Eines vorneweg: Nein, ich habe nicht den ultimativen Nummer-Eins-Hit geschrieben, der alles, was DSDS, ESC, Dieter Bohlen und Co. jemals hervorgebracht haben, in den Schatten stellt.
Das schaffe ich zwar jedesmal locker selbst im volltrunkenen Zustand mit links, sobald ich nur ein Instrument in die Hand nehme, aber leider bemerkt das niemand.
Trotzdem gelang es mir, mit einer bedeutenden Belanglosigkeit, die niemals in einem renommierten Musiklexikon angemessen erwähnt werden wird, tausende und abertausende von Fans anzulocken: ich habe ganz einfach nach Einbruch der Dunkelheit das Licht eingeschaltet.
Eines meiner Groupies hat das unter dem Siegel der Verschwiegenheit der besten Freundin erzählt, diese hatte nichts Besseres zu tun, als diese weltbewegende Neuigkeit der Nachbarin zu erzählen, und die wiederum hat es in der Dönerbude von um die Eck’ jedem erzählt, der es hören wollte oder auch nicht. Innerhalb von zwei Stunden wußte es die ganze Stadt. Ein Aufschrei ging durch die lokalen Massenmedien und seitdem wird mir buchstäblich die Bude eingerannt.
Das Schicksal schlägt also mal wieder mit aller Härte zu:

Immerhin: die Spinnen schieben gerade hektisch lärmend Überstunden und das, was von meinen fleischfressenden Pflanzen noch übrig ist, bereitet sich rülpsend auf den Verdauungsschlaf vor.
Kann mir mal bitte wer erklären, wie ich unter diesen Vorraussetzungen noch Musik machen soll?!
Eines beruhigt mich aber trotz dieser eher unschönen Zustände ungemein: die Vorstellung, daß jedes dieser Fliegetiere ein hysterisch kreischendes Teenie-Mädchen sein könnte, das laut Pappschild-Aussage ein Kind von mir will.
Es hat zugegebenermaßen schon Vorteile, daß niemand bemerkt, daß ich – sobald ich nur ein Instrument in die Hand nehme – alles in den Schatten stellen kann, was Bohlen, Raab und der ESC jemals an Eintagsfliegen hervorgebracht haben.