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Lebenszeichen aus dem Proberaum

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Artikel, die mit ‘Computer’ getaggt sind.







// C3-PO, R2D2, Fuckup, Novac usw…

Freitag, Dezember 3rd, 2010

Was hat das schon wieder mit Musik zu tun? Nun, bei Ruediger bin ich auf ein Stöckchen von Julia aufmerksam geworden.

Das ist doch eine gute Gelegenheit, um mal wieder einen Einblick hinter die Kulissen zu gewähren und dabei meine geballte Rechenpower vorzustellen. “Geballte Rechenpower” ist durchaus ironisch zu verstehen, denn es sind auch einige Fossilien dabei und das zeigt auch, daß es nicht unbedingt die neueste Technik sein muß, um kreativ zu arbeiten ;-)

R2D2

Da hätten wir also meinen ersten Rechner, auf den Namen R2D2 getauft, den ich damals von einer Polizeiband geschenkt bekommen habe. Die hatten mir Nicht-Kiffer kein auf der Straße beschlagnahmtes Gras andrehen können, sie wollten mir aber trotzdem was Gutes tun (wahrscheinlich eine Art “Schweigegeld”) und so bekam ich meinen ersten Rechner für den Proberaum. Zuvor hatte ich mit geliehen Mini-Disc-Recording-Equipment über Mehrspurminidisc (diese Technik war von der Videofilmerei geklaut) gearbeitet und man konnte sage und schreibe 8 Minuten mehrspurig aufnehmen. Dieser Rechner, der da plötzlich im Proberaum stand, stellte also eine drastische Verbesserung da und Harddiscrecording war der letzte Schrei.
Bestückt ist er heute noch mit der Soundblaster AWE32, läuft absturzfrei (!!) seit fast 10 Jahren unter Win98SE, hat einen PentiumI mit 200 MHz, 64 MB RAM und zahlreiche Laufwerke (SCSI und IDE kombiniert, voll bestückt macht das also 11 Laufwerke + 2 Floppys. Der Speicherplatz ist aber nicht so dolle: schlappe 20 GB kommen über die 9 Festplatten zusammen. Nicht berauschend, aber es reicht. Heute hängt da mein Uralt-Sampler dran, der die Sounds aus der Wavetable der AWE32 zieht. Völlig veraltet – ich weiß. Aber ich mag diese Vintage-Sounds. Und gegen die AWE32 kann man auch heute nicht viel sagen: das Grundrauschen war damals schon extrem leise – für damals sensationelle 1500 DM konnte man sowas auch erwarten ;-)
Nach einigen Jahren habe ich R2D2 in ein solides Servergehäuse umgetopft. Das Ding wiegt nun über 30 Kilo und wird mit schöner Regelmäßigkeit mit einer Klimaanlage verwechselt. Angeblich soll das Gehäuse feuerfest sein – überprüft habe ich das noch nicht. Ich weiß aber mittlerweile, daß das Ding absolut wasserdicht ist. Die ganzen Innereien dieses Computers waren nach dem Wasserrohrbruch staubtrocken.

Der Rechner lebt also noch, wird von mir gehegt und gepflegt und ist nicht nur als Zeitgeber, der die restlichen Rechner synchronisiert, aus meinem System nicht mehr wegzudenken.

HAL

Der geringe Speicherplatz wurde mit der Zeit aber ein Problem und die Kiste ist schon eine recht lahme Gurke: eine CD brennen dauert mit einem 4fach-Brenner doch recht lange. Also kam nur zum CD Brennen und als zusätzlicher Speicherplatz HAL ins Spiel. Ebenfalls ein Windows98SE-Rechner und immerhin schon ein Pentium II mit zwei 20 GB Festplatten. Den Arbeitspeicher habe ich nach recht kurzer Zeit auf 128 MB erweitert. Auch dieser Rechner ist heute noch gelegentlich im Einsatz.
Die Herkunft des Namens HAL brauche ich wohl nicht groß erklären, aber ist Euch aufgefallen, daß da IBM rauskommt, wenn man jeden Buchstaben in HAL um eins erhöht? Das war eine leise Kritik damals gegen die “übermächtigen” Computer, die uns alle beherrschen und versklaven werden…

