
Die letzte und aufwendigste Phase des Songwritings: der Mixdown oder das Abmischen.
Hier gilt es, aus mehreren aufgenommen Spuren jedes Instrumentes den besten Take herauszusuchen oder (was häufiger vorkommt) aus mehreren Takes einen zu erstellen. Diese Vorgehensweise ist übrigens schon seit einigen Jahrzehnten üblich: das Overdubbing gibt es schon seit den 60igern. Schon die frühen Queen erstellten ihre “Guitar-Walls” über mehrere Aufnahmen.
Jennifer Batten wird nachgesagt, daß sie sich für mehrere Tage einschloß, um ein mit dieser Studiotechnik erzeugtes Gitarrensolo live spielen zu können (sie hat es übrigens geschafft). Solche Beispiele gibt es also viele und für alle Instrumente.
Die Schwierigkeit beim Abmischen besteht in erster Linie darin, die einzelnen Spuren auseinanderzuhalten. Wenn man einige Übung hat, kann man schon anhand der graphischen Darstellung erkennen, was in einigen Sekunden in dem ausgewählten Take passieren wird. Das Auge wird also eine wichtige Unterstützung für das Ohr.
Weitere Schwierigkeiten tauchen auf, wenn man sich einen Song “rundhört” – das heißt nichts anderes, als das etwaige Spielfehler nicht mehr falsch klingen. Da es durchaus vorkommt, daß man einige Passagen gut 100mal hört, um z.B. irgendwelche Feinheiten an den Effekten zu ändern, gewöhnt man sich sehr schnell an diese Fehler.
Auf dem Foto oben gehe ich gerade die einzelnen Spuren durch und verschaffe mir einen ersten Überblick über meine Takes. Die nächsten Tage wird es diesen Anblick noch öfters geben
PS: Extra für diesen Blogeintrag habe ich mich für ein Foto mal auf die Leiter gestellt:


