschiedenen Griffalternativen auszuwählen.
     
    Screenshot Riffstation, Chordviewer
     
    Was ich hingegen wieder sehr nützlich finde, ist die Möglichkeit, den kompletten Song zu transponieren. Geht einfach und schnell und dürfte eine echte Erleichterung sein, wenn ich die transponierenden Instrumente in einem Arrangement nicht ausreichend berücksichtigt habe.
     
    Auch hierfür gibt es ein Video-Tutorial.
     

    Der Praxistest

     
    Gitarrenspuren lassen sich bei den von mir getesteten Bands meist sehr gut bis gut extrahieren – in meinen Augen die nützlichste Funktion dieser Software. Einzig bei sehr komplexen Arrangements kommt die Riffstation etwas ins Stottern – was aber zu erwarten war.
     
    Auffallend war, daß das Tempo manchmal nicht ganz korrekt angegeben wird. Die Unterschiede zum Original sind minimal und liegen bei < 10 bpm (bei meinen eigenen Songs ließ sich das am leichtesten herausfinden, da ich meine Originaldateien noch habe). In sich ist es aber geschlossen, d.h. das Metronom läuft nicht aus der Spur.
     
    Nachdem ich ein paar meiner Lieblings-Songs auseinandergenommen hatte, fand ich es spannend zu sehen, was diese Software macht, wenn ich diese für etwas verwende, für das sie überhaupt nicht vorgesehen ist.  Was passiert zum Beispiel, wenn man – anstatt einer Gitarre – versucht, ein Schlagzeug zu isolieren?
     
    Ein derartiges Problem stellt sich mir gerade: für meine nächste CD hätte ich gerne einen Schlagzeugrhythmus, wie er im Drum’n‘Bass gerne verwendet wird. Den kriege ich allerdings überhaupt nicht hin. Also einfach einen entsprechenden Song auf Jamendo runtergeladen und diesen durch die Riffstation gejagt. Zumindest mit elektronischen Schlagzeugbeats kommt die Riffstation erstaunlich gut klar. Einige Abstriche mußte ich zwar machen aber das ist nicht verwunderlich. Da dürfte ich die Tage etwas zu tun haben… (Bei meiner Schießbude konnte ich hingegen ein Totalversagen feststellen. Ob das etwa an meinem Schlagzeug liegen sollte? ;-) )
     
    Bei diesem letzten Test fiel mir ganz zum Schluß doch noch ein kleines Manko auf: ich persönlich bevorzuge es, den geübten Track nach der Probe zusammen mit dem Originaltrack anzuhören. Ich kann mich dann einfach besser auf die Aufnahme konzentrieren, wenn ich nicht gleichzeitig das Instrument spielen muß. Eine Aufnahmemöglichkeit gibt es aber leider nicht. Dies war für mich aber kein Problem, denn Aufnahmemöglichkeiten habe ich hier ausreichend. Immerhin: die isolierte Gitarrenspur kann man als wave-Datei  abspeichern, in Logic importieren und dann erst konnte ich beide Soundfiles parallel anhören.
     

    Fazit

     
    Die Riffstation ist eine Software, die ich mir in meinen Anfangstagen als Gitarrero gewünscht hätte. Bei komplexen Arrangements sollte man zwar keine Wunder erwarten, aber in den meisten Fällen lassen sich die Gitarrenspuren nahezu perfekt extrahieren oder stummschalten. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Mit (teilweise erheblichen) Abstrichen funktioniert der Isolator auch ganz brauchbar bis gut mit anderen Instrumenten – vor allem dann, wenn diese in den Frequenzbereich der Gitarre fallen und/ oder im Soundgefüge besonders prägnant sind. (Die Riffstation ist übrigens auch für andere Instrumente in Planung). Schade fand ich lediglich, daß ich die selbst eingespielten Tracks  nicht mit dem Original zusammen anhören konnte. Dies ließ sich aber problemlos anderweitig lösen.
     
    Insbesondere das Abspielen in wesentlich langsamerer Geschwindigkeit ist hervorragend umgesetzt. Die Riffstation braucht sich in diesem Punkt hinter Profi-Programmen nicht zu verstecken.
     
    Der Chord Viewer ist eine recht nützliche Ergänzung, hat aber derzeit durchaus noch etwas Verbesserungspotential. Um eine Grifftabelle kommt man zur Zeit nicht herum.
     
