Seit der Wasserrohrbruch hier in der Halle war, bin ich am Überlegen, wie es weitergehen soll.
Mein Equipment ist erstmal abgesoffen und somit verloren. Wie groß der Schaden tatsächlich ist, kann ich noch nicht sagen. Zuvor muß der ganze Krempel erstmal trocknen und sollte nach Möglichkeit keinen Millivolt Spannung sehen.
Derzeit bion ich also am Aufschrauben, trockenföhnen und betreibe intensive Schadensbegrenzung.
Trotzdem: die Frage bleibt: wo nehme ich auf?
Ich habe 2 Tage überlegt und die letzten (fast auf den Tag genau) 11 Jahre vor meinem inneren Auge vorbeiziehen lassen…
Einerseits ist der Umgang des Vermieters mit dioeser Situation vorbildlich: der Schaden entstand eindeutig durch die Baufirma und deren Haftpflichtversicherung wird dafür aufkommen müssen. Wie immer wird dies aber zu einem Versicherungsstreit kommen, dessen Ergebnis unklar ist.
Fakt ist jeddoch, daß ich auf einem Großteil des Schadens sitzenbleiben werde – auch wenn mir gute Freunde hier in der Halle schon Hilfe zugesagt haben.
Trotzdem: das was der Vermieter hier treibt, geht nicht. Hier sind Bauarbeiten durchgeführt worden, die uns alle betreffen, und wir wurden Null informiert. Freitag abend hing ein Zettel an der Klotür, auf dem stand, daß es Montags losgeht mit den Arbeiten. Am Montag war der Vermieter irgendwo in der Weltgeschichte im Urlaub.
Das Schöne hier ist auch, das es für fast jeden Beruf einen Experten gibt (also jemand, der genau diesen Beruf ausübt) und was ich hier heute teilweise zu hören bekam …. da streuben sich mir die Nackenhaare. Von Baupfusch ist die Rede und von grober Fahrlässigkeit. Tja, sowas habe ich mir schon fast gedacht bzw. befürchtet. Der erste große Regen mit einer verlegten Regenwasserleitung bestätigt dies ja auch. *hmpf*
Andereseits: Ein dauerhafter Dorn im Auge meines Vermieters war mein Schlagzeug – für ihn ist das Schrott oder um es mit seinen Worten zu sagen: Müll.
Er hat heute meinen Proberaum soweit klar gemacht, die Regale abgebaut und in den Ersatzraum getragen. Die Aufräum (bzw. Abriß-) arbeiten sind also abgeschlossen. Das finde ich schon als ungemeine Erleichterung
Die Kehrseite der Medaillie: im ist bewußt (wieder einmal) geworden, was ich darin treibe und er versteht es immer noch nicht. Nunja.
Im gegenseitigen Einvernehmen haben wir heute den Mietvertrag aufgelöst (und das ging nicht ganz so friedlich ab, wie es sich jetzt hier anhört).
Ich habe die Schnauze voll und nach elf Jahren werde ich hier den Stecker ziehen.
Tja, hier sit tote Hose (geht nicht anders – und diesen Blogeintrag schreibe ich gerade bei einem meiner Nachbarn… und verabschiede mich von den ganzen Freunden, die ich hier kennenlernen durfte…
)
Ab 1. Juli brauche ich also einen neuen Proberaum… Einige habe ich mir heute schon angeschaut, und da war auch das ein oder andere interessante Angebot dabei…
Mal schauen wie es wird…
The Show must go on!
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