Marvin und NOVAC

Die technische Entwicklung machte auch vor der Musik nicht halt (naja, besser ausgedrückt: ich wollte nicht länger hinterherhinken, habe mich also freiwillig selber dem Technikwahn unterworfen) und so mußte ein neueres Betriebssystem her. Win XP gab es zwar schon, aber das konnte ich mir nicht leisten. Blieb also nur ein Win2000-tauglicher Rechner. Davon bekam ich durch Zufall fast zeitgleich zwei Stück: Marvin und NOVAC habe ich die beiden genannt und Win2000 installiert. Marvin ist der depressive Roboter aus “Per Anhalter durch die Galaxie” – das schwarze Gehäuse ließ einfach keinen anderen Namen zu ;-)
NOVAC steht für “Nuclear Operateted Variable Automatic Computer”. Dieser Name stammt ebenfalls aus einem Science Fiction, dessen Name mir aber entfallen ist (ich habe diesen Film auch nie gesehen). Beide Rechner haben einen 450 MHz Pentium II Prozessor und 256 MB RAM. Ursprünglich waren beide für den Einsatz von VST-Plug-Ins gedacht, erwiesen sich aber recht schnell als zu langsam. Heute teilen sie das Schicksal mit HAL, also Arbeiten, die mal zwischendurch erledigt werden können aber nicht meine Hauptrechner belasten sollen (z.B. eine CD brennen, oder einen Mixdown durchführen), spielten dann aber später nochmal bei meinem Musikvideo eine tragende Rolle: Viele Szenen habe ich auf den beiden Kisten vorbereitet – dazu zählten Kleinigkeiten wie Farbänderungen und Timinganpassungen – also alles, was nebenher über Nacht gerendert werden kann.

C3-PO

Das eigentliche Arbeitstier ist hier im Proberaum C3-PO – mittlerweile eigentlich auch veraltet, aber mit einem AMD Sempron 2400+ – Prozessor und 750 MB RAM durchaus brauchbar. Hier habe ich auch mal etwas mehr in eine Soundkarte investiert. Diese ganzen VST-Dinger laufen einfach nicht mit Billig-Soundkarten.
Auch dieser Rechner bekam Win2000 spendiert.

FUCKUP

Ins Internet gehe ich mit FUCKUP – benamst wurde dieser Rechner nach “Die Illuminati” und steht für “First Universal Cybernetic-Kinetic-Ultramicro-Programmer”. Dies ist ein WinXP Rechner, ausnahmsweise mit einer neueren Grafikkarte ausgestattet, die Soundkarte ist Onboard (jupp, anwesende Musiker: erschlagt mich), und die CPU ist ein Pentium4-Prozessor mit 1,5 GHz. Noch (da werde ich wohl demnächst etwas umbauen) ist er mir 1 GB RAM bestückt.

Der restliche Kruscht

Ihr seht also: ich bin – zumindest was die Rechnernamen betrifft – ein kleiner SF-Fan und was das Equipment betrifft: Vintage. Das hat sich bewährt. ;-)

Dementsprechend sind die ganzen Kisten auch eigenhändig zusammengebaut: mal war in einem Proberaum Hardware zu verschenken, mal gab es be eBay etwas günstig, mal waren zwei komplette Bürorechner übrig, aus denen ich einen musiktauglichen Rechner gebaut habe und manchmal habe ich für Einzelteile richtig viel Geld ausgegeben (meist RAM und Soundkarten).