    Der Riff Builder macht einfach Spaß! Da kann man sich nach Herzenslust austoben und eigene Ideen entwickeln bis die Finger bluten.
     
    Kurz: Man merkt, die Riffstation wurde von Gitarristen für Gitarristen entwickelt und sie gehört unbedingt in jedes Gitarren-Starter-Kit.
     

    Im Überblick

     
    Preis: 39,99 €
     
    Download: http://www.riffstation.com/
     
    Systemvoraussetzungen: Windows XP & Vista, Windows 7 & 8 / Mac OSX 10.6 oder höher,  nur 64 Bit
     
    Anmerkung zum Schluß: für diese Review bekam ich die Vollversion für lau.
     





    Im Proberaum notiert am 14.02.2013 um 11:54 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits


    // Ich hab nen Vogel!


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    In dem Loch vor meiner Proberaumtür materialisieren sich die merkwürdigsten Dinge. Nach einem uralten Bierdeckel fand ich da drin heute einen Vogel.
     
    Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, den zu fotografieren:
     
    Wellensittich
     
    Wellensittich
     
    Allerdings hätte ich wohl besser die Tür zu machen sollen, denn das Vieh hockt jetzt im Proberaum:
     
    Wellensittich
     
    Hm. Da gehört er eigentlich nicht hin…
     
    [Update:] Nachdem ich hier vor vier Jahren schon mal einen einen Vogel zu “Besuch” hatte und dieser erst bei meinem Auszug aus dem alten Proberaum in mumifizierter Form wieder auftauchte, habe ich diesem Wellensittich ein ähnliches Schicksal erspart. Vorhin wurde er von einem Tierfänger (die kommen übrigens mit einem Abschleppwagen – ich dachte erst, die haben mich falsch verstanden) ins Tierheim gebracht – ich glaube, das ist besser…





    Im Proberaum notiert am 02.02.2013 um 5:41 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits


    // Kreative sind die Melkkuh der Nation


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    [Artikel gelöscht nach nochmaligen Durchlesen und vor Veröffentlichung]
     
    Hier hätte ein seitenlanger, handfester Rant anläßlich der neuen Google-Bildersuche stehen sollen. Ich hätte mich hier auch zu gerne über die Kostenlosmentalität im Internet ausgelassen.
     
    Ich finde aber, ein gepflegtes Understatement geziemt sich eher. Und natürlich die Konsequenzen, die ich für beide Blogs daraus ziehe: Ich habe die Schnauze voll vom Internet, und ich werde meinen Teil dazu beitragen, daß das Internet etwas grauer wird.
     
    Beide Blogs gehen natürlich weiter wie bisher. Nur eben anders. Nach einem Proberaumblog ohne Musik gibt es in Zukunft eben auch ein Fotoblog ohne Fotos.
     
    Finde ich stilvoller, als Gott, die Welt und den virtuellen Pöbel sowie milliardenschwere “Global Player” zu verfluchen ;-)





    Im Proberaum notiert am 29.01.2013 um 3:19 am und in der Ablage , , abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits


    // Rauchende Trümmer


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    Das Gebäude, in dem sich mein Proberaum befindet, wird vor der Eigennutzung durch den Vermieter entkernt und neu aufgebaut. Das ist auch dringend nötig, denn die Bausubstanz ist hier doch schon in der selbständigen Auflösung. Einen Nagel kann man an manchen Stellen mit dem Daumen in die Wand drücken.
     
    Derzeit ist der Nachbarraum fällig und anhand dieser Bauarbeiten kann ich jetzt schon sehen, wie mein derzeitiger Proberaum in einigen Monaten aussehen wird. Nämlich so:
     
    Proberaumtrümmer
     
    Dieser Schutthaufen sieht meinem ersten Proberaum sehr ähnlich. Das folgende Foto hatte ich bereits am 22.06.2010 gepostet, und zeigt, was nach dem Wasserrohrbruch von meinem damaligen Proberaum übrigblieb:
     

     
    Wie man unschwer erkennen kann: wenn ich aus einem Proberaum rausgehe, bleiben nur noch rauchende Trümmer übrig…. Ich böser Rocker. Fuck yeah! :twisted:





    Im Proberaum notiert am 26.01.2013 um 1:12 pm und in der Ablage abgeheftet.
    (c) by Broken Spirits