// Hinterher ist man immer schlauer
Bei den Dreharbeiten zu meinem Musikvideo “The Morning After The Night Before” (Art :The Facts) war es für eine Szene erforderlich, in Bodennähe eine seitliche Kamerabewegung zu verwenden.
Im professionellen Bereich nimmt man dafür ein Schienensystem, einen stabilen Wagen und montiert darauf die Kamera.
Soviel Geld stand mir (und steht *hüstel*) nicht zur Verfügung, und so mußte eine Eigenkreation her: Wir bastelten damals aus zwei 7m langen Holzbrettern, Schaumstoffklötzen, einem Möbelroller und einem Wischmob einen Kamerawagen.
Diese Konstruktion hatte einige erhebliche Nachteile: Zum einen war sie sehr sperrig, was die Anfahrt zu den Drehorten etwas erschwerte. Nicht immer kamen wir mit dem Auto direkt an den Drehort.
Zum anderen ließen sich die Unebenheiten nur schwer korrigieren – so kam dann am Drehort alles mögliche zum Einsatz, was gerade griffbereit war: Kartenmaterial, der ADAC-Atlas, und so weiter.
Die Spurführung ließ sich trotz Fixierung der Rollen nicht besonders gut halten und die stabilste Lösung war dies auch nicht gerade: mehrmals fiel die Kamera vom Wagen.
Im Endeffekt hat zwar alles ganz gut geklappt, und die 7 Sekunden Szene war dann irgendwann nach mehrtägiger Entwicklungsphase des Equipments auch im Kasten.
Tja, wie wäre es einfacher gegangen? So simpel und doch so genial: Mit
LEGO!