Die Rechner selber sind mittlerweile ohne Ausnahme veraltet, alle erfüllen aber trotzdem ihren Zweck oder lassen sich notfalls aufrüsten und ich kann mich auf das Wesentliche konzentrieren: in die Saiten oder Tasten hauen. Und genau darauf kommt es mir an.
Über die Jahre hat sich herauskristallisiert, daß WIN98SE (Betonung liegt auf SE – WIN98 ist ne Katastrophe) das stabilste Betriebssystem von Microsoft ist: Mit diesen Rechnern habe ich über Jahre hinweg nie Probleme gehabt. Von W2K und WinXP kann ich das leider nicht gerade behaupten….
Generell setze ich aber einen Rechner auf, installiere alle Software, die ich brauche, räume auf (also defragmentieren usw.), optimiere am BIOS, und dann bleibt das so – von gelegentlichen Defragmentierungen und Löschen von TEMP-Dateien abgesehen. Pro Computer stecken da im Schnitt ca. 1-2 Wochen Feierabendarbeit drin (wobei ich da manchmal auch anderes zu tun habe).
Updates (auch Sicherheitsupdates) interessieren mich wenig: Die Rechner, die ich zum Musikmachen brauche, haben keinen Internetzugang. Daran wird sich auch nichts ändern: zuviel Arbeit steckt in jedem Song, als das ich das Risiko von Schadsoftware eingehen würde (das gilt auch für den Einsatz von Wechseldatenträgern – prinzipiell ein NoGo und Wechseldatenträger kommen nur in Ausnahmefällen, wenn es wirklich gar nicht anders geht, zum Einsatz.)

Ohne zahlreiches externes Equipment (Mischpulte, Effekte, Synthesizer), das mit den Rechnern kommuniziert, würde hier aber gar nichts laufen. Mittlerweile ist da auch noch ein 486er im Spiel, über den ich ein Gitarreneffektgerät ansteuere. Für sowas braucht es nicht viel Rechenleistung, DOS schafft das locker von der Diskette und jeder moderne Rechner wäre damit unterfordert (und sowas ist schließlich rausgeschmissenes Geld).

Im übrigen wäre es auf keinem der Rechner möglich, ein neueres Computerspiel zu spielen: in den meisten Rechnern habe ich noch PCI-Grafikkarten verbaut. Diese sind völlig ausreichend, um die Amplituden meiner Wave-Dateien oder ein paar Schieberegler darzustellen. Mehr brauche ich hier nicht. Allerdings sind fast alle Grafikkarten Dual-Head-Grafikkarten: die Musikbearbeitungssoftware beansprucht recht viel Platz, wenn man virtuelle Synthesizer, virtuelle Mischpulte und Arrangierfenster im Auge behalten möchte…

Das Stöckchen darf nun mitnehmen wer mag – ich schmeiß die Dinger grundsätzlich nicht anderen Leuten an den Kopf. Es darf ja ohne Zwang jeder bloggen, was er mag. ;-)



// Running Gag

Samstag, September 25th, 2010

Ich konnte es einfach nicht auf mir sitzen lassen, daß mich die Banane einfach so mir nichts, dir nichts nachmacht:

@Banane: Du bist dran :mrgreen:



// Vielleicht sieht man sich wieder…

Samstag, Mai 22nd, 2010

Vorgestern bastelte ich ja an meinem Sampler rum bzw. tauschte das Floppy-Laufwerk aus.

Blöderweise fehle mir danach das “neue” an anderer Stelle und somit mußte Ersatz her.

Erkenntnis des Tages: so ein Teil gehört nicht mehr zum Standardvorrat eines Computerladens :mrgreen:

Ich weiß nicht, warum ich überhaupt in den Laden reingegangen bin, in dem sämtliche Geizhälse in Deutschland bevorzugt einkaufen – diesen Weg hätte ich mir eigentlich sparen können. Aber erstens lag dieser Laden auf dem Weg und zweitens wolte ich mich mal seit langem wieder fachkundig beraten lassen. Sehr zu meinem Erstaunen kannten die Angestellten da noch ein Diskettenlaufwerk. Nachdem ich mir ein paar mehr oder weniger scherzhafte Bemerkungen angehört habe, bin ich dann zu dem Computerdealer meines Vertrauens weitergetrabt.

Der hat zwar auch erst mal geschluckt, als ich ihm sagte, was ich gerne käuflich erwerben möchte, konnte sich aber daran erinnern “irgendwo im Lager in einer Ecke” mal zwei gesehen zu haben. Eine Suche im Computer bestätigte das auch. Allerdings wurden die genauen Lagerkoordinaten seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert.

Er verschwand dann im Lager mit den Worten: “Vielleicht sieht man sich ja wieder. Wenn da so ein völlig staubiger Typ zu der Tür da raus kommt, dann bin ich das.” :-)

Es hat weniger als 3 Minuten gedauert, dann war er mit dem Diskettenlaufwerk wieder da – ohne Staubschicht.



