(c) by Broken Spirits

// Blogger sollten T-Shirts verkaufen

Tja, so ist das eben, wenn man Inhalte im Internet veröffentlicht. Sie werden geklaut.

So geht es derzeit auch einigen Bloggern, deren Seiten von pösen Unbekannten gespiegelt werden.

Für Kreative ist das ja nichts Neues, wir “meckern” ja schon lange deswegen. Aber wer Fotos macht oder Musik, und dies nicht kostenlos zur Verfügung stellt, ist eben ein “geldgeiler Künstler” und hat die Entwicklung verschlafen.

Schließlich taugt das Geschäftsmodell nichts. Mit Inhalten kann man eben im Internet kein Geld verdienen. Dann muß man eben T-Shirts verkaufen und öffentliche Blog-Vorlesungen halten, um bekannter zu werden.

Ist ja auch anmaßend, mit Blog-Texten Geld über Werbung verdienen zu wollen.
So Blogtexte sind schließlich Kulturgut (ok, manchmal ist das vielleicht übertrieben) und sollte kostenlos allen Menschen zur freien Verwendung zur Verfügung stehen. Schließlich bauen die Blogeinträge auf schon Vorhandenem auf. Das Alphabet hat ja nur 26 Buchstaben. Aber man muß ja zugute halten: eine chromatische Tonleiter hat nur 12 Töne – 14 Töne weniger, als es Buchstaben gibt. Das rechtfertigt natürlich völlig andere Maßstäbe. Die Chinesen lachen darüber noch. Die dürfen alles klauen, da die noch ein paar Buchstaben mehr haben. Blogtexte aus deutschen Landen fallen bei denen noch unter das Zitatrecht.

Aus der Internetgemeinde, die hinter jedem Regulierungsversuch eine Verletzung der Privarsphäre und Überwachung sieht, wird sogar im Heiseforum (DAS ist der eigentliche Witz des Tages!) der Ruf nach der Regierung geäußert:

Das beweist wieder mal das totale Versagen unserer Regierungen und
der zuständigen Behörden.

[Quelle, Danke an A.R. für diesen Link]

Und was ist mit dem viel gepriesenem Recht auf Remix? Schließlich ist das, was mit den Blogs hier passiert, auch nichts anderes: alte Inhalte werden mit neuer Werbung vermixt und im Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wenn das man nach allen Regeln der Kunst kein Remix ist :-D

Und btw: die Inhalte der Blogs wurden nicht gestohlen, die Inhalte wurden nur kopiert. Das Original ist ja noch da. Ach neee, ich vergaß den “Duplicated Content” und die Auswirkungen auf das Ranking bei Google. Ja nee, is klar.

Update: BWAHAHAHHAHAHAHAHAHA!!! Das ist doch zu schön, um wahr zu sein! Da regen sich also die ganzen Kohlenstoffweltverweigerer in einem Heisebeitrag auf,daß Blogs geklaut werden und was passiert? Der Heisebeitrag wird von einem Blogger (!!!!!) geklaut. :-P :-P :-P

Update 2: (… oooops, jetzt ist das Blog komplett down. Welch Wunder.)

Update 3: Fun Fact: was ist schlimmer? Diebstahl von diesem pösen geistigen Eigentum oder Blog-Diebstahl?

Na, das ist doch gaaanz einfach zu beantworten:

Digitale Inzucht

Logisch, oder? Der übertrifft sogar noch den bereits zitierten Schrei nach der Regierung :mrgreen:

// Beim Aufräumen gefunden

Da wartet man darauf, daß es endlich Mitternacht wird, die Fotoausrüstung für die diesjährige Feuerwerkssession steht schon bereit und es sind immer noch ein paar Stunden Zeit.

Eine gute Gelegenheit, mal etwas auf dem Server aufzuräumen. In irgendeinem Unter-Unter-Unterordner fiel mir eine Datei auf mit dem klangvollen Namen “rjvnvwwelpdnsklcsöödsw_hp”.

Nun wundert mich sowas nicht – so eine Namensgebung ist durchaus typisch für mich, wenn ich mal schnell was ablegen will. Immerhin ließ die Endung “_hp” darauf schließen, daß sich darin eine uralte Theme-Version des Blogs befinden könnte.

Fast richtig.

Es war aus den Zeiten vor dem Blog. Lange Zeit vorher – Blogs wurden zu dieser Zeit gerade erst erfunden. (Tatsächlich ist laut Wikipedia die erste Version von WordPress ein paar Tage jünger als diese Fotos.)

