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// Beim Aufräumen gefunden

Da wartet man darauf, daß es endlich Mitternacht wird, die Fotoausrüstung für die diesjährige Feuerwerkssession steht schon bereit und es sind immer noch ein paar Stunden Zeit.

Eine gute Gelegenheit, mal etwas auf dem Server aufzuräumen. In irgendeinem Unter-Unter-Unterordner fiel mir eine Datei auf mit dem klangvollen Namen “rjvnvwwelpdnsklcsöödsw_hp”.

Nun wundert mich sowas nicht – so eine Namensgebung ist durchaus typisch für mich, wenn ich mal schnell was ablegen will. Immerhin ließ die Endung “_hp” darauf schließen, daß sich darin eine uralte Theme-Version des Blogs befinden könnte.

Fast richtig.

Es war aus den Zeiten vor dem Blog. Lange Zeit vorher – Blogs wurden zu dieser Zeit gerade erst erfunden. (Tatsächlich ist laut Wikipedia die erste Version von WordPress ein paar Tage jünger als diese Fotos.)

Diese Version meiner Homepage nannte sich damals noch hochtrabend “täglich aktualisierte Webseite” – in der Theorie hat das sogar gestimmt, in der Praxis… naja, monatlich oder vierteljährlich aktualisiert wäre richtiger gewesen.

Der Quelltext ließ mich auch schmunzeln: damals konnte man noch das Google-Ranking verbessern, indem man mit weißer Schrift auf weißem Hintergrund die Keywords schrieb. Das hatte ich auch ausgiebig getan :mrgreen:

Viel interessanter waren jedoch die Uralt-Fotos aus meinem Proberaum:

Alter Proberaum

Von der ersten Version meines Schlagzeuges habe ich auch noch ein paar Fotos gefunden:

Alter Proberaum

Lange hat das Mischpult nicht überlebt – meine Fähigkeiten als Schlagzeuger waren damals noch etwas “unkoordinierter” ;-)

Alter Proberaum

Tja, so war das…. da werden Erinnerungen wach :-P

In diesem Sinne: Guten Rutsch!

// Der Running Gag 2013

Es wird wieder nix. Wie jedes Jahr. Die Perseiden fallen auch dieses Jahr aus wegen der zu dichten Wolkendecke und Regen. Dafür gabs heute einen roten (!) Regenbogen. Das habe ich auch noch nie gesehen:
 
Perseiden 2013
 
Nächstes Jahr dann. Aber wie oft habe ich das bereits gesagt? Hier der Überblick in chronologischer Reihenfolge:
 

  • Im Jahr 2009 hatte ich keinen geeigneten Fotoapparat.
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  • Im Jahr 2010 war ich wegen des Wasserrohrbruchs anderweitig beschäftigt und hatte es erst gar nicht versucht
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  • Auch 2011 war mir das Glück nicht hold – und es gab nur ein Foto meiner Proberaumaussicht.
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  • 2012 waren die Ausgangsbedingungen ja gar nicht so schlecht – ich hatte immerhin ein vorbeifliegendes Flugzeug erwischt und danach etwas zuviel Bier. Vielleicht auch schon davor – so genau weiß ich das nicht mehr. Ok, selber schuld und Künstlerpech
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    Also jetzt zum 5. Mal in Folge heißt es: nächstes Jahr. Hmpf :-(
     
    Update: Es klarte dann doch noch auf – also nix wie die Kamera auf das Stativ geschraubt und raus auf den Hof. Ich habe sogar eine Sternschnuppe gesehen. Hier das Beweisfoto. Leider habe ich an der Sternschnuppe vorbei fotografiert:
     
    Perseiden 2013
     
    Leider war das wohl die erste und letzte für heute Nacht – es ziehen wieder Wolken auf…
     
    Perseiden 2013
     

    // Kreative sind die Melkkuh der Nation

    [Artikel gelöscht nach nochmaligen Durchlesen und vor Veröffentlichung]
     
    Hier hätte ein seitenlanger, handfester Rant anläßlich der neuen Google-Bildersuche stehen sollen. Ich hätte mich hier auch zu gerne über die Kostenlosmentalität im Internet ausgelassen.
     
    Ich finde aber, ein gepflegtes Understatement geziemt sich eher. Und natürlich die Konsequenzen, die ich für beide Blogs daraus ziehe: Ich habe die Schnauze voll vom Internet, und ich werde meinen Teil dazu beitragen, daß das Internet etwas grauer wird.
     
    Beide Blogs gehen natürlich weiter wie bisher. Nur eben anders. Nach einem Proberaumblog ohne Musik gibt es in Zukunft eben auch ein Fotoblog ohne Fotos.
     
    Finde ich stilvoller, als Gott, die Welt und den virtuellen Pöbel sowie milliardenschwere “Global Player” zu verfluchen ;-)

    // Blaue Stunde

    Während der blauen Stunde wirkt sogar der Müll, den die Discobesucher hier hinterlassen, fast fotogen. Das dauert aber nur eine Stunde, danach sieht’s einfach nur noch scheiße aus…
     
    Broken Spirits | Fotografie | Müll
     
    Broken Spirits | Fotografie | Müll
     
    Broken Spirits | Fotografie | Müll

    // Projekt “Perseiden 2012″

    Wie im vorletzten Blogeintrag angekündigt, habe ich mir am Wochenende vorgenommen, endlich die Perseiden zu fotografieren. Ich versuche das ja schon seit vier Jahren. Mit wachsenden Mißerfolg.
     
    Nun, die diesjährige Fotoausbeute verblogge ich jetzt einfach einmal. Die vereehrten Blogleser (ja, IHR seid gemeint!) dürfen das Ergebnis nun beurteilen.
     