// Schön, wenn man noch eine andere Baustelle hat

Sonntag, Januar 24th, 2010

Die dmx6fire von Terratec im Einsatz

Wenigstens der Einbau der zweiten Soundkarte hat (fast) reibungslos geklappt- auch wenn die Installation des Treibers etwas tricky war.
Das ist mir bisher auch noch nicht untergekommen, daß ich in der System32 erstmal ein paar Dateien rausschmeißen muß, bevor ich den Treiber installieren kann.

Immerhin laufen jetzt zwei Soundkarten parallel – und diese hier werde ich am Montag auch brauchen (ich hab jetzt Frontanschlüsse!!) wenn dann endlich die Percussions für “Vie Noir” aufgenommen werden. Sicherheitshalber werde ich noch nach der alten Methode zusätzlich aufnehemen – es ist immer etwas riskant, mit neuem Equipment gleich “scharf” zu schießen. Vor allem, wenn es Ewigkeiten gedauert hat, bis der Aufnahmetermin unter Dach und Fach war…

Zuvor heißt es aber noch etwas Platz schaffen, damit hier die einzelnen Percussioninstrumente “großflächig” im Proberaum verteilt werden können. Dies wird wahrscheinlich eine minutiöse Planung erfordern:

Erst gehe ich rein und mache alles klar für die Aufnahme, während hinter mir der Weg mit Instrumenten zugebaut wird. Dann geht hoffentlich alles schnell genug, damit die Aufnahme fertig ist, bevor ich mal rausmuß – denn das würde bedeuten, daß erstmal alle Instrumente rausmüssen… ;-)



// $§%&~*!!! (R.I.P)

Donnerstag, September 24th, 2009

Wie im letzten Blogeintrag schon angedeutet, ist mein Internetzugang über die Wupper gesprungen – seit gestern abend wohl endgültig

Ich befürchte, der ist nun ganz am XXX[zensiert]XXX. Wo der Fehler liegt, kann ich noch nicht sagen, sicher ist nur, daß es hier eine technisch bedingte Ruhepause gibt *DMLN*

Am Samstag sollte es aber wieder gehen, mein Vermieter und ich gehen auf Fehlersuche.

Das Problem ist übrigens recht merkwürdig:

  • E-Mails kann ich halbwegs zuverlässig empfangen und sehr zuverlässig nicht senden.
  • Pingen geht manchmal, manchmal aber auch nicht und manchmal mit 75% Verlust.
  • Surfen geht gar nicht.
  • Hat jemand ‘ne Idee, was das sein könnte?



    // "Soll ich Dich würgen?!"

    Mittwoch, September 23rd, 2009

    oder: Leiter rauf, Leiter runter, Leiter rauf….

    Mit diesen Worten verabschiedete sich eben mein Proberaumvermieter von mir :-(

    Aber der Reihe nach: als ich am Montag am späten Nachmittag von meiner Radtour zurückkam, die Katzen versorgt waren, ich geduscht hatte, meine Katzen versorgt hatte und anschließend meine Siebensachen wieder in den Schränken verstaut hatte (ja, genau diese Reihenfolge), war auch der Blick nach Bloggershausen fällig. Also Computer hochgefahren, E-Mail-Programm und Browser Trallafitti gestartet und – gewartet.
    Tot.
    Nix Internet.
    Njente, nada, nullinger, Mist.

    Ok, das Problem ist hier icht gänzlich unbekannt, in der Vergangenheit hat ab und an der Router etwas gesponnen, so daß dieser vom Vermieter resetet werden mußte.
    Ein Anruf gestern klärte diese Situation auch schnell, mein Vermieter versprach mir, den Router gleich neuzustarten. Nach der Arbeit gestern also der zweite Versuch, der genauso endete wie am Montag: kein Internet.