Diese Version meiner Homepage nannte sich damals noch hochtrabend “täglich aktualisierte Webseite” – in der Theorie hat das sogar gestimmt, in der Praxis… naja, monatlich oder vierteljährlich aktualisiert wäre richtiger gewesen.

Der Quelltext ließ mich auch schmunzeln: damals konnte man noch das Google-Ranking verbessern, indem man mit weißer Schrift auf weißem Hintergrund die Keywords schrieb. Das hatte ich auch ausgiebig getan :mrgreen:

Viel interessanter waren jedoch die Uralt-Fotos aus meinem Proberaum:

Alter Proberaum

Von der ersten Version meines Schlagzeuges habe ich auch noch ein paar Fotos gefunden:

Alter Proberaum

Lange hat das Mischpult nicht überlebt – meine Fähigkeiten als Schlagzeuger waren damals noch etwas “unkoordinierter” ;-)

Alter Proberaum

Tja, so war das…. da werden Erinnerungen wach :-P

In diesem Sinne: Guten Rutsch!

// Der Running Gag 2013

Es wird wieder nix. Wie jedes Jahr. Die Perseiden fallen auch dieses Jahr aus wegen der zu dichten Wolkendecke und Regen. Dafür gabs heute einen roten (!) Regenbogen. Das habe ich auch noch nie gesehen:
 
Perseiden 2013
 
Nächstes Jahr dann. Aber wie oft habe ich das bereits gesagt? Hier der Überblick in chronologischer Reihenfolge:
 

  • Im Jahr 2009 hatte ich keinen geeigneten Fotoapparat.
  •  

  • Im Jahr 2010 war ich wegen des Wasserrohrbruchs anderweitig beschäftigt und hatte es erst gar nicht versucht
  •  

  • Auch 2011 war mir das Glück nicht hold – und es gab nur ein Foto meiner Proberaumaussicht.
  •  

  • 2012 waren die Ausgangsbedingungen ja gar nicht so schlecht – ich hatte immerhin ein vorbeifliegendes Flugzeug erwischt und danach etwas zuviel Bier. Vielleicht auch schon davor – so genau weiß ich das nicht mehr. Ok, selber schuld und Künstlerpech
  •  
    Also jetzt zum 5. Mal in Folge heißt es: nächstes Jahr. Hmpf :-(
     
    Update: Es klarte dann doch noch auf – also nix wie die Kamera auf das Stativ geschraubt und raus auf den Hof. Ich habe sogar eine Sternschnuppe gesehen. Hier das Beweisfoto. Leider habe ich an der Sternschnuppe vorbei fotografiert:
     
    Perseiden 2013
     
    Leider war das wohl die erste und letzte für heute Nacht – es ziehen wieder Wolken auf…
     
    Perseiden 2013
     

    // Kreative sind die Melkkuh der Nation

    [Artikel gelöscht nach nochmaligen Durchlesen und vor Veröffentlichung]
     
    Hier hätte ein seitenlanger, handfester Rant anläßlich der neuen Google-Bildersuche stehen sollen. Ich hätte mich hier auch zu gerne über die Kostenlosmentalität im Internet ausgelassen.
     
    Ich finde aber, ein gepflegtes Understatement geziemt sich eher. Und natürlich die Konsequenzen, die ich für beide Blogs daraus ziehe: Ich habe die Schnauze voll vom Internet, und ich werde meinen Teil dazu beitragen, daß das Internet etwas grauer wird.
     
    Beide Blogs gehen natürlich weiter wie bisher. Nur eben anders. Nach einem Proberaumblog ohne Musik gibt es in Zukunft eben auch ein Fotoblog ohne Fotos.
     
    Finde ich stilvoller, als Gott, die Welt und den virtuellen Pöbel sowie milliardenschwere “Global Player” zu verfluchen ;-)

    // Blaue Stunde

    Während der blauen Stunde wirkt sogar der Müll, den die Discobesucher hier hinterlassen, fast fotogen. Das dauert aber nur eine Stunde, danach sieht’s einfach nur noch scheiße aus…
     
    Broken Spirits | Fotografie | Müll
     
    Broken Spirits | Fotografie | Müll
     
    Broken Spirits | Fotografie | Müll

    // Projekt “Perseiden 2012″

    Wie im vorletzten Blogeintrag angekündigt, habe ich mir am Wochenende vorgenommen, endlich die Perseiden zu fotografieren. Ich versuche das ja schon seit vier Jahren. Mit wachsenden Mißerfolg.
     
    Nun, die diesjährige Fotoausbeute verblogge ich jetzt einfach einmal. Die vereehrten Blogleser (ja, IHR seid gemeint!) dürfen das Ergebnis nun beurteilen.
     