    Die Vorraussetzungen waren perfekt: wolkenfreier Himmel, sternenklare Nacht und der Fotoapparart einsatzbereit (naja, fast, aber wir wollen uns ja hier nicht mit belanglosen Details aufhalten).
     
    Ein kühles Bier, ein bequemer Stuhl vor der Proberaumtür – die Perseiden dürfen (sollen! können!!) kommen.
     
    Eine Testaufnahme hat gezeigt, daß die Kamera bei entsprechender Belichtungszeit wesentlich mehr Sterne sieht, als meine Wenigkeit mit bloßen Auge. Meine Hauptaufgabe ist nun also, ins Blaue zu schießen und ins Schwarze zu treffen. Wenn es heute Sternschnuppen gibt, werde ich sie auf jeden Fall ablichten können!
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Dieses Foto ist ja schon mal nicht ganz schlecht unter Großstadtbedingungen- es fehlt nur ein wichtiges Detail: die Sternschnuppe.
     
    Geduld ist also gefragt.
     
    Eine gute Gelegenheit, zu dieser verschlafenen Zeit das Fenster aufzureißen, eine Pink-Floyd-CD einzulegen, ein Bier zu holen und einen Stuhl in den Hof zu stellen. So läßt sich das Leben in einem versifften Industriegebiet genießen!
     
    Die Zeit vergeht. Zwischendurch immer wieder einmal den Auslöser der Kamera ausgelöst.
     
    Erfolgreich ein Flugzeug für eine Sternschnuppe gehalten. War vielleicht doch zuviel Bier.
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Wenn das eine Sternschnuppe gewesen wäre, wäre das Foto sogar gut geworden. Ich habe ja keine Ahnung, wie ich am besten Sternschnuppen fotografiere, aber dieses Flugzeug hat schon was. Noch nicht perfekt, aber der Abend ist ja noch jung…
     
    Zeit für noch ein Bier und die nächste Pink-Floyd-Platte. “Wish you where here”. Paßt ja ausgezeichnet zu dieser Fotoaktion. Ich sehe nämlich jede Menge Flugzeuge aber keine einzige Sternschnuppe.
     
    Zwei Bier später. In der Zwischenzeit habe ich mir die ersten Testfotos zu den Klängen von Pink Floyd angeschaut. Mir fallen einige Videosequenzen ein und ich frage mich, warum sich Pink Floyd nie vor einem Sternenhimmel hat fotografieren lassen. Dieses Fotomotiv ist bei dieser Musik doch eigentlich naheliegend, oder?
     
    Ich hole meine Gitarre und ein weiteres Bier.
     
    Ich versuche, “Wish You where here” auf der Gitarre zu spielen. Das klappt ganz gut.
    Ich versuche, den Text mitzusingen und stelle fest, daß mein Kühlschrank besser brummt singt als ich. Manche Dinge ändern sich nie.
    Den Sternenhimmel und die Sternschnuppen vergesse ich kurzzeitig.
     
    Ein weiteres Bier später greife ich eine Idee auf, die Pink Floyd offenbar nie hatte: ich werde mich selber vor dem Sternenhimmel fotografieren.
     
    Der erste Versuch geht komplett in die Hose: vor einem imaginären Publikum wegen einer Langzeitbelichtung 30 Sekunden lang eine 4,5 kg schwere Gitarre regungslos gen Himmel zu strecken, scheitert auf hohem Niveau. Die Stimmung entspricht einfach nicht einem erfolgreich absolviertem Konzert und die Klampfe wird auch immer unscharf. Sternschnuppen sind auch keine zu sehen:
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Gefrustet hole ich noch ein Bier und höre mir “Wish your where here” ein drittes Mal an.
     
    Shine on you verdammte Sternschnuppe.
     
    Mir fällt ein fotografischer Trick ein, den ich schon einmal während einer Urban Exploration ausprobiert habe: Blitzen und Langzeitbelichtung.
     
    Das Gitarrenfoto noch einmal probieren. Zeitauslöser einstellen, mit der Klampfe vor die Kamera, zwei Sekunden warten bis der Blitz den Hof erhellt, dann ganz entspannt hinter die Kamera zurück zu meinem drölfzigsten Bier und 25 Sekunden warten, bis das Foto fertig belichtet ist.
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Fuck yeah. Ich angehender Rockstar. Und nächstes Jahr werde ich endlich die Perseiden fotografieren. Bestimmt.

    // Perseiden 2012

    Mittlerweile sind die erfolglosen Versuche meinerseits die Perseiden zu fotografieren hier in diesem Blog schon fast eine Tradition:
     

  • 2009 war das Equipment zu schlecht.
  • 2010 fielen wegen Proberaumumzugs sämtliche Versuche aus (außerdem ist bei dem Wasserrohrbruch meine Kamera abesoffen und war somit unbrauchbar – zudem hatte ich genug andere Sorgen).
  • 2011 war es zu bewölkt.
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    2012 soll es nun klappen. Hoffe ich.
     
    Das Maximum ist am Montag morgen kurz vor Sonnenaufgang. Das könnte nun dazu führen, daß ich dieses Himmelsschauspiel komplett verschlafe. Hätte ich mir doch mal besser am Montag Urlaub genommen.
     
    Wie nun die besten Einstellungen der Kamera sind, weiß ich auch nicht. Lange Belichtungszeit auf jeden Fall, daß heißt, ISO runter, mittlere Blende. Feuerwerk hat ja schon mal ganz gut bei 6-10 geklappt. Sollte sich ja vielleicht übertragen lassen. So zumindest die Theorie. Für bessere Tips bin ich aber offen ;-)
     
    Achja: drückt ihr mir bitte die Daumen, daß es a) wolkenfrei ist b) ich rechtzeitig aufwache und c) ausreichend Sternschnuppen zu sehen sind?
     
    Danke! :-D