    Heute mittag rief ich wieder an und mein Vermieter gestand mir, daß er diese Angelegenheit gestern vergessen hatte.
    Blöderweise hatte ich gestern abend alles mögliche ausprobiert, um die Kiste wieder zum Laufen zu bringen – der Fehler kann ja schließlich auch bei mir liegen: Netzwerkkarte und Netzwerkkabel ausgetauscht, anderen Computer internetfertig eingerichtet usw. usw. Das führte aber alles zum gleichen Ergebnis: kein Internet.

    Heute kam ich pünktlich von der Arbeit weg, und traf meinen Vermieter auch in der Halle an. Der schnappte sich gleich eine Leiter, überprüfte auf den Proberäumen alle Verbindungen und fand auch einen kleinen Fehler, dessen Beseitigung aber nicht zur Lösung des Problems beitrug. Mögliche Fehlerquellen scheint es einige zu geben, diese Kletteraktionen dauerten nämlich gut eine halbe Stunde. Leider immer mit dem gleichen Ergebnis: kein Internet.

    Dann wurde es merkwürdig: während wir überlegten, wo das Problem nun zu suchen sei, trudelten auf einmal meine Mails ein. Surfen ging aber immer noch nicht. Ein Ping brachte auch nur “Zeit überschritten”, 100% Verlust. Wie die Mails da durchgekommen sind wird wohl ewig ein Rätsel bleiben.

    Tja, und plötzlich und unerwartet ging auch der Rest – und mein Vermieter hatte das Bedürfnis mich zu würgen, am er sich doch etwas veräppelt vor.

    Und ich weiß immer noch nicht, was da eigentlich die letzten Tage schief lief…. :???:



    // Technik, die begeistert

    Samstag, Juli 25th, 2009

    Nachtrag: Logistica Lux hat hier einen sehr guten Kommentar geschrieben und mich damit auf ein Versäumnis aufmerksam gemacht:
    Dieser Workshop richtet sich (wie die vorhergehenden) an Leute, die mal aus Spaß an der Freude ein Hörspiel, Podcast o.ä. aufnehmen wollen. Er ist also eher an Anfänger gerichtet.

    Alle fortgeschrittenen Leser sollten natürlich die Tips von Logistica Lux beherzigen. Diejenigen, die klein anfangen wollen, sollten sich von diesem Kommentar nicht entmutigen lassen, er bietet aber einen interessanten Einblick, wohin dieses Hobby führen kann ;-)

    Gerade habe ich mich wieder einmal mit Soundkarten und Fertig-PC’s beschäftigt und hier speziell mit den OnBoard-Soundkarten.

    Wie bei vielen OnBoard-Krempel gilt auch hier: von “nicht ausreichend” über “taugt nix” bis hin zu “der letzte Dreck” ist alles dabei.
    Okay: Maus, Tastatur, USB und Netzwerk machen selten Probleme, aber darum geht es hier auch nicht.

    Eine OnBoard-Soundkarte ist bestenfalls völlig ausreichend, wenn man nur Musik hören möchte. Sobald es aber ans Kreative geht, steigen die Anforderungen.
    Besonders schön wird es, wenn die Musikindustrie die Finger im Spiel hat und irgendwelche Kopierschutzmaßnahmen in die Treiber eingebaut werden (bzw. die Treiber kastriert werden).
    Eine eigene Aufnahme wird dann quasi unmöglich, wenn mittendrin plötzlich die Lautstärke schwankt (und das ist dann vom Hersteller gewollt). Die einschlägigen Foren sind voll von diesen Problemen, und die Lösungsansätze, mit denen man dieses Manko vielleicht beheben könnte, sind meist recht abenteuerlich und mit dem Zusatz “Auf eigene Gefahr!” versehen.

    Ohne Extrasoundkarte geht nun mal gar nichts. Das ist bitter, gerade wenn man sich für zuviel Geld bei “Ich bin doch nicht blöd” oder “Geiz ist geil”-Märkten nach kompetenter Beratung einen neuen Rechner gekauft hat, den man im Endeffekt nicht so verwenden kann, wie man gerne möchte. Von Discounter-PeeZees will ich mal gar nicht reden.