    Die Vorraussetzungen waren perfekt: wolkenfreier Himmel, sternenklare Nacht und der Fotoapparart einsatzbereit (naja, fast, aber wir wollen uns ja hier nicht mit belanglosen Details aufhalten).
     
    Ein kühles Bier, ein bequemer Stuhl vor der Proberaumtür – die Perseiden dürfen (sollen! können!!) kommen.
     
    Eine Testaufnahme hat gezeigt, daß die Kamera bei entsprechender Belichtungszeit wesentlich mehr Sterne sieht, als meine Wenigkeit mit bloßen Auge. Meine Hauptaufgabe ist nun also, ins Blaue zu schießen und ins Schwarze zu treffen. Wenn es heute Sternschnuppen gibt, werde ich sie auf jeden Fall ablichten können!
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Dieses Foto ist ja schon mal nicht ganz schlecht unter Großstadtbedingungen- es fehlt nur ein wichtiges Detail: die Sternschnuppe.
     
    Geduld ist also gefragt.
     
    Eine gute Gelegenheit, zu dieser verschlafenen Zeit das Fenster aufzureißen, eine Pink-Floyd-CD einzulegen, ein Bier zu holen und einen Stuhl in den Hof zu stellen. So läßt sich das Leben in einem versifften Industriegebiet genießen!
     
    Die Zeit vergeht. Zwischendurch immer wieder einmal den Auslöser der Kamera ausgelöst.
     
    Erfolgreich ein Flugzeug für eine Sternschnuppe gehalten. War vielleicht doch zuviel Bier.
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Wenn das eine Sternschnuppe gewesen wäre, wäre das Foto sogar gut geworden. Ich habe ja keine Ahnung, wie ich am besten Sternschnuppen fotografiere, aber dieses Flugzeug hat schon was. Noch nicht perfekt, aber der Abend ist ja noch jung…
     
    Zeit für noch ein Bier und die nächste Pink-Floyd-Platte. “Wish you where here”. Paßt ja ausgezeichnet zu dieser Fotoaktion. Ich sehe nämlich jede Menge Flugzeuge aber keine einzige Sternschnuppe.
     
    Zwei Bier später. In der Zwischenzeit habe ich mir die ersten Testfotos zu den Klängen von Pink Floyd angeschaut. Mir fallen einige Videosequenzen ein und ich frage mich, warum sich Pink Floyd nie vor einem Sternenhimmel hat fotografieren lassen. Dieses Fotomotiv ist bei dieser Musik doch eigentlich naheliegend, oder?
     
    Ich hole meine Gitarre und ein weiteres Bier.
     
    Ich versuche, “Wish You where here” auf der Gitarre zu spielen. Das klappt ganz gut.
    Ich versuche, den Text mitzusingen und stelle fest, daß mein Kühlschrank besser brummt singt als ich. Manche Dinge ändern sich nie.
    Den Sternenhimmel und die Sternschnuppen vergesse ich kurzzeitig.
     
    Ein weiteres Bier später greife ich eine Idee auf, die Pink Floyd offenbar nie hatte: ich werde mich selber vor dem Sternenhimmel fotografieren.
     
    Der erste Versuch geht komplett in die Hose: vor einem imaginären Publikum wegen einer Langzeitbelichtung 30 Sekunden lang eine 4,5 kg schwere Gitarre regungslos gen Himmel zu strecken, scheitert auf hohem Niveau. Die Stimmung entspricht einfach nicht einem erfolgreich absolviertem Konzert und die Klampfe wird auch immer unscharf. Sternschnuppen sind auch keine zu sehen:
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Gefrustet hole ich noch ein Bier und höre mir “Wish your where here” ein drittes Mal an.
     
    Shine on you verdammte Sternschnuppe.
     
    Mir fällt ein fotografischer Trick ein, den ich schon einmal während einer Urban Exploration ausprobiert habe: Blitzen und Langzeitbelichtung.
     
    Das Gitarrenfoto noch einmal probieren. Zeitauslöser einstellen, mit der Klampfe vor die Kamera, zwei Sekunden warten bis der Blitz den Hof erhellt, dann ganz entspannt hinter die Kamera zurück zu meinem drölfzigsten Bier und 25 Sekunden warten, bis das Foto fertig belichtet ist.
     
    Broken Spirits | Lebenszeichen aus dem Proberaum | Perseiden: Sternenhimmel
     
    Fuck yeah. Ich angehender Rockstar. Und nächstes Jahr werde ich endlich die Perseiden fotografieren. Bestimmt.