// OP am offenen Herzen
Nicht ganz, aber fast. Seit meiner Kindheit hat sich nicht viel geändert: ich freue mich immer noch, wenn ich irgendwelche Geräte auseinanderbauen kann.
Einen Unterschied zu früher gibt es aber: früher kam ich immer an einen Punkt, an dem ich meinem Vater mehr oder weniger kleinlaut eine Plastiktüte mit lauter Einzelteilen brachte, weil ich die Lokomotive oder das Radio oder was auch immer nicht mehr zusammenbauen konnte.
Heute klappt das ja alles etwas besser
Angefangen hat alles mit einem Päckchen, das heute mit der Post kam. Rüdiger hat mir die Disketten geschickt, die er mir in einem der letzten Einträge in den Kommentaren angeboten hat. VIELEN DANK!!!
Nun wollte ich die formatieren und genau in diesem Moment springt mein Disketten-Laufwerk über die Wupper. Macht aber nix, der kluge Jäger und Sammler baut erst vor und dann ein Diskettenlaufwerk ein. Das Ausbauen aus einem alten Computer war eigentlich schwieriger als der Einbau in den Sampler – ich hasse diese Mädchen-PC-Gehäuse, bei denen an Schrauben gespart wurde und stattdessen billigstes Plastik verbaut wurde, das nur mühsam alle möglichen Steckkarten, HDs usw. halten kann. Irgendwo zieht man dann dran (das steht schließlich drauf) und ehe man sich versieht, springen lauter lustige Steckkarten, HDs usw. gutgelaunt durch die Gegend. Sowas gehört verschraubt und jede Schraube hat gefälligst das Teil zu fixieren, für die es gedacht ist und nicht noch fünf andere Teile.
Der Sampler hingegen ist eindeutig Jungs-Spielzeug und für Weltkriege verschraubt. Ganze 30 Schrauben mußte ich entfernen, bis ich endlich an das Floppy-Laufwerk gekommen bin. So muß es sein und bei jeder Schraube gab es was Neues zu sehen. Hier sind die Innereien des Samplers:

Die Rückseite der Klaviatur – diese federn bringen die Tasten wieder in Ruheposition

Dieses Modul dürfte vermutlich für die Anschlagdynamik zuständig sein…

Das Mainboard – geballte Rechenpower von anno dazumal

Wozu die einzelnen Tasten mit dem jeweiligen Ton beschriftet sind, ist mir nicht ganz klar – während dem Spielen sieht man die Buchstaben nämlich nicht. Bei einigen Tasten dürfte es auch egal sein, wo man diese einbaut, wieder andere passen nur an einer Stelle in der Oktave.

Dieses Teil macht mir nun etwas Angst. Heutzutage sehen die Trafos etwas anders aus – die runde Bauform hat diese quadratische abgelöst. Hier in der Region gibt es nur noch eine Firma, die diese Dinger auf Anfrage bauen kann und dementsprechend edel ( = teuer) sind sie dann auch. Ich hoffe, das Teil hält noch ein paar Jahre…
Im Proberaum notiert am 20.05.2010 um 8:55 pm und mit Musikinstrumente: Keyboards und Synthesizer getaggt.
(c) by Broken Spirits

Mai 20th, 2010 um 21:10
Na du traust dich ja was… Herr Chirurg
broken-spirits: ach was, so ein Floppy-Laufwerk ist doch schnell ausgetauscht…
Mai 20th, 2010 um 21:12
Na Hauptsache es bleiben keine Schrauben übrig…
broken-spirits: auch das ist schon vorgekommen. Meist funzt sowas dann besser als zuvor – weniger ist eben mehr
Mai 20th, 2010 um 21:20
Hatte es wenigstens ne gute Anästhesie
?
mir würden da immer Schrauben übrig bleiben…
broken-spirits: Anästhesie? Die gibt’s mit dem Holzhammer wenn es nicht klappt. Hinterher, versteht sich :mrgreen.
Mai 21st, 2010 um 00:21
Ooh, frickeln!
Gibt (fast) nix cooleres, als zu gucken, ob da wirklich ein Männchen im Radio sitzt…
broken-spirits: Männchen habe ich nie gefunden – dafür aber Wollmäuse
Mai 21st, 2010 um 10:11
Bitte gerne.
Hast Du beim/nach dem öffnen auch den Siegestanz gemacht? wie ein Indianer ums Feuer, gehört dazu.
broken-spirits: autsch, Feuer ist im Proberaum eine ganz schlechte Idee
Aber soviel Staubwolken wie wir hier gerade haben, war wenigstens die Übermittlung des Erfolgserlebnisses per Rauchzeichen möglich