    Wie sieht nun ein für Homerecording geeignter Rechner aus? Hier gebe ich mal ein paar Tips, mit denen ich bisher recht gut gefahren bin.
    Ich habe mir meine Computer in der Vergangenheit immer selber zusammengebaut. Dabei habe ich auf folgendes geachtet:

    -Motherboard: hier ist mir immer die Aufrüstung wichtig (und dies ist mein wichtigster Tip): möglichst viele Steckplätze für PCI / PCIe Karten. Ich verwende meine Computer gerne über einen längeren Zeitraum und möchte diese ggf. auch erweitern können (z.B. neue Technologien, oder der externe Gerätepark vergrößert sich und übersteigt die USB/ Firewire/ etc. – Anschlußmöglichkeiten auf dem Motherboard). Auch wenn ein Sonderangebot bei “Geiz ist Geil” und Konsorten für den kleinen Geldbeutel das Non-Plus-Ultra zu sein scheint: Finger weg! Meist wird (unter anderem) an PCI-Slots gespart, die für die spätere Aufrüstung besonders wichtig sind. Jeder Neukauf bedeutet: System neu konfigurieren, Treiber installieren (externe Geräte) usw. Das ist alles Zeit, die man sinnvoller verwenden kann. Und: langfristig ist alle zwei Jahre einen “aktuellen” Discounter-PC kaufen teurer, als einmal etwas mehr Geld auszugeben – das aber sinnvoll.

    -Grafikkarte: für den reinen Homerecordingrechner muß nicht viel Geld für die Grafikkarte ausgegegben werden. Man braucht nichts Großartiges, 64 MB -128 MB Speicher ist ausreichend, Dualhead sollte aber schon sein.

    -Soundkarte: das Herz des Homerecordingrechners. Hier zu sparen versaut einem Vieles. Zum einem ist die Software hier teilweise sehr anspruchsvoll, zum anderen ist eine schnelle Soundkarte für die Masterkeyboards wichtig: je geringer die Leistung, desto länger die Latenzzeit, was einen direkten Einfluß auf das Timing und Einspielen zu Playbacks hat.
    Im Musikbereich heißen die Dinger mittlerweile Audiointerfaces und gibt es ab 50 Euro aufwärts. Der Vorteil: die Treiber sind nicht (wie eingangs erwähnt) kastriert.
    Geeignete Audiointerfaces besorgt man sich am besten im Musikfachhandel. Gerade größere Läden bieten auch eine kompetente Beratung (auf die Größe der Keyboard- und Synthesizerabteilung achten ;-) ). Alternativ tuts auch der chaotische, von einem “typischen” Computerfreak betriebene Laden um die Ecke. Wenn ich zurückdenke, bin ich dort eigentlich immer am besten beraten worden. Diese Freaks kennen sich einfach aus.

    Bevor man sich einen Computer für das Homerecording zusammenstellt, sollte man sich folgende Fragen stellen:

    -Was will ich machen (handgemacht, rein elektronisch)?
    -Wieviel Zeit will ich in dieses Hobby investieren (ab und zu, regelmäßig)?
    -Welches Equipment ist bereits vorhanden (dazu gehört auch der alte/ derzeitige Rechner)?
    -Welche Software werde ich brauchen (reicht dauerhaft Freeware)?
    -Welche Hardwareanforderungen stellt diese Software?
    -Welches Equipment (Mischpult, Vorverstärker, MIDI-Interface etc.) werde ich in naher Zukunft wahrscheinlich brauchen (2-3 Jahre)?

    Klar, die Entwicklung ist sehr schnell – aber trotzdem ist es möglich, auch über einen längeren Zeitraum mit dem gleichen Equpment brauchbare Ergebnisse zu erzielen, bzw. den Grundstock so zu planen, daß dieser wenigstens einige Jahre zu verwenden ist.

    Als letztes kommt dann die Frage nach dem Geld, das man ausgeben möchte/kann. Ob nun Teile dieses Rechners gebraucht gekauft werden oder neu, ist mehr oder weniger egal. Innerhalb von ein paar Monaten ist in der Regel ein geeigneter Computer zusammengespart. Augen und Ohren offenhalten – gerade im Bekanntenkreis – hilft dabei ungemein und kann die Kosten (und damit den Zeitrahmen) drastisch senken ;-)

    Linktip zum Thema “Computer Marke ‘Eigenbau’”:
    Nickles-Report