Sowas stellt man natürlich – wie sollte es anders sein – erst dann fest, wenn es a) zu spät ist, da die Gitarre plötzlich und unerwartet einen kleinen unbedeutenden Defekt aufweist und b) der Musikladen meines Vertrauens schon seit über sechs Stunden geschlossen ist.

Und ebenfalls absolut zwingend notwendig ist es, daß mir ausgerechnet die 26er-Saite gerissen ist. Alle anderen hätte ich noch einzeln irgendwo rumfliegen gehabt. Murphy mal wieder, diese blöde Wutz!
Morgen heißt es also früh aufstehen, da der Musikladen bereits zu einer völlig musikerunfreundlichen Zeit schließt. Kann mich bitte jemand spätestens um 16:00 Uhr wecken? Danke.
Artikel, die mit ‘Alltag’ getaggt sind.
// Der letzte Satz
Mittwoch, Januar 18th, 2012// Knusprige Orchidee
Sonntag, November 20th, 2011Nachdem Frau Lilly ihren “Schlampenhaushalt beschrieben hat (der meinen Proberaum allerdings noch nicht überbietet), fiel mir plötzlich ein, daß ich hier ja auch noch eine knusprige Orchidee rumstehen habe:
Morgen wird die entsorgt – ganz bestimmt!
// Zweckentfremdung ist auch eine Kunst
Mittwoch, November 16th, 2011Ein kreativer Geist findet auch für Alltagsgegenstände ganz neue Anwendungen: eine Tastatur als Plektrumhalter. Warum bin ich nicht schon früher auf diese einfache aber geniale Idee gekommen?
Der Wechsel zwischen Fingerpicking und Plektrumspielen läuft einiges reibungsloser als zuvor.
Weniger genial war aber die Idee, einen Bierkrug als Blumenvase zu verwenden. Ich alter Chaot werde ja nicht nur älter sondern besser. So habe ich es immerhin geschafft, die verwelkten Blumen aus der Vase rauszutun- das war bereits vor einigen Tagen (sic!!).
Trotzdem habe ich ein kleines Detail vergessen: den Rest Blumenwasser. Und nein: abgestandenes Wasser in einer Blumenvase einem Bierkrug eignet sich definitiv nicht zur Geschmacksaufwertung von Bier.
// Kreatives Chaos im Proberaum
Sonntag, November 13th, 2011Alle Versuche, den Proberaum gemütlich zu gestalten, sind wohl von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
Das ist jedenfalls nach über einem Jahrzehnt aktiver Proberaum-Nutzung mein Fazit.
Andererseits: ich mag dieses kreative Chaos. All diese Kabel, Ersatzteile, Computerteile, ausgetauschte Gitarrensaiten, der Geruch von Gitarrenpolitur und abgestandenen Bier, die zerknüllten Zettel der mißlungenen Songtexte auf dem Boden, der überquellende Mülleimer, die notdürftig geweißten Wände, von denen stelenweise der Mörtel runterrieselt, wenn die Bässe zu laut sind. Die Kaffeemaschine, die völlig sinnlos in der Gegend rumsteht, bis sie irgendwann frühmorgens dringend gebraucht wird, um die letzten Energiereserven des Körpers zu mobilisieren.
Dazwischen die Instrumente. Mal hastig in die Ecke geworfen, weil ein anderes Instrument gerade für den Song wichtiger ist, ein anderes fast liebevoll in eine Ecke gestellt, um mit der jeweiligen Spur später weiterzumachen.
Manchmal eine Grünpflanze auf dem Fensterbrett. Diese ist von vorneherein zum Tode verurteilt und wird spätestens in ein paar Wochen für mehrere Monate fröhlich vor sich hin vertrocknen. Bisher habe ich es immer geschafft, mich mehr um die Instrumentenpflege zu kümmern, als um eine Topfpflanze. Die Entsorgung des Komposts wurde bisher auch immer wegen irgendwelcher Kleinigkeiten aufgeschoben.
Also kreatives Chaos vom Feinsten – ich kenne es nicht anders.
Und wie stellt Ihr Euch einen typischen Proberaum vor?
// Nebel
Mittwoch, November 9th, 2011Nachts im Proberaum – es wurde wieder einmal viel zu spät. Ein Synthesizer zickte irgendwann im Laufe des Abends rum, und das bedarf nun wohl einiger Reparaturen bzw. einer Neuinstallation.
Ein Blick aus dem Fenster ließ mich zusammenzucken: ein ganz merkwürdiges, diffuses gelbes Licht. Mein erster Gedanke war ein Brand auf dem Nachbargelände. Müde rieb ich mir die Augen und schaute nochmal genauer hin: Nebel.
Die Natriumdampflampen tauchten die Umgebung in fahles Licht. Der gesamte vertraute Anblick wirkte auf einmal geradezu gespenstisch. Trotzdem war ich erleichtert, daß sich die erste Befürchtung eines Brandes nicht bewahrheitet hat.
Nicht auszudenken…
Eigentlich die perfekte Stimmung, um einen Thriller oder sowas zu gucken, wenn ich die Tage meine Synthies wieder in Ordnung bringe. Bei den Neuinstallationen kann ich nicht weg, aber nur auf den Fortschrittsbalken starren ist auch doof.
Hat jemand einen guten Tip? Sowas mit London im Nebel? Aufwendige Spezialeffekte müssen definitiv nicht sein. Die Phantasie springt bei der Stimmung da draußen automatisch im Fünfeck.
Wenn schon, dann richtig, oder?
// Zappenduster
Sonntag, Oktober 9th, 2011Ohne Taschenlampe geht hier jahreszeitenbedingt gar nix mehr. Es wird immer früher dunkel, und seit in der Halle von dem ein oder anderem regelmäßig vergessen wurde, das Licht auszuschalten, gibt es keines mehr.
Der Weg in den Proberaum und vom Proberaum zum Klo ist jetzt nur noch zu erahnen oder zu erfühlen (wobei lezteres meist zu spät ist und mit einer Beule oder angeschlagenen Zeh verbunden ist.)
Feuerzeuge sind auch eine schlechte Idee, da in der Halle alles mögliche gelagert ist, das Funken eher nicht mag… oder sich mit den Funken in ein Feuerwerk verwandelt. Durchaus spannend, wenn mein Equipment dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Wobei mich das ja als Verursacher im Falle eines Falles nicht mehr interessieren dürfte.
Jetzt also mal das wichtigste Utensil für die nächsten Monate im Proberaum gelagert: eine Taschenlampe. Mit aufladbaren Akku. Das mit den Batterien ist ja hier auch immer so eine Sache.

Jetzt muß ich nur noch daran denken, das Teil 1) regelmäßig aufzuladen und 2) nicht zu verbummeln.
Ich kenne aber mindestens einen, der heute schon weiß, daß ich demnächst wieder über eine Beule oder blauen Zeh blogge.
Wetten?
Notiz an mich selbst: Verbandsmaterial kaufen



